Geschenke zu Weihnachten sind keine Erfindung des Einzelhandels. Eine kleine Zeitreise von der Antike über Martin Luther bis in die Moderne.
Die Tradition der Weihnachtsgeschenke hat verschiedene religiöse und kulturelle Wurzeln. Ihre heutige Form ist das Ergebnis der Verflechtung von antiken Festbräuchen, christlichen Praktiken und gesellschaftlichen Umwälzungen in der beginnenden Moderne.
Menschen beschenken sich schon viel länger, als sie Weihnachten feiern, erklärt der evangelische Theologe Wolfgang Reinbold. »Das Schenken ist offenbar tief in der menschlichen DNA verankert. Alle Kulturen und Religionen kennen es, schon seit ältester Zeit.« Wer Beute oder Wissen hatte, gab davon etwas ab. Wer heiratete, wurde beschenkt. Wer Gäste hatte, verteilte Gastgeschenke. Damals wie heute stärken Geschenke menschliche Beziehungen.
Im Antiken Griechenland bekamen die Kinder schon im 5. Jahrhundert vor Christus Geschenke. Bekannt ist auch das römische Saturnalien-Fest, das ausgelassen gefeiert wurde. Typische Geschenke waren Tonfiguren und Kerzen. Dazu schmückten die Römer ihre Häuser.
Es beginnt mit dem Nikolaus
Wenn Menschen an Heiligabend Geschenke auspacken, denken nur wenige an einen Bischof im 3. Jahrhundert aus dem Gebiet der heutigen Türkei. Doch bei ihm beginnt die christliche Tradition der Weihnachtsgeschenke, sagt Reinbold. Ursprünglich lagen die Päckchen nicht unter dem Weihnachtsbaum, sondern kamen am Nikolaustag, benannt nach dem Bischof Nikolaus aus der Stadt Myra im antiken Lykien. «Der Legende nach hat dieser heilige Nikolaus Kinder beschenkt«, so Reinbold. Im Mittelalter setzte sich diese Tradition allmählich in der Christenheit durch.
Parallel dazu wurde auch die biblische Erzählung von den drei Weisen aus dem Morgenland mit der Geschenktradition verknüpft. Ihre Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe entwickelten sich zum religiösen Vorbild für das Schenken selbst. In Spanien und Lateinamerika ist der Dreikönigstag (Epiphanias), also der 6. Januar, noch heute der wichtigste Geschenketag für die Kinder.
Christkind und Weihnachtsmann
Mit der Reformation im 16. Jahrhundert veränderte sich die christliche Geschenketradition. »Evangelische Christen lehnten die Verehrung von Heiligen ab. Aber man konnte und wollte den Leuten natürlich das Schenken nicht verbieten«, erklärt Reinbold. Also wanderte der Termin der Geschenke allmählich auf das Weihnachtsfest. An die Stelle des Bischofs trat das „Christkind“: eine zarte Figur, die an das Kind in der Krippe erinnert. Der Reformator Martin Luther erwähnte neben dem Nikolaus auch das Christkind als Gabenbringer. Ob er es womöglich sogar erfunden hat, ist allerdings umstritten. Fest steht, dass evangelische Geistliche zunehmend gegen den „bösen Nikolausbrauch“ predigten.
Der neue Termin setzte sich allerdings nicht überall durch. In den Niederlanden bekommen viele Kinder noch heute ihre Geschenke am Abend vor dem Nikolaustag, dem „Sinterklaasavond“ oder auch „Pakjesavond“.
Weihnachtsindustrie
Das Weihnachtsfest als Familienfest in seiner heutigen Form entstand erst im 19. Jahrhundert. Mit der Industrialisierung entstand das neue Ideal der bürgerlichen Kleinfamilie. Diese wurde zum Rahmen für Weihnachtsfeierlichkeiten. Das Fest wurde kulturell „umgedeutet“ – weg vom rein kirchlichen Fest, hin zu einem sentimentalen Familienfest, das Werte wie Liebe, Bildung, Nächstenliebe und Tradition vereinte. Parallel dazu entstand die Spielzeugindustrie. Mit der Massenproduktion sank der Preis, und Spielzeug wurde für breitere Bevölkerungsschichten zugänglich. Ab dem Jahr 1900 kann man von einer „Weihnachtsindustrie“ sprechen.
Zu dieser Zeit hatte sich auch der Weihnachtsmann bereits etabliert. Er ist eine Synthese verschiedener Figuren: Er stammt vom Heiligen Nikolaus ab, wurde aber zu einer säkularen, festlichen Figur umgebildet – rot gekleidet, pausbäckig und fröhlich. Kuriosum am Rande: Eine Umfrage aus dem Jahr 1932 ergab, dass das ursprünglich evangelische Christkind mittlerweile vorwiegend in katholische Wohnzimmer einkehrte, während der vom ursprünglich katholischen Nikolaus abgeleitete Weihnachtsmann diese Aufgabe in den evangelischen Haushalten übernahm.
