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Kirche nutzt Kunst als Integrationsprojekt

Was können Kirchengemeinden für die Integration von Flüchtlingen tun? In Fulda hat die Evangelische Kreuzkirche Fulda-Neuenberg einen Malkurs für geflüchtete Frauen angeboten. Daraus entstand eine beeindruckende Ausstellung im Stadtschloss.
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Von Stefan Bürger

Die 19-jährige Amira aus Syrien (auf dem Bild oben) lebt seit eineinhalb Jahren in Deutschland. Ihr Bild in der Ausstellung zeigt Menschen auf schwarzem Untergrund, die die Arme hilfesuchend nach oben strecken. „Wir sind Menschen, die Hilfe suchen. Wir kommen aus dem Krieg und suchen hier eine Chance, weiterzuleben, uns weiterzubilden, vielleicht zu studieren“, beschreibt Amira ihre Situation. Ihr Ziel ist es, einmal Medizin zu studieren.

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Ein Aufruf, die Welt zu heilen

In etwa 160 Unterrichtseinheiten á 45 Minuten waren die Frauen mit Flüchtlings- bzw. Migrationshintergrund im „Atelier 14“ der 50-jährigen Künstlerin Christine Hartmann in Harmerz bei Fulda künstlerisch aktiv. Es sei eine große Herausforderung für sie gewesen, mit den Frauen, deren Sprache sie nicht konnte, zu arbeiten. Sich aber in der Bildsprache auszudrücken, sei nie ein Problem gewesen. „Die Bildsprache öffnet die Seele“, beschreibt die Künstlerin ihr Anliegen.

Ausstellungseröffnung im Stadtschloss Fulda.

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Dass sie die Ausstellung „Heile Welt“ genannt habe, meine nicht eine Zustandsbeschreibung, sondern den Aufruf, die Welt zu heilen, Vorurteile zu beseitigen und aufeinander zuzugehen. „Dieses Projekt ist kein Missions-, sondern ein Integrationsprojekt. Es besteht eine tiefe Toleranz zu den anderen Religionen. Als Christen haben wir unser Profil eingebracht und folgen selbstverständlich dem Auftrag Jesu zur Nächstenliebe, und hier besonders: Fremde aufzunehmen“, sagte Pfarrer Stefan Bürger zur Eröffnung der Ausstellung im Fuldaer Stadtschloss.

Kultur baut Brücken

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld lobte vor 100 Gästen bei der Ausstellungseröffnung, dass durch das Projekt nicht Probleme, sondern positive Beispiele der Integration in den Vordergrund gestellt würden. „Kultur baut Brücken“, so das Stadtoberhaupt.


Hintergrund zum Projekt

Das Kunstprojekt wurde vom „Bundesministerium für Bildung und Forschung“ gefördert und vom „Paritätischen Bildungswerk Bundesverband“ begleitet. Das mit rund 12.000 Euro geförderte Projekt ist von drei Bündnispartnern unter koordinatorischer Federführung der Evangelischen Kreuzkirche Fulda-Neuenberg ins Leben gerufen geworden. So beteiligen sich pädagogisch das Diakonische Werk Fulda und der Caritasverband für die Diözese Fulda. Begleitet wurden die kreativen Treffen von pädagogischen Zusammenkünften. Die Künstlerin Christine Hartmann (50) setzt sich seit 1995 mit den Bildenden Künsten im „Freien Ausdruck“ ausei nander. Seit 2006 hat sie ihr eigenes „Atelier 14“ in Harmerz bei Fulda. Sie ist Mitglied der internationalen professionellen christlichen Künstlervereinigung „DAS RAD“ (München).

Foto (links): Die Teilnehmerinnen mit Pfarrer Stefan Bürger (links) und Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld.

 

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