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Vietnam: Zunehmende Benachteiligung von Christen

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In den vergangenen Monaten haben staatliche Behörden im südostasiatischen Land Vietnam den Druck auf Christinnen und Christen erhöht. Dies berichtet das Hilfswerk Open Doors. Dazu gehörten gezielte Benachteiligungen bei staatlichen Hilfsangeboten, Razzien in Kirchen und Verhöre von Geistlichen.

So seien laut Open Doors mehrere christliche Familien von einem Hilfspaket der Regierung für die Beschaffung von Wassertanks ausgeschlossen worden. Nach Angaben eines Pastors hätten die Behörden verlangt, dass die Betroffenen zuerst zur vietnamesischen Kultur zurückkehrten. Außerdem habe es im Juli mehrere Razzien in Kirchen der Provinz Dak Lak gegeben. Bibeln seien beschlagnahmt worden, ein Pastor wurde nach eigenen Angaben mehr als zwei Tage lang verhört.

Im zentralen Hochland des Staates leben verschiedene ethnische Minderheiten, dazu auch christliche Gemeinschaften. Die kommunistische Regierung betrachte diese als „feindliche Kraft“. Viele Minderheiten hatten im Vietnamkrieg auf der Seite der USA gekämpft, deshalb werde ihnen bis heute mit Misstrauen begegnet. Der Glaube der Christen gelte als weiterer Beleg für ihre feindliche Haltung gegen das eigene Land.

Link: Keine Wassertanks für Christen

1 Kommentar

  1. Benachteiligung von Christen in Vietnam

    Christinnen und Christen als kulturfremde Aktivisten zu betrachten, scheint mir eher ein Informationsdefizit zu sein – auch in Vietnam. Wichtig ist es für die Geschwister im Glauben zu beten und dafür widerum sind konkrete Nachrichten hilfreich. Dass Jesusnachfolger*innen kulturfremd sind oder sich so verhalten, wird im Regelfall weder so sein noch ist es richtig. Wir sind immer Christen etwa in unserer westlichen Kultur und hier oftmals mehr als wir glauben Salz der Erde und Licht der Welt. In Vietnam könnte dies auch so sein. Wer für Jesus ist, muss nicht gegen die Werte des Budhismus agitieren, bezüglich des Kommunismus braucht es da schon eine größere Portion kritischer Partnerschaft – wenn überhaupt. Der chinesische Weg des Umgangs mit dem Christentum erscheint mir zumindest grenzwertig. Ein Chinese ist am besten unpolitisch, dann besitzt er viele Freiheiten. Die dortigen Machthaber haben schon lange erkannt, dass man sich Religiöse zu Nutzen machen kann und hat dort alle Religionsdiener ein Gehalt verordnet. Aber sie dürfen nur in dem gesetzten Rahmen arbeiten. Das dürfte immer ein Akt auf dem Drahtseil sein, insbesondere wenn es Menschenrechte und Freiheiten nicht gibt. Gottesdienste sind ausgesprochen gut besucht und die Menschen sind mit allen ihren Sinnen Christen. Aber sie müssen quasi die Bergpredigt und ihre für alle Welt geltenden Werte nur im engen Freundeskreis praktizieren. Da darf man diskutieren ob dies reicht, nicht Salz der Erde und Licht der Welt sein zu dürfen. Welch ein Segen, dass wir unseren Politikern die Leviten lesen dürfen.

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