Jüdische Allgemeine

„Der Quasi-Israeli“: Nahostkorrespondent Ulrich Sahm gestorben

Der langjährige Nahostkorrespondent Ulrich Sahm ist tot. Er starb am Mittwoch im Alter von 73 Jahren in Bremen. Über 50 Jahre lang berichtete er von Jerusalem aus über das Geschehen in Nahost.

„In Israel kannte ihn jeder Journalist“, heißt es in einem Nachruf der Jüdischen Allgemeinen (JA) auf Ulrich Sahm. Von 1970 bis 2022 war Sahm Israel-Korrespondent für verschiedene Zeitungen, Zeitschriften, Radio- und Fernsehsender. Ende 2022 kehrte er aus gesundheitlichen Gründen nach Deutschland zurück.

1970 hatte der Diplomatensohn Sahm in Israel sein Studium abschließen wollen, doch aus dem geplanten Aufenthalt für einige Jahre wurde mehr als ein halbes Jahrhundert. Zum Journalismus kam er nach eigenen Worten durch Zufall: „Dank intensiver Vortragstätigkeit ergab es sich, dass deutsche Journalisten zu Besuch in Israel mich baten, doch meine Erlebnisse ‚mal aufzuschreiben‘. Und die wurden dann auch tatsächlich gedruckt. Nach kurzer Zeit holte ich mir dann schon einen Presseausweis und bin seitdem ‚Journalist‘, mit Jerusalem als Wohnsitz“, schrieb er 2020 in der JA. Als Israel-Korrespondent war er ein anerkannter Experte für Politik und die jüngere Geschichte, sein Steckenpferd war die Archäologie.

„Ulrich Sahm wird bereits jetzt vermisst. Er wird unvergessen bleiben – bei seinen Liebsten, aber auch bei seinen Kollegen, Hörern, Lesern und Zuschauern“, schreibt Imanuel Marcus in der JA.

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