Schenken in anderen Kulturen
Auch in anderen Religionen spielen Geschenkbräuche eine zentrale Rolle: Jüdinnen und Juden schicken zu Purim üppige Essenspakete und zum Lichterfest schimmernde Schokoladentaler. Muslime verteilen zum Fest des Fastenbrechens nach dem Ramadan und zum Opferfest Geldscheine und Süßigkeiten an Kinder. Hindus schenken zu Diwali leuchtende Lampen, Süßigkeiten oder kleine Goldmünzen. »In vielen Religionen zeigt sich eine ähnliche Idee: Wer empfängt, soll Gott oder den Göttern danken und seinerseits schenken“, sagt Reinbold.
Quellen: epd, Luther2017, GEO, MDR, Sonntagsblatt, Wikipedia

Am Ende hat Jesus alle Sünde der Welt getragen
„Lasst ins Weihnachten feiern als Zeichen der Liebe, dem Andersdenkenden die Hand reichen und unser Herz öffnen. Gesegnete Weihnachten“!. Da kann ich mich Günni Kulla voll anschließen. Jesus hat in den drei Jahren seiner Missionsreisen hierüber nicht philosophiert, sondern diese Liebe Gottes voll gelebt. Im Angesicht Jesu zeigt uns der Schöpfer aller Dinge seine Liebe. Hier Antwort auf Peter Lorenz: Sicherlich gibt es nur den einen Gott, für Jesus war dies selbstverständlich, weil er ja wie in zweiter Person in ihm lebt. Aber er hielt auch im Gleichnis vom Barmherzigen Samariter, den seinem Glauben nach ungläubigen Samariter, doch für jemand, der auch ein Geschöpf Gottes ist wie alle Menschen: Weil er an der Not des unter die Räuber Gefallenen nicht wie die Berufsgläubigen aus Termingründen vorbei eilte. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Menschen mit einer anderen Religion, wenn sie Liebe praktizieren und zu (ihrem) Gott beten, es dann so funktionierte, als die Deutsche Post noch nicht strigent nach Vorschriften arbeitete: Die Botschaft leitete der Briefträger, der alle Leute kannte, einfach dann an die richtige Adresse weiter. Dass wir alle von Gott erschaffen wurden, also schon immer von Gott gewollt sind, gilt auch weiterhin. Gott liebt jeden Menschen. Daher geschieht das unlogischste aller Wunder, dass Jesus sodann alle erlöst und sich alle freiwillig mit Gott versöhnen. Es kann nicht anders sein, denn sonst würde Gott und damit auch Jesus mit der Erlösung grandios scheitern, Gott hätte sich geirrt, wir Menschen alles torpediert und der Himmel würde sofort Insolvenz anmelden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies so sein könnte. Alle unsere Glaubensbekenntnisse sprechen am Ende das große Amen, dass Gott der Sieger bleibt. Ein Sieger mit seiner Liebe gegen alle unsere Destruktion. Jesus hat am Kreuz von Golgatha alle Sünde der Welt voll getragen und er hat sie dann auch weggetragen und getilgt. An göttliche Donnerwetter glaube ich, aber nicht an die Totalvernichtung. Auch die allerschlechtesten Eltern kämen nicht auf die Idee, ihre Kinder zu ermorden. Gott als liebende Vater und liebste Mutter hat uns vergeben und daher beugen sich so am Ende aller Tage alle Knie vor Jesus Christus und zwar völlig freiwillig. Wie einst Saulus der Christenmörder, der vor Damaskus Jesus begegnete und nicht anders konnte und wollte als vor Gottes Liebe zu kapitulieren. Daraus wurde bekanntlich Paulus, der Apostel für diese Welt. Ein kluger reflektierter selbstkritischer Mensch, wie man sich auch andere wünscht. Er hatte die griechischen Götter nicht mit Häme überschüttet, sondern predigte eine viel bessere Alternative, nämlich der für griechische Gelehrsamkeit einfach gestrickte fremde Gott. Es wurde eine wirklich globale gute Bekehrung.
