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Luther mit Hirschhausen: „Heilertum aller Gläubigen“

In kaum einem Wartezimmer drängeln sich wohl so viele Menschen, um endlich den Arzt zu sehen. Doch wenn Dr. med. Eckart von Hirschhausen zur „Kirchentags-Sprechstunde“ lädt, dann wird es voll. So voll, dass sein Programm „Humor, Glaube und Heilung“ in eine weitere Halle übertragen wird. Der Kabarettist wünscht sich wieder mehr „Magie“ in der Medizin. Und er „operiert“ einen katholischen Zuschauer live auf der Bühne.
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Wunder, Glaube und Humor gehören für den Arzt und Kabarretisten eng zusammen. „Wann hast du das letzte Mal gesungen? Wann hast du das letzte Mal getanzt? Wann hast du aufgehört, dich von Geschichten verzaubern zu lassen?“ Fragen, die für Hirschhausen in jedes therapeutische Gespräch gehören. „Die Wissenschaft hat die Magie aus der Medizin vertrieben, aber nicht aus dem Menschen“, lautet sein Tenor. Er erinnert sich, wie seine Mutter das „Aua“ einfach wegpusten konnte, als er vier Jahre alt war. „Warum lernt man so etwas nicht im Medizin-Studium?“, fragt er in die Runde. Und wenn man die Situation schon nicht ändern kann, sollte man wenigtens den Blick darauf verändern. Sein Freund Alfred beispielsweise habe sich mal mit einer roten Clowns-Nase im Krankenbett in den OP schieben lassen. Er wurde nach Jahren noch vom behandelten Arzt wiedererkannt.

Natürlich durfte bei einer Kirchentags-Veranstaltung der christliche Bezug nicht fehlen. So sprach Hirschhausen im lutherischen Sinne vom „Heiligtum aller Gläubigen“. Jeder hätte am Ende seiner Arme „heilende Hände“. Im Gespräch mit dem EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm erinnerte Hirschhausen an die Wunder Jesu. „Meine Lieblingsgeschichte ist die, in der die Freunde eines Kranken ihn auf seiner Liege einfach zu Jesus runterlassen. Dafür nehmen sie sogar das Dach ab.“ Kritisch bewertet Hirschhausen allerdings die angeblichen Wunder-Heilungen in Teilen der Pfingstkirche und im evangelikalen Bereich.

Bedford-Strohm ganz privat: Was er mit seinem Vater erlebte

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Ob er auch schon einmal Wunder erlebt habe, fragt Hirschhausen Bedford-Strohm. Wunder seien zunächst mal eine Interpretation einer Erfahrung, sagt der Ratsvorsitzende, doch dann wird er ganz persönlich. „Mein Vater lag stark geschwächt im Krankenhaus. Eines Abends riefen mich die Ärzte an, ich müsse sofort kommen. Er würde im Sterben liegen. Ich bin natürlich sofort zu ihm hin und habe die Nacht an seinem Bett verbracht. Am nächsten Morgen wachte mein Vater auf und fragte nach der Zeitung. Wir hatten noch zwei tolle Jahre zusammen. Das war wie ein Wunder für mich.“

Katholik auf Hirschhausens OP-Tisch

Emotionale Momente, ernste Themen und humorvolle Momente wechseln sich auf der Bühne ab. Vor allem für Zuschauer Robert dürfte unvergessen bleiben, wie Hirschhausen ihn auf die Bühne bittet, um ihm angeblich live den Blinddarm zu entfernen. Mutig legt sich Robert auf Hirschhausens „OP-Tisch“. Nach nicht gerade ermutigenden Bemerkungen Hirschhausens wie „Mein OP-Besteck war schonmal steril“ fragt der „Patient“ nach der letzten Ölung. Robert ist katholisch. Die Menge lacht und klatscht dem tapferen Katholiken Beifall. Glücklicherweise ist das Sakrament dann doch nicht von Nöten. Er überlebt. Gut gelaunt, wie der Rest der Besucher.

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