Mittelmeer Rettung Flüchtlinge
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Mit Betroffenheit äußert sich die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) über die Situation der Flüchtlinge auf dem Mittelmeer. „Wir sind erschüttert, dass Tausende von Flüchtlinge auf der Flucht sterben, insbesondere im Mittelmeer vor den Toren Europas ertrinken. Das darf nach Gottes Willen nicht sein“, schreibt die DEA in einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme.

Darin geht die DEA auf den besonderen Schutz ein, unter den Gott Notleidende stelle. „Darum danken wir allen, die sich nach wie vor und anhaltend für Flüchtlinge und Fremde engagieren und so auch Zeichen der Liebe Gottes zu jedem Menschen setzen, unabhängig von Herkunft und Religion.“

Unabhängig von Geldbeutel und Lokalität könne jeder Christ etwas für die derzeitige Flüchtlingssituation tun: „Angesichts der Komplexität und Größe der gegenwärtigen Herausforderung fordern wir die Christen auf, für die politisch Verantwortlichen zu beten, dass gute hilfreiche Lösungen gefunden werden.“

Auch in die Diskussion um die Kriminalisierung von Rettungsorganisationen mischt sich die Allianz mit deutlichen Worten ein. „Ohne Wenn und Aber müssen Menschen vor dem Ertrinken bewahrt werden“. Die Politik müsse handeln: „Wir appellieren an die Europäische Union und die Regierungen in den europäischen Ländern noch entschlossener gemeinsame Lösungen zu suchen, die sich an der Not der Menschen und dem Rechtsstaatsgebot orientieren.“ Denn: „Wir sind davon überzeugt, dass auch unser Wohlstand in Europa Gottes Gabe ist, die wir in Verantwortung einzusetzen haben und uns selbstverständlich zur Hilfe und zum Teilen verpflichtet.“

7 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Mmmm ….. „..das darf nach Gottes Willen nicht sein!“ Stimmt ! Aber es wird heir völlig ausgeblendet , warum diese Menschen ausgerechnst so übers Meer „fliehen“ und warum sie aufgefischt und entgegen geltndem Recht irgend wo angelandet werden. Auich das kann nicht gottes Wille seinn das sich Menschen in solch gefährliche Situationen begeben !
    >> Unabhängig von Geldbeutel und Lokalität könne jeder Christ etwas für die derzeitige Flüchtlingssituation tun: „Angesichts der Komplexität und Größe der gegenwärtigen Herausforderung fordern wir die Christen auf, für die politisch Verantwortlichen zu beten, dass gute hilfreiche Lösungen gefunden werden.“<< Auch diesem Satz kann man 100 % zusrimmen. Aber man hilft diesen Menschen nicht, in dem man sie ihrer Heimat entreißt und sie mit unhaltbaren Vesprechen in "gelobte Land Europa" lockt. Natütlich solle man vor Verfolgung und Tod bedrohten als Christ helfen. Das gebieten Nächstenliebe und Barmherzigkeit.
    Aber es steht nirgends geschrieben, das ich als Christ Wirtschaftsflüchtlinge die sich nicht integrieren wollen und sich gegen unsere Gesetze stellen, vergewaltigen und morden unterstützen muss !
    Im Übrigen besteht die wirksamste Hilfe immer noch darin, Kriege zu beenden und die Not der Mensachen auf vernünftige Weise zu bekämpfen statt sie noch zur Flucht ind Ungewisse zu ermutigen.
    Ich habe lange Jahre Menschen aus solchen Ländern wie Angola, Mosambique , Kuba ausgebildet und ihnen Wissen vermittelt, welches sie zu Hause zum Nutzen ihrer Völker einsetzen konnten. Leider wurde das nur zu oft von bewaffneten Banden (bezahlt und ausgerüstet vom Wem ????) wieder zerstört (Angola 1987) und heute fliehen die Menschen zu uns um Hilfe zu erhalten. Aber bekommen sie die wirklich ??????

    • Tja, trifft hier Theorie (Bibel) auf Praxis? „Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen.“ Wenn Sie schreiben, „Aber es wird heir völlig ausgeblendet , warum diese Menschen ….„fliehen“ ….“. Hatte Jesus auch „ausgeblendet“, unter welchen Umständen Fremde aufgenommen werden sollten? Sollen Menschen nur dann gerettet/aufgenommen werden, wenn sie bestimmte Bedingungen erfüllen? Z. B. nicht nicht übers Mittelmeer fliehen? Und wieso „fliehen“ in Anführungszeichen? „…und entgegen geltndem Recht irgend wo angelandet werden.“ Welches geltende recht meinen Sie?
      „…in dem man sie ihrer Heimat entreißt und sie mit unhaltbaren Vesprechen in „gelobte Land Europa“ lockt“ Ach, sie werden ihrer Heimat entrissen? Widerwillig oder angelockt geben sie sich in Todesgefahr? 629 Ertrunkene allein im Juni. Aber es steht nirgends geschrieben, das ich als Christ Wirtschaftsflüchtlinge die sich nicht integrieren wollen und sich gegen unsere Gesetze stellen, vergewaltigen und morden unterstützen muss !“ Nein, das steht nirgends geschrieben – die 629 sind also zu Recht ertrunken oder warum diese Aussage? Welchen Zusammenhang sehen Sie da?

