Der geschäftsführende Vorstand von Willow Creek Deutschland hat eine Stellungnahme zum Untersuchungsbericht im Fall Bill Hybels veröffentlicht. Man werde künftig „die Schattenseiten von Leitung und Charisma und effektive Verantwortungsstrukturen vertieft thematisieren“, heißt es darin.

Die Darstellung der Leitungskrise in der Willow Creek Church durch die unabhängige Untersuchungskommission („Independent Advisory Group“) bewertet der Vorstand als „sorgfältig, differenziert und fair“. Durch die Ergebnisse sehe man sich bestätigt, Leitung auch weiterhin als „strategisch wichtige Aufgabe in Kirche und Gesellschaft“ zu fördern. „Denn jeder gewinnt, wenn Leitende besser werden.“

Unter der Leitung von Bill Hybels sei in Chicago selbst und weltweit eine „gute und ausstrahlende Arbeit“ gewachsen. Der Hinweis auf das Gute könne den Missbrauch von Macht und sexuelle Grenzüberschreitungen jedoch nicht entschuldigen. Bill Hybels wünsche man,  dass er sein Fehlverhalten reflektiere und Versöhnung mit denen suche, die durch Machtmissbrauch und Grenzüberschreitungen verletzt worden seien. Zum geschäftsführende Vorstand von Willow Creek Deutschland gehören Ulrich Eggers (1. Vorsitzender), Stefan Pahl (2. Vorsitzender), Geschäftsführer Karl-Heinz Zimmer und Michael Diener (Beisitzer).

Auch das neue Leitungsgremium der Willow Creek Church in Chicago hatte sich dankbar über den Bericht der Untersuchungskommission geäußert. Man teile die Schlussfolgerungen und Ratschläge des Berichts und wolle die beschriebenen nächsten Schritte auch gehen: „Wir bedauern den Schmerz, der durch die Fehler verursacht wurde, und glauben, dass die Richtlinien und Informationen einen Weg nach vorne eröffnen können, der Anerkennung, Wiedergutmachung und Heilung ermöglicht“, heißt es in der Stellungnahme der Gemeindeleitung.

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