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Pakistan: Todesurteil gegen christliches Ehepaar aufgehoben

Sieben Jahre nach einem Todesurteil hat ein Gericht in Pakistan ein christliches Ehepaar vom Vorwurf der Gotteslästerung freigesprochen. Der Fall erinnert an das Schicksal von Asia Bibi.

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Im Juli 2013 waren Shafqat Emmanuel und seine Frau Shagufta Masih festgenommen worden, weil sie blasphemische Textnachrichten an einen Ladenbesitzer und einen Rechtsanwalt in der Stadt Gojra geschickt haben sollen. Am Donnerstag berichtete die Zeitung „Dawn“ von ihrer Freilassung. Emmanuel arbeitete als Wächter an einer Schule in Gojra, etwa 170 Kilometer von Lahore in Ostpakistan entfernt. Der Anzeige wegen Gotteslästerung soll ein Streit zwischen dem Paar und denjenigen, die ihnen Blasphemie vorwarfen, vorausgegangen sein (Jesus.de berichtete).

Das Paar wurde in April 2014 wegen Blasphemie zum Tode verurteilt. Die beiden wiesen die Vorwürfe zurück und legten beim Oberlandesgericht in Lahore Einspruch ein. Die Richter in Lahore hoben das Urteil nun auf und ordneten die Freilassung der beiden an.

In der Kritik: Pakistans Blasphemie-Gesetze

Pakistans strenge Blasphemie-Gesetze hatten mit dem Fall der Christin Asia Bibi weltweit Aufmerksamkeit bekommen. Das Oberste Gericht des Landes sprach die zunächst ebenfalls zum Tode verurteilte Bibi im Oktober 2018 aus Mangel an Beweisen vom Vorwurf der Gotteslästerung frei. Der Landarbeiterin war vorgeworfen worden, 2009 in einem Streit um ein Glas Wasser mit muslimischen Frauen den Propheten Mohammed beleidigt zu haben. Ihr Freispruch führte zu tagelangen Protesten radikal-islamischer Gruppen, Bibi selbst wurde von muslimischen Extremisten bedroht. Später reiste sie nach Kanada aus.

EU-Parlamentarier hatten erst kürzlich wieder gefordert, dass Pakistan seine strengen Blasphemie-Gesetze abschaffen müsse. Auch Amnesty International hat immer wieder betont, dass die gesetze nicht mit den Menschenrechten vereinbar seien. Die Chancen für eine Änderung stehen jedoch schlecht, da ein großer Teil der Bevölkerung strenge Regelungen unterstützt. Politker, die sich in der Vergangenheit für eine Liberalisierung eingesetzt hatten, wurden bedroht, in einzelnen Fällen auch ermordet.

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