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Christival 2022: Lust auf Jesus und die Bibel machen

Glaubensstärkend soll das Christival im Mai 2022 in Erfurt sein. Projektleiter Chris Pahl verrät, was anders als früher laufen wird und worauf er sich persönlich am meisten freut.

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Chris, wird es 2022 ein Christival geben?

Chris Pahl: Wir sagen, es findet auf jeden Fall statt. Und zwar im Mai 2022 vor Ort, in Erfurt. Nicht hybrid oder digital. Das Christival lebt vom Unterwegssein, von den Begegnungen, den Konzerten. Wir möchten es unbedingt 2022 durchführen, weil wir glauben, dass es für die jungen Menschen extrem wichtig ist. Sie sollen rauskommen, zusammen feiern und ein motivierendes und glaubensvertiefendes Festival erleben. Welche Corona-Auflagen es gibt und ob wir eventuell kleiner denken müssen, wissen wir momentan nicht. Aber die Gespräche mit Experten und Gesundheitsämtern machen Hoffnung.

Es bleibt ein finanzielles Risiko, wenn es nicht stattfinden könnte, aber wir glauben, dass es so wichtig wäre für die jungen Menschen, dass wir dieses Risiko gerade eingehen. Sollte das Event pandemiebedingt doch ausfallen, bekämen die Leute natürlich ihr Geld zurück. Deswegen auf jeden Fall jetzt schon anmelden und Plätze sichern. Einfach auf www.christival.de!

Es wäre „extrem wichtig“, sagts du. Woran merkst du das?

Das Festival wird von 70 Organisationen vorbereitet, die alle in der Jugendarbeit tätig sind. Von dort kommt das Feedback, dass manche Jugendgruppen sehr gut durchgekommen sind mit ihren Online-Angeboten, aber viele Gruppen auch sehr gelitten und Teilnehmende verloren haben. Wir beobachten das mit Spannung, weil 80 Prozent unserer Teilnehmenden als Gruppe kommen, und wenn die Gruppen kleiner werden kommen natürlich auch weniger.

Habt ihr euch angesichts der Pandemie-Umstände speziell beraten lassen?

Wir hatten zum Thema Hygiene-Konzepte mehrere Beratungsrunden mit Experten aus dem Event-Bereich. Außerdem sind wir im Austausch mit Gesundheitsamt und Landesregierung, um ein für alle möglichst sicheres Christival umzusetzen. Wir stehen auch im Austausch mit Verantwortlichen vom Katholiken-Tag, der zeitgleich mit uns stattfindet, das ist sehr hilfreich.

Wird es denn wie bei früheren Veranstaltungen Zelte und Sammelunterkünfte zum Schlafen geben?

Genau, grundsätzlich gibt es auch in Erfurt diese beiden Optionen, Zelt und Großquartier. Wir setzen allerdings schon ein bisschen mehr auf Zelt, weil sich damit eventuell gerade manche Leute wohler fühlen.

Lust auf die Bibel machen.

Worauf dürfen die Teilnehmenden sich freuen?

Das Grundsystem bleibt gleich, das heißt: abends konzertlastig, morgens Bibelarbeiten. Etwas anders ist, dass es nicht ein Oberthema geben wird – so wie „Jesus versöhnt“ in Karlsruhe. Dieses Mal nehmen wir uns ein komplettes biblisches Buch vor, nämlich den Philipperbrief. Der wird inhaltlich unser roter Faden sein. Alle Inputs der Veranstaltung drehen sich um verschiedene Texte aus dem Philipperbrief. Gemeinsam wollen wir ein komplexes Buch mit verschiedenen kreativen Methoden durchdringen und den Jugendlichen dadurch Lust auf die Bibel machen.

Die zweite Neuerung sind die Nachmittage. Da bieten wir insgesamt zehn Themenwelten an, die wir „spaces“ nennen. Da geht es zum Beispiel um Lobpreis oder soziale Gerechtigkeit, Weltmission, Sport oder Jugendleitung. In diese Themenzentren können die Jugendlichen sich dann je nach Interesse vertiefen.