Weihnachten ein Fest der Liebe, des Miteinander, des Nächsten oder Übernächsten? Da fängt es doch schon an, wer ist der Nöchste? Wir leben nicht mehr in Hofgemeinschaften, sind unterschiedlichen Kebebs- und Kulturformen zugeordnet. Wir, tatsächlich viele durchdogmatisierte Gemeinden , bleiben unter sich, kapseln sich ab und halten sich für eine Gemeinde ‚de luxe‘. Viele Jahrhunderte später hat der hl. Augustinus gesagt: ‚Du kannst nur das in anderen entzünden, was in dir selber brennt.‘ das wünsch ich mir von Pfarrern, Pastoren oder Gemeindevorstehern. Wir feuern Weihnachten, Fest der Liebe, der Hoffnung. Es reicht nicht diesen Spruch in Jahreslosungen zu propagieren. Um ihn dann marktwirtschaftlichen gut zu verkaufen, ich arbeite selber in einer christlichen Buchhandlung, ich muss in leben. christlicher glaube, der Jesus Christus als Vorbild sieht, hat das Herz im Vordergrund, nicht den Verstand. Andere Wege, Glaubenssätze zulassen und sich nicht nur an Bibeltexten festklammern.. Vielleicht hätten wir dann auch zu Weihnachten mehr Gottesdienstbesucher?! 325n.chr. war das Konzil von Nizza. theologische Absätze wurden verbannt/verboten, obwohl sie von Amtsträger kamen, die einen Bischofssitz Innehalten. Einige Inhalte wurden von den Ostgiten übernommen. Wur sollten das Wirt ‚Heiden‘ nicht zu vidsxhnell in den Mund behnen. Übrigens in diesem Jahr feierten wir 1700 Jahre Konzil von Nizza. oder ein anderes Ereignis, Weltkirchenratssitzung in diesem Jahr in Kairo. Über 300 christliche Kirchen waren anwesend. Der kleinste gemeinsame Nenner war ‚Wahrung der Schöpfung‘. Sicherlich sehr löblich, aber es zeigt uns, dass es viele Wege gibt! Lasst ins Weihnachten feiern als Zeichen der Liebe, dem Andersdenkenden die Hand reichen und unser Herz öffnen. Gesegnete Weihnachten.
Hallo!
Für Reibold gibt es also mehrere Götter! Betet er die auch an? Für mich gibt es nur EINEN Gott!
Gruß,
Peter
„Für Reibold gibt es also mehrere Götter! Betet er die auch an? Selbstverständlich gibt es nur den einzigen Gott. Dies würde ich nie relativieren.
Antwort an Peter Lorenz: Obiges hat Reibold nie behauptet. Es gab Mitte der 1950er Jahre in Indien eine Weltsynode, die mit großer Mehrheit und auch festem Glauben beschlossen hatte, dass – um es mit meinen Worten auszudrücken – hier die Gebete anderer Religionen ebenso und auch selbstverständlich bei Gott landen und er sie ernstnimmt. In einem Land wo mehrere Religionen nebeneinander bestehen, geht es stets um gute Nachbarschaft und die Wertschätzung was für den Nachbarn wichtig ist. Oder sogar die eigene Familie. die gemischt religiös sein könnte. Ich habe immer bereits geglaubt, dass die Menschwerdung Gottes in Jesus sodann alle Religionen überhöht und dass sich hier auch im Angesicht des freundlichen Gesichtes von Jesus Gott und seine Liebe sehr deutlich zeigen. Daher helfen doch Christinnen, Christen und Kirchen jedem. Jesus hat die Lahmen und Blinden, aber auch die Schafe die auch unter die Dornen gefallen sind, nicht unter der Voraussetzung geheilt, dass sie richtigen orthodoxen Glauben vertreten. Aber was da Reibold zu den Muslimen und Juden schreibt, dies meint auch die gleichen Vorfahren von Moses und Abraham wie bei uns. Mit ihnen aber haben wir das Alte Testament und unsere jüdischen Mitmenschen haben eine eigenständige Verheißung, da solche Verheißungen niemals zurückgenommen werden. Aber ebenso der Koran beschreibt den liebenden und barmherzigen Gott. Seit fast schon 2 Millionen Jahren gibt es unsere menschlichen Vorfahren, die auch einen Glauben hatten und der darin bestand, dass man das Göttliche in jeder Pflanze und in allen Tieren gesehen hatte. Die alte Naturoffenbarung wird dann ergänzt durch das Zeugnis Gottes gegenüber den Israeliten und zuletzt durch die Menschwerdung Gottes in Jesus für die Menschen aller Zeiten. Am Ende aller Zeiten werden die Schwerter zu Pflugscharen, die Kriege geächtet und alle Menschen werden dem Schöpfer aller Dinge gehorsam sein. Gott liebt jeden Menschen und alle Menschen werden sich am jüngsten Tag freiwillig mit Gott versöhnen. Sonst wäre das Erlösungswerk Jesu furios gescheitert. Ich könnte nicht glauben, dass Gott versagte.