So kann Nächstenliebe praktisch aussehen: Die Berliner Stadtmission veranstaltet am Samstag (12. Oktober) in ihrer City-Station einen Ball für Obdachlose und von Armut betroffene Menschen. Um geeignete Garderobe brauchen sich die Gäste nicht zu sorgen: Jeder Gast hat die Chance, in einer Ankleide in schicke Kleidung zu steigen. Unternehmen unterstützen die Stadtmission mit Kosmetik-Produkten, einer Fotobox und einem DJ. Eröffnet wird der Ball von Reinhard Naumann, dem Bürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, wie die Organisation in einer Pressemitteilung schreibt.

„Wenn wir auf eine Hochzeit oder zu einem runden Geburtstag eingeladen sind und uns zu Hause schick machen, dann geht es uns gut und wir fühlen uns gut. Obdachlose Menschen können sich oft an solche Anlässe erinnern und erzählen, wo sie vor etlichen Jahren feiern waren. Wir wollen über die vergangenen Feste im Leben reden und einen neuen Ball gemeinsam erleben. Sich schick machen, tanzen und ausgelassen sein. Das macht was mit der Seele.“, sagt Anna-Sofie Gerth, die Leiterin der City-Station und Ideengeberin für dem Tanzabend. Im Rahmen der Biografiearbeit soll der Ball die psychische Gesundheit der Bedürftigen stärken.

Auch sonst ist die City-Station, ein Restaurant der Berliner Stadtmission, eine Anlaufstelle für von Armut Betroffene. Hier gibt es preiswertes Essen, ein Kleiderangebot und Duschmöglichkeiten. Die Gäste erhalten persönliche und seelsorgerische Beratung. „Mit dem Angebot in der City-Station sollen die Gäste eigene Fähigkeiten wiederentdecken und sich den Herausforderungen des Lebens stellen“, heißt es in der Pressemitteilung.

2 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Das ist eine wirklich schöne Idee. Die Berliner Stadtmission ist eine wunderbare Einrichtung und hilft vielen Menschen auch in ihrer Würde bestätigt zu werden. Solche Hilfsstellen brauchen wir in ganz Deutschland.

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