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GO Conference 21: Parzany ermutigt Christen zu inhaltlicher Kompromisslosigkeit

190 Gäste und 60 ISTL-Studenten und Netz-Werk Mitarbeiter versammelten sich am Samstag, 11. September, im Volkshaus Basel für die diesjährige GO Konferenz. Der bekannte Evangelist Ulrich Parzany trat als Hauptredner zum Thema Evangelisation auf.

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Ulrich Parzany sprach in seinen drei Vorträgen über den Maßstab für eine biblische Evangelisation. Er riet seinen Zuhöreren, sie sollten in den Methoden der Evangelisation maximal flexibel bleiben, aber im Inhalt kompromisslos sein.

Paulus als großes Vorbild

Ein großes Vorbild in der Evangelisation sei Paulus. Wenn es um Formen und Methoden ging, lege Paulus eine maximale Flexibilität an den Tag. So erwähne er den Korinthern gegenüber, dass er „allen alles geworden sei, um auf diese Weise wenigstens einige zu retten.“ Wenn es jedoch um den Inhalt der Botschaft ginge, sei Paulus kompromisslos und treu gewesen. So schrieb er den Galatern, dass jeder verflucht sei, der den Inhalt des Evangeliums verändere.

Streit um das Falsche

Leider, so Ulrich Parzany, sei dies heute oft umgekehrt. Viele Christen streiten sich darüber, wer die richtige Evangelisationsform oder Frömmigkeit an den Tag lege. Doch beim Inhalt des Evangeliums würden viele eine maximale Flexibilität an den Tag legen.

Besonders in den sozialen Medien gibt es im Bereich der Evangelisation noch viel Luft nach oben.

Die GO Konferenz ist ein Evangelisationskongress und wird vom ISTL und dem Netz-Werk Mobilisation-Evangelisation organisiert.


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3 KOMMENTARE

  1. Was meint Ulrich Parzany ?

    Was meint Ulrich Parzany bei inhaltlicher Kompromisslosigkeit bezüglich des Evangeliums ? Selbstverständlich ist die Gottessohnschaft Jesu, sein Tun, seine Reden, der Tod am Kreuz und die Auferstehung von den Toten nicht diskutabel. Aber was dies im Einzelnen für mich bedeutet, wie ich die Bergpredigt verstehe und wie ich ethische Entscheidungen treffe, kann so nicht in der Bibel stehen. Sie ist eben kein Rezeptbuch für alle Fälle und die Probleme träten spätestens dann ein, wenn die Überlieferungen der Glaubenserfahrungen aus Jahrtausenden nichts oder sogar widersprüchliches hierfür hergeben würden. Auch als Evangelischer habe ich übernommen was richtigerweise auch die Katholische Kirche als Überzeugung äußert: Die oberste irdische Instanz ist das menschliche Gewissen (wenn es von Gott her geprägt ist). Selbstverständlich muss man Gott mehr gehorchen als den Menschen. Dazu muss ich mit Gott reden und ggfls. um Weisheit bitten. Ebenso muss man dem Kaiser geben was des Kaisers ist: Der Staat hat das Recht Gesetze zu schaffen und durchzusetzen, die nicht gegen die 10 Gebote verstoßen. Die 10 Gebote, die auch nach jüdischer Auffassung zur Zeit Mose bei den umliegenden Völkern schon nachweislich bekannt waren, werden heute bei jedem Krieg außer Kraft gesetzt und das Jesuswort zur Nächsten- und Feindesliebe praktisch ignoriert. Nun habe ich vielleicht das Recht der Notwehr, aber auch aus Feinden erst Gegner und dann – in einem langen Prozess – Freunde werden zu lassen. Dies geht nur mit Dialog global politisch, mit sozialer Arbeit, Entwicklungshilfe und auch mit christlicher Mission. Daraus muss ich ableiten, oder könnte ich ableiten, bestimmte Parteien nicht zu wählen, oder gegensätzliche Meinungen dazu zu haben. Selbstverständlich sind meine ethischen Entscheidungen kleiner und großer Fragen und Ereignisse immer individuelle Angelegenheiten Nur wer alles in der Bibel wörtlich nimmt, oder hiermit nach Belieben umgeht, sie also für sich nicht auslegt, würde unendlichen Unfrieden schaffen. Fundamentalismus ist kein Weg wirklicher Gläubigkeit.

    • Wie schaffen Leute die die Bibel wörtlich nehmen unendlichen Unfrieden ? Und warum sollte „Fundamentalismus “ ( eigentlich nur eine phantasielose Worthülse) kein Weg sein ? Offensichtlich ist er ein Weg, oder wo laufen die Bibeltreuen? Und auch für sie ist das Leben mit Gott eine individuelle Angelegenheit, das sind ja keine gleichgeschalteten Apparatschiks, fremdgesteuert von wem auch immer !
      Das mit dem Rezeptbuch mag ja richtig sein, aber für viele Gläubige ist die Schrift offensichtlich mehr als ein philosophisches Grundgerüst, sie suchen und finden darin Handlungsanleitungen für ihr Alltagsleben. Und seien sie versichert, vieles findet unter Gebet und inneren Kämpfen statt.
      In Zeiten von religiöser Beliebigkeit und permanentem Katjuscha-Beschuss auf göttliche Werte, bin ich jedenfalls dankbar für „Steinzeitchristen“ wie Parzany die die „Tore Jerusalems“ bewachen ! LG

