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Ungefiltert: Päpstliche Pressekonferenz im Flugzeug

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Wie diese fliegenden Frage-Antwort-Verfahren ablaufen, beschreibt der Italienkorrespondent der ARD, Jan-Christoph Kitzler. Auskünfte des Papstes dieser Art sorgten gelegentlich für "entsprechenden Wirbel".

Kein anderer Satz von Papst Franziskus wurde in den vergangenen Tagen so häufig zitiert: "Manche Menschen glauben – entschuldigen Sie den Ausdruck –, um gute Katholiken zu sein, müssen wir sein wie Karnickel", sagte der Papst auf dem Rückflug von Manila zu dem Verbot von Verhütungsmitteln in der katholischen Kirche. Vielmehr gelte das Prinzip der "verantwortungsbewussten Elternschaft". Eltern könnten die Anzahl ihrer Kinder planen, auch mit den von der katholischen Kirche erlaubten Methoden zur Verhütung.

Nur wenig komfortabel sei es in dem Flugzeug, in dem der Papst seine Pressekonferenzen vor zahlreichen Journalisten abhalte, erklärt Kitzler gegenüber katholisch.de. „Das Tolle bei diesen Pressekonferenzen ist aber, dass der Papst frei antwortet. Da kommt es dann auch manchmal zu Äußerungen, die für entsprechenden Wirbel sorgen.“

So galt der Karnickel-Vergleich nicht nur Katholiken, auch Kaninchenzüchter fühlten sich von der Aussage des katholischen Kirchenoberhauptes angesprochen. "Er sollte vielleicht mal darüber nachdenken, solche Redensarten gehen zu lassen und dafür die Verhütung freizugeben. Das wäre meiner Meinung nach eher angebracht, als solche dummen Sprüche loszulassen", sagt der Präsident des Zentralverbandes Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter, Erwin Leowsky.

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"Papst ist zugänglich"

Unter Papst Benedikt XVI. seien die Fragen vor den Konferenzen ausgewählt worden, so dass das katholische Kirchenoberhaupt vorbereitet antworten konnte, erklärt Kitzler. "Das ist bei Franziskus jetzt anders. Man merkt aber auch, dass Vertreter des Vatikans ganz schön ins Schwitzen geraten, wenn Franziskus erst einmal anfängt, weil sie auch nicht wissen, was er antworten wird."

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Aufregend seien die Gespräche aber auch für die Journalisten. Diese teilen sich laut dem ARD-Hörfunkjournalisten in Sprachgruppen auf, damit alle einmal zu Wort kommen. Die Fragen werden abgestimmt und jeweils ein Vertreter der Gruppe darf dem Papst schließlich die Frage stellen. "Aber dieser Papst ist so nett und auf Menschen zugehend, dass er einem jede Scheu nimmt, wenn man da nach vorne geht. Man merkt, dass er zuhört, die Frage ernst nimmt und eine Antwort geben möchte."

Obacht gefordert

Die Stimmung bei diesen Pressekonferenzen sei heiter, sagt Kitzler. "Wir bewundern es, wie offen der Papst dort redet. Auf der anderen Seite geht es schon darum, die Substanz der Aussagen herauszubekommen. Das ist nicht immer ganz einfach, weil der Papst das sagt, was ihm einfällt. Man muss aber aufpassen, es aber so darzustellen, wie er es wirklich gemeint hat."

Jan-Christoph Kitzler arbeitet als Hörfunkjournalist für die ARD in Rom. Er begleitete den Papst kürzlich auf seiner Reise nach Sri Lanka und auf die Philippinen. 

(Quelle: Christliches Medienmagazin Pro)

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