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„Jeder Mensch ist Lieblingskind Gottes“

Am Sonntag beginnt die Interkulturelle Woche 2025. Mit dem Motto „Dafür!“ betonen die Kirchen: Jeder Mensch ist wertvoll.

Die Interkulturelle Woche (IKW) feiert ihr 50-jähriges Bestehen mit tausenden Veranstaltungen in ganz Deutschland, heißt es in einer Pressemitteilung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Mit dem Motto „Dafür!“ will der ökumenische Vorbereitungsausschuss ein positives Signal setzen: „Denn seit 50 Jahren setzt sich die IKW für Vielfalt und eine starke Demokratie, eine offene Gesellschaft, Menschenrechte, Solidarität und Zusammenhalt ein.“

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„Ja zu jedem Menschen“

„Auf größer werdende Vorbehalte und Ängste, auf zunehmende Ausgrenzung, offenen Rassismus und die Zurückweisung von Menschen mit Migrationsgeschichte antwortet die Interkulturelle Woche mit einem klaren Statement: Wir sind DAFÜR – für jeden einzelnen Menschen!“, schreiben Bischof Dr. Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, Bischöfin Kirsten Fehrs, Ratsvorsitzende der EKD und Metropolit Augoustinos von der Griechisch-Orthodoxen Metropolie in ihrem gemeinsamen Wort zur Interkulturellen Woche.

Gottes uneingeschränktes Ja zu jedem einzelnen Menschen sei die Grundlage des christlichen Menschenbildes: „Weil jeder Mensch ein Lieblingsgedanke, eine Schöpfung und ein Lieblingskind Gottes ist, sagen wir Ja zu jedem Menschen.“ Deshalb wollen die Kirchen sich mit der Interkulturellen Woche für einen respektvollen, wertschätzenden Stil des Miteinanders in unserer Gesellschaft einsetzen: „Wir werden dort, wo Menschen verächtlich gemacht und ausgegrenzt, angegriffen und verfolgt werden, ihre Würde und ihre Rechte verteidigen.“

Tag des Flüchtlings

Die Kirchenvorsitzenden rufen auf, für die Demokratie zu kämpfen und zwischenmenschliche Brücken zu bauen. Dazu gehöre es auch, dass „Länder und Kommunen ihren Verpflichtungen bei der Aufnahme geflüchteter Menschen nachkommen und zugleich die Sicherheit und Ordnung im Land gewährleisten“. Es könne niemals eine Option sein, Menschen in existenziellen Notlagen abzuweisen.

Der „Tag des Flüchtlings“ am 26. September ist „integraler Bestandteil“ der Interkulturellen Woche, heißt es in der Pressemitteilung. Die Interkulturelle Woche wurde 1975 von der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland ins Leben gerufen.

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Link: Homepage der Interkulturellen Woche

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4 Kommentare

  1. Meine Zustimmung für Herrn Hehner und ein paar Anregungen für Herrn Stammtischbruder:
    Umkehren kann man erst, wenn man spürt, dass es nötig ist und wenn man weiß, wohin man umkehren kann und dies dazu als erstrebenswert erkennt. Das heißt, es geht nach wie vor zuerst um die einladende Botschaft Gottes, die überhaupt zur Einsicht in die eigenen Abgründe führt (führen sollte) und zur Hoffnung weckt, die man sich allein nicht sagen konnte. Ohne Gottes Liebe kann man die Tiefe der eigenen Schuld nicht einmal ehrlich und ausreichend wahrnehmen. Aber Biblizisten bleiben oft beim moralischen Fehlverhalten, eben bei falschem V e r h a l t e n und listen das gerne auf. Dabei liegt die Schuld noch viel tiefer, sogar in eigenen Willen, im eigenen Ich. Und die Befreiung durch Jesu Sterben und Auferstehen ist auch viel umfassender als nur eine Verhaltensänderung oder eine Änderung der moralischen Einstellung. Aber viele Menschen grenzen heutzutage das Wort „Umkehr“ auf moralische oder überhaupt messbare menschliche Leistungen ein. Letztlich sind manche christlichen Worte wie dieses im allgemeinen weltlichen Sprachgebrauch fast ins Gegenteil verkehrt worden oder werden überhaupt nicht mehr so verstanden, wie christliche Insider es meinen. Deshalb würde ich es auch durchaus mal vermeiden, um eben diese Missverständnisse zu vermeiden. Aber statt dessen die inhaltliche Dimension erläutern, was ja auch durch die „EKD-Oberen“ geschieht.
    Da stellt sich die Frage, wieviel man der verändernde Kraft des Evangeliums zutraut, auch wenn das Wort „Umkehr“ mit genau diesen 6 Buchstaben nicht wortgetreu vorkommt.

