Kölner Dom: 157 Meter hohe Beleuchtung gewinnt Design-Preis

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Beleuchteter Dom
"Dona Nobis Pacem" Lichtspektakel Koelner Dom, - Foto: Jogi/Eibner

Fünf Tage lang erstrahlte im September 2018 der Kölner Dom als „Leuchtturm des Friedens“. Aus 136 Einreichungen wählte die Jury des Deutschen Lichtdesign-Preises das leuchtende Mahnmal gegen Hass und Hetze als Gewinner in der Kategorie Lichtkunst.

Die unabhängige Jury, bestehend aus Hochschullehrern, Vertretern der Fachpresse und Branchen-Verbänden sowie einem Lichtplaner, wählte aus 38 Nominierten Sieger in zwölf Kategorien sowie einen Sonderpreis, der nach Österreich verliehen wurde. Der Fokus bei der Bewertung liegt laut Austräger ausschließlich auf der lichtplanerischen Qualität. Am Donnerstag (16. Mai) verlieh die Deutsche Lichtdesign-Preis Hüthig GmbH in der Kongresshalle in Wuppertal die Auszeichnung zum neunten Mal.

Die Idee für die Illumination des Kölner Doms hatte Domprobst Gerd Bachner. Gemeinsam mit zahlreichen Beteiligten setzte er den Einfall um. Und das erfolgreich: Der Deutsche Lichtdesign-Preis 2019 in der Kategorie Lichtkunst geht an die Bewegtbild-Illumination „Dona nobis pacem“ (lat. „Gib uns Deinen Frieden“) auf der größten Kathedrale Deutschlands.

Fokus auf das Ende des Ersten Weltkriegs

Die auf den Dom projizierte Beleuchtung thematisierte laut Presseinformation Zukunftsgefahren wie „das Freund-Feind-Denken, fehlender Respekt, Mangel an Mitgefühl und die Verweigerung des Dialoges“. Bezug nahmen die Künstler Detlef Hartung, Georg Trenz und Helmut M. Bien bei der Gestaltung auf das Ende des Ersten Weltkrieges sowie die „unzerstörbare Sehnsucht der Menschen nach Frieden“.

Bachner betont in der Eröffnungsrede des Verleihungsabends den besonderen Wert von gestaltetem Licht in „Zeiten der Dunkelheit“. Die Möglichkeit, anhand von Illuminationen Hoffnung zu geben und Aufklärung zu ermöglichen, sei ein großer Segen.

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