Eine Küsterin in der Katholischen Kirche in Erkelenz-Keyenberg musste jetzt die Schlüssel zur Kirche abgeben. Sie hatte Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten in das Gebäude gelassen, wie der Westdeutsche Rundfunk berichtet. Hintergrund der Sanktion ist eine Aktion der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Diese hatte den Logobuchstaben „C“ vor der Zentrale der CDU in Berlin entwendet. Seitdem wird das C bzw. eine Replik an verschiedenen Orten von den Umweltschützerinnen und -schützern fotografiert und zusammen mit Umweltschutz-Forderungen veröffentlicht.

Auch in der Erkelenzer Kirche machte das C Halt. Die Kirche soll 2023 abgerissen werden, um dem Braunkohletagewerk Garzweiler II Platz zu machen. Die Küsterin hatte den Protestierenden die Kirche geöffnet und sie das C im Altarraum fotografieren lassen. Daraufhin zog die Pfarrei Konsequenzen. Der zuständige Pfarrer habe von einer Verletzung der Aufsichts- und Loyalitätspflicht gesprochen, heißt es vonseiten des WDR. Eine Klage gegen die Küsterin wird es jedoch nicht geben.

6 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Ist doch gar keine richtige Kirche mehr, sondern eine Abbruchbude. Außerdem hätte die Küsterin den Schlüssel gar nicht abgeben zu brauchen, denn das hat der Pfarrer nicht allein zu entscheiden. Nur: wofür einen Schlüssel wenn damit keine Kirche mehr aufgeschlossen werden kann?
    Gruß,
    Peter

  2. Übrigens: das „C“ von CDU bedeutet nicht „Christlich“ sondern „Chaotisch“. Hat somit mit Kirche eigentlich nix zu tun!

  3. Es geht um die Bewahrung der Schöpfung. Dieses Anliegen hat zunächst nicht mit Politik zu tuen.
    Wen der Schreiber Schumacher dies zwar behauptet, stelle ich die Frage: »Wohnen Sie in einem Ort rund um
    Erkennens, wo die Dörfer in den letzten Jahren von der Landkarte verschwunden sind ¿ Arbeiten Sie Herr
    Schumacher bei RWE ¿ Oder haben Sie für Ihre Altersversorgung Aktien von RWE im Safe ¿
    Der Pfarrer sollte zu seiner Gemeinde und zu seiner Küsterin stehen. Diese Frau hat Sorgen um ihren Ort,
    Sorgen um ihre Heimat, Sorgen um um die »Alten Gemeindeglieder« die Haus und Hof verlassen müssen.
    Wie sagt doch ein altes Sprichwort: »Einen alten Baum verpflanz man nicht. Herr Pfarrer, überlegen Sie ein-
    mal, was Sie damit angerichtet haben, das Vertrauen einer Küsterin entzogen, Möchten Sie lieber, das in ab-
    zählbaren Jahren »Ihre Kirche« dem Erdboden gleich gemacht wird, oder »stemmen« Sie sich gegen den
    Multikonzern RWE. Setzen Sie als Pfarrer ein Zeichen, geben Sie der Küsterin die Kirchenschlüssel wieder
    und bekennen Sie sich zu ihrer Pfarrei, zu ihrer Predigtstätte, zu ihren Gemeindegliedern, die durch die Pläne
    von RWE Alles, aber auch ALLES verlieren. Haus und Hof, Heimat, die Kirche, wo sie getauft wurden, die Kirche,
    wo ie zur Kommunion gegangen sind, die Kirche, wo sie getraut wurden, die Kirche, d.h. der Friedhof, wo die
    Entschlafenen seit Generationen, im Schatten der Kirche, ihre letzte Ruhe gefunden haben.
    Ich habe vielleicht »gut reden«, weil ich nicht in der Nähe des Hammbachen Forstes lebe. Als Gemeinde-Pfarrer
    sollten Sie den unzähligen Demonstranten dankbar sein. Diese Menschen standen auch auf Seiten der Kirche.

    Ich liebe meine Gemeinde und ich glaube, dass Ihr Bruder mit dem »anderen Gesangbuch« dem Küster nicht
    die Schlüssel abgenommen hätte.
    Wenn Sie Herr Pfarrer, sich vor unserem Schöpfer entschuldigen, der Küsterin den Kirchenschlüssel wieder
    zurückgeben, dann gewinnen Sie ihre Gemeinde, dann gibt es in ihrer und der Evangelischen Kirche keine
    Kirchenaustritte, denn überall, wo Pfarrer einschließlich Bischof [Beispiel Limburg] gab es Kirchenaustritte
    in beiden Kirchen.

    Mit einem herzlichen Shalom

    Heinrich Brandt
    Kommunikation-Designer und Künstler
    Rheinisch-Westfälischer Pastoralgehülfe a.D.

  4. Die Kirche muss ein Ort sein der Frei ist von der Politik. Jesus selber hat uns die Trennung von Politik und Religion aufgetragen!

    • > Die Kirche muss ein Ort sein der Frei ist von der Politik. Jesus selber hat uns die Trennung von Politik und Religion aufgetragen!

      Absolut richtig. Politische Themen wie Umweltzerstörung, Abtreibung, Armut und Armutsbekämpfung, Flucht und Vertreibung, Verantwortung durch Reichtum und vieles andere politische haben in einer Kirche nichts zu suchen.

      Ferner sollten auch alle Seiten der Bibel, die sich mit so was beschäftigen, entfernt werden. Ist dann auch viel praktischer, da die Bibel dann auch in Gänze als Flyer aufgelegt werden könnte.

HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR

Please enter your comment!
Bitte gib deinen Namen ein