- Werbung -

EKD-Ratsvorsitzende hält Gendern von „Gott“ nicht für nötig

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, sieht keinen Grund, das Wort „Gott“ zu gendern. Gott könne nicht auf ein Geschlecht festgelegt werden.

- Werbung -

Aus ihrer Sicht sei die Anrede „Gott“ offen genug, sagte Kurschus im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Diese Offenheit werde schon in der Bibel deutlich, indem für Gott unterschiedliche Schreibweisen und Namen verwendet würden. Martin Luther habe dann das hebräische Tetragrammn JHWH mit den vier Großbuchstaben HERR übersetzt. Damit habe Luther aber keinen Mann gemeint, „sondern das ist eine genderübergreifende Machtansage“.

Was das Gendern insgesamt angehe, bemühe sie sich darum, alle anzusprechen, sagte Kurschus. „Wichtig ist mir, dass ich durch meine Anrede niemanden ausschließe.“ Dazu erklärte sie: „Ich variiere und experimentiere. In der Regel kombiniere ich weiterhin die weibliche und die männliche Aussprache. Inzwischen benutze ich auch manchmal das Sternchen, mache also eine kurze Pause beim Sprechen.“

Quelleepd

Konnten wir dich inspirieren?

Jesus.de ist gemeinnützig und spendenfinanziert – christlicher, positiver Journalismus für Menschen, die aus dem Glauben leben wollen. Magst du uns helfen, das Angebot finanziell mitzutragen?

LUST AUF MEHR NEWS?

JESUS.DE - BLICKPUNKT

Die spannendsten NEWS, Themen + Medientipps
täglich von Mo. bis Fr.

Wie wir Deine persönlichen Daten schützen, erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.
Abmeldung im NL selbst oder per Mail an info@jesus.de

3 KOMMENTARE

  1. Wenn Gott kein Geschlecht hätte, warum trägt Jesus uns dann auf, ihn ihm Gebet mit „Unser Vater …“ anzureden und sagt später zu seinen Jüngern: „Ich gehe zu meinem Vater und zu Eurem Vater:“?
    Ich verstehe nicht, warum Frau Kurschus unserem himmlischen Vater verweigern will, als Vater (= männlich) nicht nur angesprochen, sondern auch gesehen zu werden. Natürlich ist es völlig überflüssig, Gott zu gendern, denn wir wissen ja, dass er männlich ist. In Genesis 1:27 heißt es klar und eindeutig: „ Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.“ Unser Vater im Himmel ist also ein Mann, und da es auch Vorbild für das Abbild der Frau gab, muss es an seiner Seite eine Frau (= Mutter im Himmel) geben. Warum muss da noch über gendern gesprochen werden? Das ist völlig überflüssig.

  2. Ich glaube an Gott, aber nicht als Person, sondern als Dimension aus der unser Glaube kommt und durch den er seine Antworten findet. Über Jesus erreicht Gott wirklich jede Person, egal ob m/w/d, denn durch sein Leben erhalten wir das Bild der Gnade vom Vater, das der Mutter zuteilwurde. Damit will ich sagen, wir sind nur dann Kinder Gottes, wenn wir seinen Sohn annehmen und ihn an das Reich binden, dessen Gnade die Kirche von Beginn an nährt und ihr Glück darin täglich neu finden lässt.

    Ich erlebe das gerade, und ich kann das nur jedem wünschen, denn im Glauben liegt ein Reichtum, der mit nichts und niemandem vergleichbar ist. Dieser Reichtum ist, erzeugt aus Liebe, eine nicht enden wollende Quelle, die mit Gott begann und in Jesus einen Neuanfang fand. Wer diese Dimension des Glaubens beschneidet, der nimmt sich damit einen Teil der bedingungslosen Liebe von Gott, denn sie ist unermesslich in ihrer Güte und Beharrlichkeit im Umgang mit ihresgleichen. Im Menschen kommt ihr Reichtum zum Ausdruck und erhält durch das Herz seine Dimension, die sich im Glauben an Gott erfüllt. Dafür stand mir der Wert dieser Welt zur Verfügung und ich konnte an ihm ermessen, was Gott darin für mich bisher hinterlassen hat. Es war die Erde, denn ich kann mich glücklich schätzen, indem mir ihr ewiger Bestand durch Gott begegnet ist und dafür meinen Glauben forderte. Ich hoffe in seinem Reich willkommen zu sein und es mit meiner Geburt bereichern zu können.

    Es gibt so vieles in Gottes Reich, das durch seine Dimension noch im Verborgenen liegt, und kein Mensch kann einen Glauben absprechen, der in seiner Grundfeste von Jesus zur Kirche geboren ist. Vielleicht ist Kirche ein Wort, dessen Dimension von dieser Welt unterschätzt wurde, doch ich glaube fest daran, auch das wird durch Gott seine Aufklärung finden.

  3. Ich verfolge seit 45 Jahren die Diskussionen und Maßnahmen zum Thema „Bildung“ in unserer Republik. Obwohl alle Parteien in immer wiederkehrenden Wellen – zumeist kurz vor Wahlen – die Wichtigkeit von Bildung beschwören, ist deren Qualität stetig nach unten gegangen. Trotz inflationärer Zunahme an Hochschulzugangsberechtigten (von Reifeprüfung spricht schon keiner mehr) mit steigendem Anteil an „Einser-Abiturienten“ fehlt es an Allgemeinbildung und – Konsequenz dieser Bildungspolitik – an Handwerkern, da Eltern wie Kindern jahrzehntelang eingeredet wurde, dass nur jemand mit Abitur Chancen auf dem Arbeitsmarkt hätte.
    In diesem Zusammenhang sehe ich auch das Gendern, denn es wurde und wird den Schülern nicht mehr die Mächtigkeit und Schönheit unserer deutschen – memento – Muttersprache vermittelt, bei dem zum Beispiel das generische Maskulinum eben auch alle anspricht und niemand ausgegrenzt wird. Die daraus nun folgenden Sprachverkrampfungen tun schon wirklich weh. – Was mir im Übrigen auch weh tut, ist das unreflektierte Duzen, was meines Erachtens auch ein Zeichen mangelnden Respektes ist.
    Das Gendern von Gott ist nun die nächste Stufe der Abwärtsspirale, in der sich unser Land befindet. Aber wie bei den Impfverweigerern auch, lässt sich mit gesundem Menschenverstand derzeit nicht viel erreichen. Ich vertraue zunehmend auf Gebete zur Mutter Gottes, unserem Vater im Himmel und dem Heiligen Geist.

Die Kommentarspalte wurde geschlossen.

Zuletzt veröffentlicht