Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider hat den Kirchentag in Hamburg als „Kraftquelle und Kreativstätte“ bezeichnet. Für die Zukunft kündigte er eine engere Zusammenarbeit zwischen EKD und Kirchentag an.
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Der Kirchentag, so Schneider, vermittele wichtige geistliche Impulse, politische Anstöße und tragende Erfahrungen von Gemeinschaft für viele Menschen. „Hier wird gebetet, gefeiert, gedacht und gestritten, ungewohnte Formen von Andacht und Gottesdienst ausprobiert.“ Der Kirchentag sei „das Basislager, das uns an Leib und Seele gestärkt wieder in den Alltag sendet.“ Das sei wunderbar, und er persönlich sehr dankbar dafür. Er selbst habe zum Beispiel eine Veranstaltung der Taizé-Brüder besucht. „Und das ist für einen rheinischen Reformierten wie mich ganz schön ungewohnt“, schmunzelte Schneider.

Der EKD-Ratsvorsitzende verwies auf einen Leitartikel des Chefredakteurs des Hamburger Abendblattes, der über den Kirchentag geschrieben hatte, dass die Teilnehmer „quasi das andere Gesellschaftsmodell vorlebten.“ Sie bewiesen dabei, dass es gar nicht so schwer sei, ein „Wir-Gefühl“ zu entwickeln. Und am Ende die Frage, was im eigenen Leben wichtig ist, wie viel man selbst aber eben auch, wie viel andere brauchen. Dies sei nicht nur das Kernthema des aktuellen Kirchentages, sondern auch ein Kernthema unserer Zeit.

Die Gemeinsamkeit zwischen der verfassten Kirche und dem Kirchentag sei in den Vergangenheit gewachsen“, betonte Schneider. „Deshalb freue ich mich, in vier Jahren das Reformationsjubiläum, das der Bundestag ein Ereignis von Weltrang genannt hat, gemeinsam vorzubereiten.“ Erste Details, wie diese Zusammenarbeit geplant ist, sollen bereits Ende dieses Monats präsentiert werden.