Der Mensch neigt zur Vereinfachung seines Weltbildes. Häufig aus Angst. Damit lässt sich hervorragend Politik machen: Pauschalurteile haben entsprechend Hochkonjunktur.

Michael Blume liest von Angst vor Männern, Muslimen, Sachsen. Und hinterfragt die Argumente, mit denen Volksgruppen unter einen Generalverdacht gestellt werden. Von sich und anderen erwartet er mehr Selbstreflexion.

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10 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Ich meine das man unabhängig von der Häufigkeit gewisser Phänomene innerhalb einer Gruppe bei der Begegnung mit einem einzelnen, nicht den einzelnen Verurteilen darf sondern offen sein muss. Wenn mir beim Thema Islam aber schon sind: Klar sollte sein das es innerhalb einer potenziellen muslimischen Mehrheitsgesellschaft Arabisch/Konservativ-Sunnitischer Prägung es insgesamt nicht unbedingt angenehmer für Andersgläubige bzw. Konvertiten wäre. Das liegt aber nicht an den einzelnen Personen, sondern an der Dynamik dieser Ideologie. Anderer seits wären manch andere Dinge vielleicht auch durchaus besser, wie Zusammenhalt und oder Gastfreundschaft. Nicht jeder aus einer Ethnie ist wie der andere, aber nicht jede Ethnie hat dieselben Angewohnheiten. Dabei die Deutsche heute sicher nicht die besten mehr. Wobei Religion eigentlich keine ethnie ist….

  2. Wenn zunehmend mehr Flüchtlinge immer weiter Schandtaten begehen, so ist ein Generalverdacht gerechtfertigt. Auch kann ein Generalverdacht ein wichtiger Faktor sein, wenn es darum geht Deutschland nicht der Entgleisung und Anarchie hinzugeben.

    • Ich kenne mehrere Flüchtlinge persönlich. Es wäre eine Schande, diese Menschen unter Generalverdacht zu stellen. Mit besten Grüßen, Daniel aus der Jesus.de-Redaktion

      • Lieber Daniel, dieses ewige Geplänkel von wegen „Ich kenne ja so viele liebe und nette Flüchtlinge“ kann kaum noch jemand ernst nehmen. Und das zu recht! Die Anzahl der von Migranten begangenen Straftaten wächst und hier liegt das Problem eindeutig bei Politikern, die ihre Arbeit sehr schlecht machen.

        • Und woher haben Sie Ihre Informationen?
          Es haben bsw. auch schon junge, blonde, blauäugige Frauen sexuelle Übergriffe von Migranten angezeigt und stehen jetzt selbst davor, sich wegen Vortäuschen einer Straftat strafrechtlich verantworten zu müssen.

    • Dian muss ich widersprechen. Man kann Menschen grundsätzlich nicht unter einen Generalverdacht stellen. Es begehen auch nicht immer mehr Flüchtlinge Schandtaten, sondern es gibt die schwarzen Schafe bei uns genauso wie überall sonst auch. Es gibt Gegenden, beispielsweise Innenstädte, wo Menschen schon zu Zeiten vor der Flüchtlingswelle zurecht Angst hatten, am Abend UBahn zu fahren oder alleine durch eine Straße zu gehen. Böse Menschen gibt es genauso überall wie auch die Guten und die vielen dazwischen. Schon die Menschen in der Steinzeit hatten einen Instinkt dafür, dass ein fremd aussehender Mensch, den man weder selbst noch seine Ansichten und Gebräuche kennt, eine potentielle Gefahr darstellt. Das ist auch eine durchaus nicht unsinnige Reaktion der eher unten Instanzen unseres Gehirnes. Aber die Vernunft sagt, dass der Andere trotz seiner anderen Kultur eine Chance verdient. Der Glaube meint, dass Gott den für mich fremden genauso liebt wie mich. Interessant ist die Beobachung, dass Menschen manchmal vereinzelt einen Flüchtling gut kennen, in seiner Person eine löbliche Ausnahme vermuten und deshalb trotzdem ihre allgemeinen rassistischen Vorurteile beigehalten. Wie sagt so schön der Dichtermund: Eine Taube macht noch keinen Frühling. Deutschland steht durch Zuwanderung auch nicht vor einer Entgleisung und Anarchie. Wenn das arme Jordanien (ich glaube) 2 Millionen Flüchtlinge beherbergt, dürfte es dann eigentlich gar nicht mehr existieren. Die Menschen sind ja meist mehr in ihrer eigenen Ethnie gewalttätig – wenn sie es sind – und nicht (nur) gegen Andersgläubige. Als bitte: Lasst die Kirche im Dorf !

    • Nein, ein Generalverdacht ist niemals berechtigt, egal aus welcher politischen Ecke er kommt. Also weder „Flüchtlinge neigen zu Gewalttätigkeiten“ noch „Schwule haben pädophile Neigungen“ noch „Evangelikale sind Fundamentalisten“ noch „Mädchen mit Zöpfen haben rechtslastige Eltern“.

      • Da muss ich schon sagen: Was Tertullian schreibt, ist eine kurze und prägnante Zusammenfassung in bildhafter Sprache, wie man treffend gegen Generalverdacht und Verallgemeinerung formulieren kann. Sogenannte Generalisierungen sind auch ein wunderbarer Feuchtboden für das Entstehen von Rassismus, Antisemitismus und Antiislamismus. Auch zur Zeit, als Polizisten noch am Kreuzungen den Verkehr regelten, hatten diese nicht alle Plattfüße. Aufgrund eines verlorenen Fußballspieles ist (glaube ich) Guatemala mit Panzern in Honduras in den 1970er Jahren einmarschiert. Es war nicht nur der Schiedsrichter angeblich schuld, sondern einfach ein ganzes Nachbarland. Ob nun der Schiedsrichter wirklich schuldig war, dass die einen gewannen und die anderen verloren haben, weil er eine Fehlentscheidung fällte, entzieht sich meiner Kenntnis. Das weiss sowieso niemand mehr. Aber diese absurde Krieg bleibt in Erinnerung als Zeugnis für kollektive Dummheit.

  3. Wir sollten Tiger nicht unter Generalverdacht stellen gefährlich zu sein. Frage an den geneigten Leser: Hat dir ein Tiger jemals was angetan? Du hast nur böse gerüchte von Nazis über Tiger gehört. Tiger sind Friedenstiere

    • Natürlich sind Tiger nicht generell gefährlich, aber wenn man sich ihnen nicht zu sehr nähert. Das aber zum Gleichnis zu machen für die Gefährlichkeit einer bestimmten Ethnie, überschreitet eine Grenze nicht nur den guten Geschmacks , sondern auch einem ethischen Umgang mit Wort und Schrift. Ich hoffe, es war ein nicht wirklich durchdachter Kommentar. Ich würde in diesem Falle mit angeschwärztem Humor sagen: „Löwe, schlecht gebrüllt“, lieber Markus.

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