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Indien: Religionswechsel wird kriminalisiert

Formell geht es in einem neuen Gesetz im indischen Bundesstaat Uttarakhand um Religionsfreiheit. Christliche Gruppierungen warnen jedoch: genau diese werde eingeschränkt.

Das Kabinett des Bundesstaates Uttarakhand hat am 13. August eine Novelle des „Gesetzes zur Religionsfreiheit“ genehmigt, berichtet das christliche Hilfswerk Open Doors. Indischen Medienberichten zufolge ähnele es dem Anti-Bekehrungs-Gesetz im Bundesstaat Uttar Pradesh, das im Juli 2024 geändert und verabschiedet wurde. Lokale Kontaktpersonen von Open Doors warnen vor den Konsequenzen für Christen und Gemeinden, heißt es in einer Pressemitteilung.

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Religionswechsel wird kriminalisiert

Anti-Bekehrungs-Gesetze erschweren oder verbieten Bürgern den Übertritt von einer Religion zu einer anderen. Laut Open Doors haben aktuell zwölf indische Bundesstaaten solche Gesetze erlassen. Begründet werden diese in der Regel damit, dass die Bevölkerung vor erzwungenen oder mit Täuschung herbeigeführten Konversionen geschützt werden müsse. Immer wieder werde vor religiösen Gruppen gewarnt, die für den Wechsel einer Glaubensüberzeugung werben.

Die Novelle des „Freedom of Religion (Amendment) Bill 2025) sieht laut Pressemitteilung strengere Strafen und weiter gefasste Definitionen für Zwangsbekehrungen vor. Beispielsweise werde die Förderung oder Anstiftung zur Bekehrung über soziale Medien, Messaging-Apps oder andere digitale Mittel unter Strafe gestellt. Verhaftungen können ohne Haftbefehl vorgenommen werden, die Haftstrafen liegen laut Open Doors bei 3 Jahren bis zu lebenslänglicher Haft.

„Verletzung der Religionsfreiheit“

Ein lokaler, anonymer Partner von Open Doors, erklärt, Uttarakhand sei früher weniger religiös polarisiert gewesen. Seit die hindu-extremistische Partei BJP regiere, seien religiöse Minderheiten jedoch bedroht. Die Verschärfung des Gesetzes bedrohe Artikel 25 der indischen Verfassung – dieser gewährt allen Bürgern das Grundrecht auf Religionsfreiheit. „Die Extremisten missbrauchen solche Gesetze und greifen Christen und Kirchen an.“

Christliche Organisationen und Führungspersönlichkeiten haben sich laut Open Doors „entschieden gegen die Gesetzesänderungen ausgesprochen und sie als diskriminierend und als Verletzung der Religionsfreiheit bezeichnet. Sie befürchten, dass die Gesetze dazu benutzt werden, Einzelpersonen zu schikanieren und gesellschaftliche Spannungen zu schüren.“

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2 Kommentare

  1. Schon lange fällt mir auf, daß wir als CHRISTEN mehr als Unglaubwürdig sind. Warum ? Entweder wir sind gesetztlich oder zu liberal … Den meisten ist nicht klar, daß wir nix dazu getan haben ein CHRIST sein zu dürfen. Es ist reine GNADE und hat nix mit irgendwelchen vorteilhaften Persönlich-keitsmerkmalen unsererseits zu tun. Denken doch tatsächlich viele, wenn Sie regelmäßig in den GOTTesdienst, wenn möglich auch in die Bibelstun-de gehen, daß würde reichen. Nein, entscheident ist unser Alltag. Wie wir über Andere denken und wie wir konkret leben, wie und was wir tun … Unser geliebter HERR schaut dabei nur auch unser Herz, unsre Motivation, warum wir etwas tun oder lassen. Vorallem auf die elende Polarisation unter den Gemeinden und Kirchen. Unsre Einteilungen in evangelisch, pfingstlerisch, katholisch etc.etc. spaltet uns untereinander und macht uns total unglaubwürdig vor der Welt. Jeder echte CHRIST gehört zum LEIB des HERRN alle anderen Kriterien sind falsch. Wir reden von Liebe und leben die Spaltung. In jeden Dorf kann es sein, daß es 3 div. Gemeinden gibt, die nicht erkannt haben, was der HERR unter SEINEM LEIB versteht … Das ist die eigentlich und tiefste Schande unter uns … Wir sollen pro Ort als eine christliche Gemeinde, Leib, Familie erkennbar werden und sein …

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