Seehofer ist gegen Abschiebestopp für Christen in den Iran

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Horst Seehofer
Horst Seehofer, Foto: picture alliance / AP Photo / Jussi Nukari
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Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat jetzt auf das Statement des früheren Unionsfraktionschefs Volker Kauder (CDU) reagiert. Dieser wollte Abschiebungen von konvertierten Christinnen und Christen stoppen. Seehofer hingegen ist gegen einen generellen Abschiebestopp für zum Christentum konvertierte Musliminnen und Muslimen in den Iran: „Wer wirklich Schutz benötigt, wird in Deutschland auch Schutz erhalten“, sagte Seehofer dem Evangelischen Pressedienst (epd). Ihm sei wichtig, dass Asylentscheidungen individuell und auf aktueller Erkenntnislage erfolgen. „Das ist generell der Anspruch, nicht nur in diesen Fällen“, erklärte Seehofer.

Über den Umgang mit Konvertierten hatte es immer wieder Diskussionen gegeben. Auch die Kirchen hatten sich wiederholt dafür eingesetzt, dass mit Asylanträgen von Christen aus muslimischen Ländern besonders sensibel umgegangen wird. Das Bundesinnenministerium will aber an der Einzelfallprüfung festhalten: „Eines generellen Abschiebestopps für zum Christentum konvertierte Muslime bedarf es nicht“, erklärte ein Sprecher auf Anfrage. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) prüfe die Schutzgründe umfassend. Eine begründete Sorge vor Verfolgung aufgrund der Religionszugehörigkeit würde in der Regel einen Schutzanspruch begründen, hieß es weiter. Der Bundesregierung seien zudem keine Fälle bekannt, in denen Rückkehrer im Iran Repressionen ausgesetzt waren.

Wie viele konvertierte Christinnen und Christen in den Iran zurückgekehrt sind oder abgeschoben wurden, wird nach Angaben des Innenministeriums nicht gesondert erfasst. Den Angaben des Sprechers zufolge sind im vergangenen Jahr 497 Personen freiwillig in den Iran zurückgekehrt, bis zum 20. März dieses Jahres waren es 86. 2018 wurden demnach 22 Personen in den Iran abgeschoben, in diesem Jahr bis Ende Mai 17 Personen.

5 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Ich finde, Seehofer ist einfach eine tragische Figur, sein ganzes Politikerleben lang. Wie jemand wie er über so lange Zeit so viel Macht hat bekommen können, ist mir schleierhaft. Seine persönliche Tragik wird immer wieder auch zur Tragik für andere Menschen, das ist das Fatale daran. Wird Zeit, dass er sich in den Ruhestand zurück zieht. Vielleicht kann Gott ihn irgendwie erreichen wenn er nicht mehr so getrieben ist.

    • Wer prüft das Christliche bei Seehofer , wo er auch wie viele Konvertiten sicherlich getauft ist? Warum schiebt er willkürlich oder was noch grausamer zu sein scheint planvoll christliche Konvertiten in den IRAN ab?

      Welcher Bischof wagt es seine Glaubwürdigkeit zu überprüfen?

      Jesus Christus spricht, ich war krank und ihr habt mich nicht besucht, ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid nicht zu mir gekommen ich war hungrig und ihr habt mir nichts zum Essen gegeben ich war durstig Ihr habt mir nichts zum Trinken gegeben ich war nackt und ihr habt mir nichts zum Anziehen gegeben!

      Jesus weiter: „ Ich kenne Euch nicht…!

      Was ihr einem meiner Geringsten nicht getan habt, habt ihr auch mir nicht getan!

      Wir wollen beten, dass unser Minister bevor er vor seinem Richter steht zum wahren Glauben an Jesus Christus konvertiert wie die vielen Christen aus muslimischen Ländern, die er in den sicheren Tod zu schicken beabsichtigt!

      Herr sei ihm gnädig!
      Bewahre aber auch Deine Kinder, die in Deutschland verfolgt werden.
      Herr Dein Wille geschehe!

  2. Lesen die Damen und Herrn des Innenministeriums keine Zeitungen? In dieser Woche schreibt Bild über eine Christin (58, die zum Christentum konvertiert ist und im Mai aus Deutschland abgeschoben wurde! „Ihr droht der Galgen!“ Wir kämpfen als Christliche Initiative Herborn um Mahsa, die trotz willkürlichen Urteilen von BAMF, Verwaltungsgericht, Verwaltungsgerichtshof und Verfassungsgericht abgeschoben werden soll. Wir haben wie viele andere ihrem Bekenntnis geglaubt, mit ihr und für sie gebetet! Sie glaubt brennend an ihren Erlöser und hat nicht nur in Deutschland sondern auch vorher im Iran ihren Glauben bekannt! Sie fühlt sich wie das Kind in der Krippe als verfolgte Christin mitten in Hessen! Wo wird sie Weihnachten verbringen?
    Die deutsche Justiz nimmt ihr den persönlichen Glauben nicht ab, ganz im Gegenteil haben die Revolutionsbehörden wegen Konvertierung eine Haftbefehl ausgestellt! Eine Tatsache, weshalb sie 2015 die Flucht in das „christliche“ Ausland ergreifen musste!
    Was tun Christen in Verantwortung, Politiker und Behörden unseres Rechtsstaates im Jahr 2019 für die Konvertitin aus dem Iran,? Auf sie wartet im Iran Folter und gewaltsamer Tod, falls hier ihre wahre Identität bekannt wird! Mahsa ist Ihr Tarnname! Weil sie aus einer einflussreichen Familie aus dem Iran stammt, fürchtet sie sich auch vor Verfolgung iranischer Behörden in Deutschland!
    Der aktuelle Stand: Wenn sie sich nicht einen Pass in der iranischen Botschaft bis 1.8.2019 besorgt droht Ihr Kürzung der Bezüge, Abschiebehaft, so Ihr Rechtsanwalt!

  3. In unserem Land sollte die Würde des Menschen am wichtigsten sein vor allem für
    diejenigen dessen Stimme leiser ist als unsere. Keine Abschiebung für Christen.

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