Der Claudius Verlag erhält einen Preis für das Buch „OrtswechselPlus“. Das Kapitel über das Judentum ist laut Jury eines der besten, die bisher in Schulbüchern gesehen wurden.
Erstmals wurde der Henny-Brenner-Preis am Dienstag verliehen: Der Claudius Verlag aus München wurde in der Kategorie „Sekundarstufe“ für ein Evangelisches Religionsbuch ausgezeichnet. Dies berichtet das Sonntagsblatt. OrtswechselPlus 9 mache jüdisches Leben in allen Facetten sichtbar und zeige, dass diese Vielfalt selbstverständlicher Teil der deutschen Gegenwart sei, sagte Josef Schuster. Er ist Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.
Das Buch fördere „eine kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen kulturellen Hintergrund“, heißt es im Sonntagsblatt. Beispielsweise thematisiere es auch christlichen Antijudaismus. Der Claudius Verlag habe sich dankbar und zugleich überrascht gezeigt: Für den Verlag sei es selbstverständlich, „die Vielfalt des jüdischen Lebens sichtbar zu machen, sensibel mit möglichen antisemitischen Klischees umzugehen und Diskriminierung zu widersprechen“.
Sonderpreis für Wochenschau Verlag
Der Wochenschau Verlag erhielt einen Sonderpreis für das Themenheft „Nie wieder ist jetzt – Antisemitismus“ (Sekundarstufe II), heißt es auf der Homepage der Kultusministerkonferenz. Das Heft habe durch seine Aktualität überzeugt: „Es thematisiert den Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 und dessen Auswirkungen auf Jüdinnen und Juden in Deutschland sachlich und empathisch.“
Zudem leiste es einen „wichtigen Beitrag“ zur Medienkompetenz: Es dekonstruiert Verschwörungserzählungen und analysiert politische Rhetorik sowie Memes im digitalen Raum.
Laut der Webseite des Antisemitismusbeauftragten will der Henny-Brenner-Preis „bei Kindern und Jugendlichen einaufgeklärtes und differenziertes Bild jüdischen Lebens fördern – historisch wie aktuell“. Ausgezeichnet werden „herausragende Schulbücher, die jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart fachlich fundiert, differenziert und didaktisch hochwertig darstellen – und sich zugleich aktiv gegen Antisemitismus richten“. Der Preis erinnert an die Shoah-Überlebende Henny Brenner.
(Malin Georg)

Sehr gut
Der Claudius Verlag erhält einen Preis für das Buch „OrtswechselPlus“. Das Kapitel über das Judentum ist laut Jury eines der besten, die bisher in Schulbüchern gesehen wurden. Dies ist mal ein sehr guter und auch praktischer Anstoß, wie man kulturell, religiös und gesellschaftlich unsere Geschwister im jüdischen Glauben als Christen unterstützen kann.
Was haben hiermit Christen zu tun?
Habe ich irgendwas überlesen oder fehlen mir hier Hintergründe?
“ Der Claudius Verlag wurde 1954 im Evangelischen Presseverband für Bayern (EPV) gegründet, ursprünglich als eine rein evangelische Plattform für theologische Veröffentlichungen.
Die christliche Prägung spiegelt sich bis heute in unseren Titeln wider. “
Das steht im Impressum des Claudius Verlags, kann also als christlich angesehen werden.
Das beantwortet deine Frage hoffentlich zur Zufriedenheit ?
Ja, danke. Dann ist der Zusammenhang klar.