Der «Marsch für das Leben» von Lebensschützern zog in Berlin und Köln Unterstützer und Kritiker an.
In Berlin und Köln sind am Samstag mehrere hundert Menschen zum «Marsch für das Leben» zusammengekommen. Die Veranstaltungen des Bundesverbands Lebensrecht richtete sich unter anderem gegen Abtreibungen und assistierten Suizid. Dabei handelt es sich laut dem Verband um die «größte deutsche Pro Life-Veranstaltung», die laut dem Verband ein «Bekenntnis zur universalen Menschenwürde» sei. Bei Gegendemonstrationen für körperliche Selbstbestimmung und reproduktive (Frauen-)Rechte der Pro Choice Bewegung nahmen um die hundert Menschen teil. Die Veranstaltungen verliefen demnach störungsfrei.
Die Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, Alexandra Linder, argumentierte, die Demokratie sei in Gefahr, «wenn man versucht, vorgeburtliche Kinder aus dem Menschsein herauszudefinieren». Sie sprach sich zudem gegen Leihmutterschaften aus.
Forderung nach Legalisierung von Abtreibungen
Auf den Gegendemonstration in Berlin und Köln forderten die Teilnehmenden, Abtreibungen zu legalisieren. Außerdem sprachen sie sich für das Recht am eigenen Körper aus. Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung hatte vorab kritisiert, dass religiöse Fundamentalisten und Rechtspopulisten die vollständige Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen fordern und die Vielfalt von Lebensentwürfen ablehnen würden.
Mehrere katholische Bischöfe und weitere Geistliche hatten die Veranstaltung vorab mit Grußworten unterstützt. Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki dankte dem Bundesverband demnach «für seine beharrliche Arbeit» und den Teilnehmenden für ihren «mutigen Einsatz».
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