Der Vatikan hat sich gegen die gemeinsame Abendmahlsfeier von Katholiken und Protestanten ausgesprochen. Das berichtet domradio.de unter Berufung auf die Katholische Nachrichtenagentur (KNA).

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Die Unterschiede im Eucharistie- und Amtsverständnis seien zu entscheidend, als dass sie eine Teilnahme katholischer und evangelischer Christen an der Feier der jeweils anderen Konfession zuließe, teilte die Glaubenskongregation in einem Schreiben an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, mit. Auch für eine „individuelle Gewissensentscheidung“ gebe es keine Basis.

Im September vergangenen Jahres hatte der Ökumenische Arbeitskreis evangelischer und katholischer Theologen (ÖAK) sich in einem Votum dafür ausgesprochen, wechselseitig am Abendmahl teilzunehmen (Jesus.de berichtete). Ziel sei es laut Mitverfasser Georg Bätzing, so „einen wichtigen und gangbaren Schritt auf dem Weg hin zu einer sichtbaren Einheit“ beider Kirchen zu machen. Eine gemeinsame Abendmahlsfeier ist auch für den Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) im nächsten Jahr angedacht.

In dem Schreiben vom 18. September bemängelte der Vatikan an dem Votum unter anderem die nicht ausreichende Klärung des „katholischen Grundverständnisses von Kirche, Eucharistie und Weiheamt“ sowie die fehlende Berücksichtigung der gemeinsamen Tradition des Vatikans mit der Orthodoxie. Eine Öffnung für eine wechselseitige Mahlgemeinschaft mit der Evangelischen Kirche in Deutschland würde derzeit „notwendigerweise neue Gräben im ökumenischen Dialog mit den Orthodoxen Kirchen“ über Deutschland hinaus hervorrufen, heißt es dort.

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Matthias Kopp, der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, kündigte an, das Schreiben werde kommende Woche bei der Herbstvollversammlung der katholischen Bischöfe in Fulda diskutiert werden.

4 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Das Abendmahl (Herrenmahl/Gedächtnismahl) ist das „Passah“ des neuen Bundes und göttlich eingesetzt nur für Jünger JESU d. h. Gläubige an Seinen Namen, an Sein BLUT; für Menschen, die eine neue Schöpfung GOTTES sind – GOTTES „auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum.“ 1. Petr. 2, 9
    „Denn auch unser Passah, CHRISTUS, ist geschlachtet.“ 1. Kor. 5, 7b/11, 23-29

    Der Streit unter den Konfessionen und einzelnen Denominationen, besonders auch in dieser Sache, könnte sich erübrigen, wenn man der „Liebe der Wahrheit“, dem Evangelium des Namen JESUS CHRISTUS, von ganzem Herzen vertraute und gehorchte: Zum Erlass der Sünden, Versöhnung mit GOTT und dem Geschenk neuen ewigen Lebens und somit dem Recht, am „Tisch des HERRN“ zur Mahlfeier Platz zu nehmen, denn:
    „Wundere dich nicht, dass Ich dir (euch) sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden.“ Joh. 3, 7

    Schriftstellen: Elberfelder Bibel 1982 KaRo

  2. Das Problem ist die geringe Bedeutung des Abendmahls bzw. der Eucharistie bei den evangelischen Christen und die Rückgradlosigkeit der deutschen katholischen Theologen.
    Warum müssen sich in deren Augen die Katholiken bewegen, die zusammen mit den Orthodoxen ca. 75% der Christen weltweit stellen?

    • Ich sehe hier eher das Problem, dass ein gewisser Kommentator sich offenbar nie wirklich mit der evangelischen Kirche und deren Abendmahlsverständnis auseinadergesetzt hat. Auch der Anteil der Katholiken weltweit, dem man, um ihn größer erscheinen zu lassen, auch mal eben die Kirchen, von denen sich die römische Kirche ursprünglich selbst abgespaltet hat, hinzu zählt, sagt noch lange nichts über die Bedeutung der Eucharistie, die in vielen katholischen Gemeinden längst zu einer Art Zauberritual verkommen ist, aus. Das belegen auch die vielen Mythen, z.B. um blutende Hostien oder deren Zauberkraft in Hexenhand.

      Tatsache ist, dass sich die römische Kirche immer mehr ausgrenzt, weil ihr der Ritus höher steht als die Einheit der Geschwister in Jesus. Dazu ist ihr jede noch so fadenscheinige Ausrede recht. Dies haben auch immer mehr katholische Theologen erkannt – nicht nur in Deutschland.

  3. Sowohl die kath. TRANSSUBSTANTIATION (= Verwandlung von Brot + Wein in den tatsächlichen Leib Christi und das tatsächliche Blut Jesu) als auch Luthers REALPRÄSENZ (Christus ist in Brot Wein tatsächlich gegenwärtig) sind eine IRRLEHRE, die jemals biblisch begründet werden können!

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