Ulrich Parzany
Ulrich Parzany (Foto: ProChrist)

Ulrich Parzany, langjähriger Generalsekretär des CVJM und früherer Hauptredner der Evangelisationsreihe „ProChrist“, wird heute 80 Jahre alt.

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Der gebürtige Essener Parzany kam durch die Arbeit von Pfarrer Wilhelm Busch im Weigle-Haus zum Glauben und studierte von 1960 bis 1964 Theologie in Wuppertal, Göttingen, Tübingen und Bonn. Nach seinem Vikariat in Ost-Jerusalem und in Jordanien übernahm er von 1967 bis 1984 die Leitung des Weigle-Hauses. In diese Zeit fällt auch die Entstehung des Jugendfestivals „Christival“, an dem Parzany maßgeblich beteiligt war. Für ProChrist war er seit 1991 als dessen Leiter und Redner aktiv (bis 2013).

Bei der Expo 2000 in Hannover fungierte Parzany als Direktor des „Pavillons der Hoffnung“. Von 1984 bis 2005 leitete er den CVJM, außerdem war er Mitglied des Hauptvorstands der Evangelischen Allianz (1987 bis 2005). Bibel TV strahlt regelmäßig die Serie Bibellesen mit Ulrich Parzany aus (bislang 428 Folgen). Ulrich Parzany lebt mit seiner Frau Regine in Kassel.

Konservativer Theologe

Parzany vertritt einen landeskirchlichen Pietismus mit theologisch konservativen Positionen. Den Landeskirchen wirft er vor, das Vertrauen in die Autorität der Bibel zu untergraben. In der Frage nach gelebter Homosexualität und der Mitarbeit homosexuell lebender Menschen in Gemeinden widersprach er Ende 2015 dem früheren Allianz-Vorsitzenden Michael Diener, der eine liberalere Position vertrat.

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Im Januar 2016 gründete Parzany das evangelikale „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“, das sich nach eigenen Angaben für ein konservatives Bibelverständnis und das Festhalten an altkirchlichen Bekenntnissen einsetzt. Die ZEIT bezeichnete ihn im September 2017 als „Deutschlands schärfsten Kirchenkritiker„. Er selbst sagt von sich: „Ich bin ein Evangelist, ich habe ein Interesse, das Evangelium von Jesus Christus Menschen zu sagen, so dass sie sich öffnen und erfahren: Ich werde mit Gott versöhnt, ich erfahre die Wirklichkeit Gottes und die Gewissheit, ich bin angenommen in Zeit und Ewigkeit.“

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