Yada Worships neues Album „Hirte und König“ ist perfekt für energiegeladene Konzertstimmung, lange Lobpreis-Sessions in der Kirche oder für Tanzabende christlicher Jugendkongresse.
Allerdings mangelt es mir an ruhigen Liedern, tiefsinnigen Texten und Abwechslung. Die Lieder heben sich nicht sonderlich von anderen Worship-Alben ab: Die Sänger sind zwar sehr talentiert und singen mit voller Power, die melodischen und langsam lauter werdenden Bridges heben die Stimmung, die Klaviermelodien tragen gefühlvolle und warme Emotionen – aber all das tun sie, ohne uns die volle Bandbreite ihrer Kreativität zu offenbaren.
Ausgenommen ist ein Satz, der mir im Gedächtnis geblieben ist: „Füll unser Herz mit deinem Öl.“ Das ist ein kreatives Bild, das mir neu ist. Für mich veranschaulicht es die Leidenschaft, mit der die Band für Jesus spielt. Auch das Lied „Dein Gesicht“ wirkte auf mich sehr persönlich und authentisch. Für mich ist es das beste Lied des Albums. Es bewegte mich zutiefst.
Die restlichen Lieder hörten sich jedoch an wie der Blueprint eines deutschen Worship-Songs: „Jesus, du machst alles neu / Du allein bist heilig / du bist willkommen in unsere Mitte“ – Texte, die mich spontan an vier andere Lieder erinnern. Natürlich braucht es keine Innovation, um Gott zu loben. Er möchte bloß, dass wir es ehrlich meinen. Aber wie schön wäre es, Gott mit Ehrlichkeit UND Innovation zu loben? Wie um meine Aussage zu unterstreichen, heißt ein Lied des Albums sogar einfach nur „Lobpreis.“ Und genau das bekommen wir. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.
reingehört_Lina_Ellert
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