Außerdem wollen wir mit verschiedenen Aktionen in der Stadt das Christival für Erfurt sichtbar machen. Der Domplatz spielt hier eine Rolle, aber wir gehen auch gezielt in sozial schwierige Stadtteile. Gerade im ostdeutschen Kontext, wo viele mit Kirche und Glauben nichts anfangen können, wollen wir gerne positive Begegnungspunkte schaffen.

Chris Pahl (Foto: Christival)

Habt ihr durch die Veränderungen in der Jugendarbeit während Corona eure Formate angepasst? Gibt es mehr digitale Angebote?

Wir setzen da in manchen Punkten eher einen Gegentrend und holen manche Sachen wieder ins Analoge zurück. Vieles, was wir digital geplant haben, war auch vor Corona schon so geplant. Es wird zum Beispiel kein Programmheft mehr geben, sondern eine Programm-App. Wir erleben aber, dass die Jugendlichen analoge, „greifbare“ Dinge besonders im Kontrast zu ihrer digitalen Lebenswelt besonders feiern. Wir haben durch die letzten anderthalb Jahre gemerkt, dass es wichtig ist, denn Bereich Seelsorge auszubauen und zu stärken, weil wir sehen, dass die seelischen Probleme bei jungen Menschen zugenommen haben.

Was bereitet euch aktuell noch Kopfzerbrechen?

Die Finanzen. Wir brauchen drei Millionen Euro, um das Ding auf die Beine zu stellen. Davon kommt ungefähr die Hälfte von den Beiträgen der Teilnehmenden und Mitarbeitenden. Die andere Hälfte müssen wir selbst einsammeln. Das ist eine große Herausforderung, auch gerade, falls es weniger Teilnehmende werden. Dann hätten wir eine Lücke.

Die Vision des Christivals ist, dass wir ein glaubensstärkendes Festival sind.

Die zweite Herausforderung ist, dass wir mit den beteiligten 70 Organisationen, die unterschiedliche Prägungen mitbringen, gut beisammen bleiben. Wir haben Jesus und die Bibel in der Mitte und sind gleichzeitig viele unterschiedliche Menschen, die nicht alle in einem Büro beisammensitzen können. Da ist es gut, wenn einfach viele Menschen mitbeten, dass die Einheit, für die wir als Christival ja auch stehen wollen, auch ganz praktisch in den Teams gelebt werden kann.

Was erhofft ihr als Team euch vom Christival? Was ist eure Vision?

Die Vision des Christivals ist, dass wir ein glaubensstärkendes Festival sind. Unser großes Ziel ist, dass junge Menschen im Glauben gestärkt werden, motiviert nach Hause fahren und ganz natürlich allen Menschen erzählen wollen, wie cool das ist, was sie da erlebt haben. Das ist die Ur-Vision vom Christival, schon seit dem Beginn im Jahr 1976. Für Erfurt wünschen wir uns vor allem, dass es eine „nach-Corona-Aufbruchsstimmung“ gibt – für ein lebendiges und authentisches Christsein. Dass Denominationen nicht mehr so wichtig sind, Christinnen und Christen einfach zusammenarbeiten und ein Kick-off für den Glauben erleben.

Worauf freust du dich persönlich am meisten?

Ich freue mich auf den Sonntagmittag, wenn ich sagen kann, wir haben es geschafft. (lacht) Inhaltlich freu ich mich besonders auf die Spaces, die neuen Themenwelten, weil es mal etwas anderes ist. Da habe ich richtig Bock, nachmittags unterwegs zu sein und bei den Sachen vorbeizuschauen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Die Fragen stellte Liesa Dieckhoff.


Das erste Christival mit 12.500 Dauerteilnehmern fand 1976 in Essen statt. Zum Pfingstgottesdienst mit Billy Graham im Gruga-Stadion kamen 40.000 Menschen. Weitere Veranstaltungsorte waren Nürnberg (1988), Dresden (1996) – mit einem Rekord von 30.000 Dauerteilnehmern -, Kassel (2002), Bremen (2008) und Karlsruhe (2016).

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