  2. Es geht mir dabei sehr um’s Evangelium

    Nein lieber Stammtischbruder, ich schreibe über Ulrich Parzany ja weder eine vernichtende Kritik, vielleicht gar keine, und ich bin religiös bzw. christlich nicht beliebig. Ich habe dagegen nur global beschrieben, wo das Evangelium bzw. das Wort Gottes mit den Füßen getreten wird, nämlich auch über die ganzen letzten 2000 Jahre. In jedem Krieg gelten die 10 Gebote nicht. Man braucht sie vorher noch nicht mal außer Kraft zu setzen und noch lange sind wir ebenso nicht einmal auf dem Weg dahin, dass der Krieg geächtet wird und die Soldaten dann zu Weltpolizisten werden. Nun mag das alles nicht so recht zum Thema Kompromisslosigkeit beim Evangelium gehören, aber warum gibt es – wenn doch das Evangelium bzw. Gottes Wort als etwas kompromissloses genannt wird – dieses nicht (wenigstens etwas) kompromissloser in den eben beschriebenen globalen Feldern. Ich erinnere mich an Christen aus Amerika, denen das Bier und der Brandwein strikt verboten waren, dafür hatte sie aber die Aufgabe, Bomben und Napalm aus den Flugzeugen in Vietnam auf die Hütten und Menschen im Urwald zu werfen. Aber was bedeutet dann Evangelium – oder frohe Botschaft – ebenso in den kleinen Bereichen der Zwischenmenschlichkeit ? Dass was oben im Kurzbericht steht – und daran muss ja nicht Parzany schuld sein – ist wie eine große Wort- oder Text-Hülse. Außerdem habe ich leider schlechte Erfahrungen gemacht mit „evangelikal“, obwohl ich mich (eigentlich) selbst so einordne – auch wenn mir diese manchmal als Gesetzlichkeit entgegenkommt. Mein Abirren vom Thema gebe ich unumwunden zu.

    Ein Beispiel ist, dass leider Herr Parzany sich auch in die Minderheit derer einordnet, für die Homosexualität Sünde ist. Dies ist schon deshalb nicht so, weil man so geboren wird. Das alles hat mit Evangelium nichts zu tun und es geht auch nicht mit einer Berufung auf Jesus. Wenn ich kein Normalo wäre, dann wäre ich alleine wegen dieser Haltung den Homos gegenüber gekränkt, ich käme nicht auf die Idee in eine Kirche zu gehen oder einer Predigt zuzuhören. Und wenn ich es doch täte würde ich mich bestraft fühlen für etwas, für das ich nichts kann. Und dies in einer Zeit, in der selbst der katholische Papst diesen Menschen zubilligt, dass sie wie jeder andere unter der Gnade stehen und sie in einer Zweierbeziehung auch sozial und rechtlich abgesichert sein müssen. Oder in der Kath. Kirche über die Segnung dieser Menschen nachgedacht wird, um wenigstens die fehlende Wertschätzung wieder ein wenig gut zu machen. Niemand schießt – auch nicht ich – mit einem Katjuscha-Beschuss auf göttliche Werte. Göttliche Werte sind Glaube, Hoffnung und Liebe und die Liebe als Größte unter ihnen. Wo allerdings diese Mischung und Reihenfolge verändert wird, ist es kein Evangelium mehr. Das gilt vor allem, wenn moralische Vorstellungen aus dem Altertum, die ganz andere Situationen beschreiben (etwa Orgien und/oder die Praxis mit Lustknaben) auf heute zumeist verantwortlich gelebte Partnerschaft zwischen vielen hier lebenden gleichgeschlechtlichen (Lebens-)Partnern projeziert wird. Wenn ich nicht völlig irre, wusste man im Altertum von solchen Beziehungen noch überhaupt nichts, oder sie wurden schlicht verschwiegen. Inzestbeziehungen werden dagegen im Alten Testament wie selbstverständlich benannt. Das fand man schon im Nomadenleben dann doch normaler. So wie dies heute noch in China mit den Homos ist, denn was es nicht geben darf ist entweder Sünde oder in diesem riesigen Land nichtexistent. Es ist schade, dass mir diese Gedanken ausgerechnet bei Herrn Parzany kommen, den ich früher, obwohl ich ihn nicht persönlich kenne, sehr schätzte. Ich habe leider den Reflex und betrachte das auch als eine Pflicht, mich hier vor eine Gruppe von Menschen zu stellen, denen man in einer anderen Art von Rassismus begegnet – wenn auch hoffentlich unbewusst – aber leider auch mit gutem Gewissen. Ich frage mich, wer denn hier die Steinzeitchristen sind ? Und was wir Christen manchmal für Gottesbilder pflegen. Es ist schon interessant, was da bei der Begrifflichkeit „inhaltliche Kompromisslosigkeit des Evangeliums“ bei mir ausgelöst wird. Kann das Evangelium kompromisslos sein ? Wäre das nicht so ich würde schreiben, meine Liebe zu einem Menschen sei kompromisslos. Sie soll doch langmütig und freundlich sein, nicht das ihre suchen und alles vergeben. Die Gedanken aus 1. Korinther 13 passen gut zu Gott, zu uns und sie sind nicht kompatibel mit kompromisslos.

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