Vier Schülerinnen und Schüler dürfen in den nächsten Wochen als Schülerbischöfe in die Welt der Würdenträger hineinschnuppern. Ab dem 6. Dezember bis Ende Januar kommen sie mit kirchlichen und politischen Entscheiderinnen und Entscheidern zusammen, um mit ihnen über ihr Thema „Streiten – aber christlich?!“ zu sprechen. Das teilte die Evangelische Schulstiftung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) mit. Die vier Kinder Bernhard von Bassewitz, Marie Gösmann, Ernst Hoffmann und Clarissa Krause stammen aus dem Evangelischen Gymnasium zum Grauen Kloster.

Unter anderem werden die Jungaktivistinnen und -aktivisten auf den Bischof Christian Stäblein und den Staatssekretär für Kultur und Europa, Gerry Woop, treffen. Auch eine Podiumsdiskussion zum Thema „Dürfen wir alles sagen? Meinungsfreiheit versus Menschenwürde und Reden mit rechts?“ ist geplant. Gleichzeitig finden in der Schule mehrere Workshops statt, beispielsweise mit der Graffiti-Aktivistin Irmela Mensha-Schramm, die gegen rechte Schmierereien angeht. Im Unterricht sollen sich die Schülerinnen und Schüler mit christlich-biblischen Anregungen auseinandersetzen und einen achtungsvollen Umgang mit brisanten Themen üben.

Die Tradition der Kinderbischöfe stammt aus dem Mittelalter. Damals wurden die Kinder für einen Tag zum Abt oder Bischof gewählt und durften einen Teil dessen Pflichten übernehmen. Dadurch konnten sie ihren Anliegen bei den Erwachsenen Gehör verschaffen. In Berlin gibt es die Tradition seit 2010 wieder.

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