Er war mehrmals Deutschlands Keyboarder des Jahres, ließ TOTO-Gitarrist Steve Lukather die Riffs für seine christlichen Alben einspielen, entführte uns mit PUR ins „Abenteuerland“ und war Jurymitglied bei „Popstars“ auf PRO7. Die Rede ist von Dieter Falk. Am Donnerstag feiert er seinen 60. Geburtstag.

Die Liste seiner Erfolge als Künstler und Musikproduzent ist beeindruckend: Über 100 Albenproduktionen, fünf ECHO-Nominierungen, über 20 Millionen verkaufte CDs als Produzent und mehr als 50 Platin- und Goldene Schallplatten.

Angefangen hat das alles ganz klein in der Provinz: im Siegerland. Vor 60 Jahren wurde Falk in Geisweid geboren, einem Vorort von Siegen. Seine erste Bühne als Musiker: die Kirche. Er stammt aus einem christlichen Elternhaus. Seine Mutter war Chorleiterin in der Freien evangelischen Gemeinde, der Vater Chorsänger. Die ersten Klavierstunden gab ihm seine Tante. Später gründete er mit seinem Bruder einen Jugendchor. Musik wurde seine Berufung. Er studierte an der Musikhochschule in Köln und finanzierte sich das Studium durch Jobs als Tourneepianist, unter anderem für Katja Ebstein und Gospel-Legende Edwin Hawkins.

In den 80er Jahren produzierte er gefühlt zwei von drei christlichen Alben in Deutschland, stand mit allen aus der Szene auf der Bühne. 1990 wurde er dann Produzent von PUR. Seinen christlichen Wurzeln blieb er dabei immer treu. 2009 schrieb er zusammen mit Michael Kunze das Pop-Oratorium „Die 10 Gebote“, 2016 folgte „Luther“. Zu den Aufführungen mit Mega-Chor kamen über 400.000 Zuschauer. In den vergangenen Jahren stand er außerdem immer wieder als Falk & Sons gemeinsam mit seinen Söhnen Max und Paul auf der Bühne.

Den Glauben möchte er nicht missen

„Christsein ist mein Lebenselixier“, sagte Falk anlässlich seines Geburtstags in einem Interview mit dem christlichen Medienmagazin Pro. Mein christlicher Glaube ist so zu meinem Leben gehörend, dass ich ihn nicht missen möchte.“ In seiner Autobiographie „Backstage“ schreibt er: „Mein Glaube lässt mich zu jeder Zeit mit Gott sprechen, egal, wo ich gerade bin und was mir auf dem Herzen liegt.“

Formell arbeitet Dieter Falk heute vor allem in der musikalischen Aus- und Weiterbildung: Am Institut für Musik und Medien der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf ist er mit einer halben Stelle Professor mit den Schwerpunkten Musikproduktion und Populargesang. Seit 2016 hat er außerdem eine Professur an der Evangelischen Popakademie in Witten inne.

Und wenn er an den Tasten sitzt, dann versprüht er genausoviel Energie wie vor 30 Jahren. Die kann er auch gebrauchen, denn das nächste Großprojekt ist schon in der Mache. Passend zum Advent: das Pop-Oratorium Bethlehem, das im kommenden Jahr Premiere feiern soll.

Link: Dieter Falk: Ich bin Christ und oute mich auch als solcher

„Nun danket alle Gott“ – Dieter Falk

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