  2. Ich finde es auch richtig das wir dem Sterben nicht zusehen dürfen. Gerne würde ich es unterstützen wenn man die Mesnchen aus den Booten rettet und an den nächstgelegenen Hafen (Lybien, Tunesien, Ägypten) bringt.
    Alles andere, zum Beispiel das bringen der Menschen nach Italien, bringt nichts, es wird nur als Einladung gesehen das noch mehr Menschen sich mit Booten ins Mittelmeer stürzen. Man hilft andernfalls nur den Schleppern.

  3. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen.
    Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters… Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

    Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich nicht aufgenommen.
    Geht weg von mir, ihr Verfluchten… Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.

    Jesus in Matthäus 25

    • Das ist richtig, ein Fremder, aber was tun bei Hunderttausenden die wahrscheinlich jedes Jahr den Weg nach Europa suchen. Sie haben ein schönes Haus und genug Platz für sich und Ihre Familie, da klopft ein Fremder an der Hilfe braucht, dem helfen Sie, im nächsten Monat kommen zehn Fremde und dann hundert, wann hört Ihre Hilfe auf?

      • FÜR SCHWIERIGE PROBLEME KEINE E I N F A C H E N L Ö S U N G E N !
        Liebe Sissi, man kann die Worte Jesu auch ab adsurdum führen, wenn man sie wörtlich nimmt. Der eine Fremde, der gemeint ist, steht für alle. Selbstverständlich kommen wir mit den 68 Millionen Menschen, die gegenwärtig weltweit auf der Flucht sind – oder schon wenn es nur eine Million ist – wenn alle zu uns kommen; an unsere Grenzen. Das Problem liegt formal bei den Staaten der EU, die sich auf eine Verteilung der Flüchtlinge weder als große noch eine kleine Lösung bisher nicht einigen können. Natürlich muss man für die wirklich armen Länder insbesondere Afrikas auch eine abgestimmte und gemeinsame Entwicklungshilfe spürbar erhöhen. Das muss schon generalstabsmäßig stattfinden. Vielleicht war es – von Dir/ihnen Siss – ja nicht so gemeint. Aber es klang nach dem Prinzip „einfache Lösung“ wie etwa Grenze zumachen. Einmal abgesehen, dass wir damit gegen unsere Verfassung, den Rechtsstaat und die Menschenrechte verstoßen würden, kann man schwierige Probleme nicht durch einfache Lösungen beseitigen., Jedenfalls sollten wir als Christen die Bergpredigt ernst nehmen. In der geht es so wie bei vielen anderen Worte Jesu darum, daß wir in jedem Flüchtlinge und jedem in Not geratenen Menschen Gott selbst begegnen. Wenn wir eine 10 Meter hohe Mauer um Europa bauen, wird das auf uns zurückfallen. Den Populisten würde das eine Zeit lang große Anerkennung bringen, aber nur eine Zeit lang. Nachfolge besteht heut zu Tage vielleicht auch nicht unerheblich darin, sich gegen Populismus und in seinem Gefolge gegen Vereinfachungen im Denken zu wehren. Eine weitere Gestalt von der dunklen Seite der Macht ist das Vorurteil (und psychologisch gesprochen die Generalisierung etwa „alle Moslems sind radikal, ungebildet und eine Gefahr“) Oder: Das sind nur Menschen, die nur ein besseres Leben wollen.. Auch die vielleicht nicht wirklich das Recht haben zu bleiben sind meist Menschen, die überhaupt nur überleben wollen und etwas Hoffnung haben möchten.

        Vermutlich geht der Konflikt, dem man sich stellen muss und für den man Zorn zurück bekommt, inzwischen durch die Gesellschaft, die Parteien und auch durch die Familien. Nur gut, dass so gut wie alle christlichen Kirchen und Gemeinschaften noch auf Gegenkurs sind. Ich halte die gegenwärtige Flüchtlingekrise für die größte bisherige Anfechung der Christenheit. Zumal die jetzige Krise seit den 1970er Jahren vorausgesagt wurde und die wir selbst durch das Nichtteilen der Früchte und Möglichkeit der Erde mitverursachen. W’ir exportieren Geflügel nach Afrika und fischen das Mittelmeer leer und wir verstehen nicht, dass der Hunger wächst.

        Ich will keine Werbung für eine Partei machen. Aber in dieser Sache bin ich mit Norbert Blüm und Angela Merkel einer Meinung.

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