  2. Ich denke mir, dass Gott wirklich jeden Menschen unglaublich liebt. Wie wäre Jesus ansonsten für die Menschen gestorben? Allerdings gibt es vielleicht Menschen, die das Himmelreich nicht sehen werden, so gruselig das auch ist, da sie sich nicht Gott zu- und von ihren Sünden abwenden wollten.

  3. Gott liebt jeden Menschen, gerade weil wir alle Sünder sind

    Lieber Stammtischbruder: Das Moralisieren ist in diesem Zusammenhang ein wenig störend. Nicht weil nicht jeder eine Meinung haben darf, sogar eine ganz andere als ich. Es geht ja einfach um ein ganz anderes Thema, gar nicht darum, ob in unser aller Leben nicht Abgründe lauern, weil wir alle solange wir hier leben so immer Sünder bleiben und daß es den perfekten Christen nur gibt, wenn er sich nicht als perfekt empfindet und den Balken zuerst aus dem eigenen Augen zieht, bevor er es beim Anderen versucht. Warum ist das ein anderes Thema?? Es ist ein anderes Thema, weil ein Medikament nicht bei meinem Nachbarn wirkt, obwohl ich es doch einnehme. Das Evangelium ist die Vergebung meiner Schuld, daß ich danach die Wirkung genießen kann. Nämlich ich und wir alle dann gerne und nachhaltig Nachfolger desjenigen sind, der Jesus zum Sohn erklärte.
    Gewissermaßen aus DANKBARKEIT PUR.

