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Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) ist besorgt darüber, dass ein Teheraner Revolutionsgericht Anklage gegen den iranischen Pastor Youcef Nadarkhani erhoben hat. Dem Pastor droht nun erneut eine Gefängnisstrafe.

Die erneute Anklage des zum Christentum konvertierten Pastors gebe wieder einmal Anlass zur Sorge über den Zustand der Menschenrechte und die freie Religionsausübung im Iran, erklärte Kramp-Karrenbauer am Mittwoch in Saarbrücken. Sie kündigte einen persönlichen Brief an den iranischen Botschafter an.

Die saarländische CDU-Vorsitzende hatte 2011 die politische Patenschaft über den damals zu Tode verurteilten Pastor übernommen. Youcef Nadarkhani war wegen „Abfalls vom Glauben“ 2010 zum Tode verurteilt worden. Nach internationalen Protesten war das Mitglied der Freikirche „Church of Iran“ wieder aus der Haft entlassen worden, stand jedoch weiterhin unter besonderer Beobachtung des iranischen Staates.

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Seit 2009 immer wieder in Haft

Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wurde der Pastor im Mai erneut vorübergehend festgenommen und im Juli vor einem Revolutionsgericht in Teheran erneut angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, die nationale Sicherheit zu gefährden und ein Zionist zu sein.

Religionsfreiheit müsse für alle Menschen auf der Welt gelten, betonte Kramp-Karrenbauer. „Dazu zählt auch, dass der Wechsel vom islamischen Glauben zum Christentum kein Verbrechen ist, sondern persönliche Angelegenheit jedes Einzelnen.“

(Quelle: epd)