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Dortmund: Stadtrat bewilligt Millionenzuschuss für Evangelischen Kirchentag 2019

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Der Weg für den Evangelischen Kirchentag 2019 in Dortmund ist frei. Der Stadtrat beschloss am Donnerstag mit großer Mehrheit einen kommunalen Zuschuss in Höhe von 2,7 Millionen Euro sowie Sachleistungen in Höhe 720.000 Euro.

In der Ratssitzung stimmten SPD, CDU, Grüne und FDP für die Unterstützung der kirchlichen Großveranstaltung, die Vertreter von Linkspartei, Piraten, der AfD, NPD und Die Rechte dagegen. Carsten Klink, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion von Linkspartei und Piraten, hatte im Vorfeld betont, man sei nicht prinzipiell gegen einen Kirchentag, habe aber verfassungsrechtliche sowie finanzielle Bedenken gegen einen kommunalen Zuschuss. Zum einen sei die wirtschaftliche Lage der Stadt Dortmund katastrophal. Zum anderen stünde die Mitfinanzierung nach Einschätzung seiner Fraktion im Widerspruch zu Artikel 3 § 3 des Gundgesetzes, weil die Kirche gegenüber Konfessionslosen hier bevorzugt würde. Dabei würden 0,3 Prozent der jährlichen Kirchensteuereinnahmen reichen, um den Kirchentag komplett zu finanzieren.

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Erfreut reagierte die Generalsekretärin des Kirchentages, Ellen Ueberschär, auf die Entscheidung des Dortmunder Stadtrats: „Kirchentage stärken entscheidend das bürgerschaftliche Engagement einer Stadt und Region. Darüber hinaus wird Dortmund ein begeisterndes Fest mit vielfältigen Diskussionen, Konzerten und viel Kultur erleben.“

„Kluge und weitsichtige Entscheidung“

Gastgeber des Kirchentags 2019 wären neben der Stadt Dortmund auch das Land Nordrhein-Westfalen sowie die Evangelische Kirche von Westfalen. Deren Präses Annette Kurschus sprach von einer „klugen und weitsichtigen Entscheidung“ des Rats. Kirchentage kosteten zwar Geld, seien aber auch ein Gewinn – nicht nur für das Image einer Stadt und für die regionale Wirtschaft. „Evangelische Kirchentage eröffnen Freiräume des Glaubens und Denkens, des Zweifelns, Streitens und Hoffens – über Themen und Fragen, die alle betreffen.“

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Im Oktober wird das Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages über die Annahme der Einladung nach Dortmund formal entscheiden.

Als Präsident des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentages in Dortmund ist der derzeitige Bundesaußenminister und Vorstandsmitglied des Präsidiums des Kirchentages, Frank-Walter Steinmeier, vorgesehen.

Die Gesamtkosten für den Kirchentag in Dortmund belaufen sich nach Angaben des Präsidiums auf rund 19,6 Millionen Euro. Davon übernimmt der Kirchentag selbst 6,1 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich mit 5,2 Millionen, die gastgebende westfälische Landeskirche mit 4,9 Millionen und der Bund mit 700.000 Euro. Dazu kommt der Zuschuss der Stadt Dortmund.

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