    Nicht weil wir alle Sünder sind, oder nur ganz schlimme Menschen Sünder sind – nein – es geht darum, daß Gott immer mit seinem Anspruch auf himmlische Liebe, jeden Menschen abgrundtief liebt. Deshalb ist Jesus nicht nur für die Fromme, die heiligen Stammtischbrüder, Verdienstvolle des Glaubens gestorben – er ging für alle Menschen ans Kreuz und nahm die Schuld der ganzen Welt auf seine Schultern. Aber weil dies so ist, ist auch allen vergeben. Das Minus ist vor unserem Leben einfach ausradiert und mit einem Plus versehen. Und weil Gott alle Menschen erschaffen hat und liebt, gilt das auch für alle Menschen jenseits von dem was sie glauben oder nicht glauben, bzw. ob es ihnen egal ist. Und wenn Jesus für alle starb, sind auch alle gerechtfertigt aus freier Gnade, wie bei einer Begnadigung. Es sind alle Menschen Kandidaten für das Ewige Leben. (Bis zurück zu jenen Zeiten, als wir von den Bäumen stiegen). Gott liebt jeden. Und wenn es uns noch so ärgert, was wir schon in Jugendzeiten überaus engagiert diskutierten, nämlich ob Jesus auch für Adolf Hitler starb und wen man sonst noch als Großbösewicht erwähnen könnte. Wie Gott nun alle errettet, ist erstens seine Sache, seine Verantwortung und weil Jesus und Gott nicht irren und nicht versagen können, wird es auch geschehen. Vielleicht sind es dann jene, die am Ende aller Zeiten und am Ende des alten Universums, ebenfalls Gott begegnen und keiner wird sich – wie einst Sauus vor Damaskus, der Liebe Gottes innerlich dann freiwillig verweigern wollen. Es werden sich alle Knie beugen. Und außerdem sei noch darauf hingewiesen, daß Gott wirklich alle Menschen erschuf, aber auch alle Kreaturen und das unendliche Universum. Und daher hat er alle Macht im Himmel und auch auf Erden, aber er wird nicht wie Menschen Macht mit Gewalt durchsetzen, sondern Gottes Macht ist die Dynamik nur der Liebe. Nahtoderfahrende haben berichtet, daß wenn sie als böse Menschen beinahe gestorben sind, alle ihre Untaten durch eigene Augen und die Augen der Betroffenen gefühlt lebenslang nacherlebt haben, sich anfühlend wie ein ganzes Leben. Ihr Gewissen verklagte sie, nicht Gott. Das Gewissen ist unsere sehr eigene Stimme der Seele, die genauso unser Tun und Lassen registriert und uns als Geschenk beigegeben, korrigieren kann. Aber von neuem geborene Menschen sind jene, die begriffen haben, daß die Liebe Gottes immer unendlich ist, also uns immer mahnt, unsere Mitmenschen doch zu lieben, auch wenn sie uns als Unsympathen begegnen. Immerhin wird die Hölle im Feuer verbrannt. Aber Jesus und Gott sind hier niemals gewalttätig. Bevor Jesus die Tische im Tempel umwarf, bat er sicher die Verkäufer aufzustehen, weil die Stühle auch zu den Tischen gehören. Und Gott wird die Hölle nicht im Feuer verbrennen, wenn wir noch in ihr leben. Denn die Hölle ist keine Erfindung des Himmels, weil Gott dann eher der Gott des Hasses wäre. Die Hölle ist was wir auf Erden jeden Tag tun, obwohl viele von uns dies nicht verhindern können.

    Nun liebt Gott alle Menschen, aber dies bedeutet keinesfalls daß er unsere Untaten und alle Lieblosigkeit sowie Unmenschlichkeit für gut hält. Das Gegenteil stimmt. Wir haben es ja am Kreuz gesehen, wie brutal Menschen auch mit dem Menschensohn Jesus umgingen. Das Kreuz stellt daher das riesige Scheunentor dar, was selbst die Blinden noch sehen könnten und es stellt uns vor Augen, wie wir sind. Daher ist jede Lieblosigkeit, oder wenn Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken, ein neuer Schlag ins Gesicht Jesu. Die Bibel ist für markige Bilder bekannt und Gott für die guten Ideen.

  4. Das hört sich doch alles wunderbar an, Gott liebt uns, Gott liebt jeden Menschen, wir sind alle Gottes Lieblingskinder und tatsächlich es heißt ja: er hat uns geliebt als wir noch Sünder/Feinde waren“ so jedenfalls der Apostel Paulus.
    Er spricht hier Gläubige an, die offensichtlich ein „Vorleben“ gehabt haben, aber die Leute haben einen Wandel vollzogen, an einer anderen Stelle wird er konkreter.
    „Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Lustknaben noch Knabenschänder, noch Diebe noch Habgierige noch Trunkenbolde noch Lästerer noch Räuber werden das Reich Gottes ererben. Und solche sind einige von euch gewesen. Aber ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus“. Er listet hier ziemlich heftiges Fehlverhalten auf, aber sein Fokus liegt auf der verändernden Kraft des Evangeliums. Da ist er ganz im Einklang mit Jesus der den Begriff der Wiedergeburt einführt. „wenn ihr nicht von neuem geboren werdet…..“
    Und hier ist mein Kritikpunkt an den schmeichelnden Worten der EKD-Oberen, zum Evangelium gehört eben nicht nur die bedingungslose Liebe Gottes, sondern auch die Aufforderung zur Umkehr und wenn man das unterschlägt verliert die ganze Botschaft ihre Dynamik und das ist ungebührlich gegenüber den Leuten die ein Recht auf die „ganze Wahrheit“ haben !

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