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„Tausende gerettet“: Pro-Asyl-Menschenrechtspreis geht an katholischen Priester

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Der eritreische Geistliche Father Mussie Zerai erhält in diesem Jahr den Pro-Asyl-Menschenrechtspreis. Die Stiftung Pro Asyl würdige damit dessen Einsatz für Flüchtlinge in Seenot, teilte die Stiftung mit.

Nach Schätzungen der italienischen Küstenwache hat er bislang Tausenden Menschen das Leben gerettet. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 5.000 Euro und der von dem Darmstädter Kunstprofessor Ariel Auslender gestalteten "Pro Asyl-Hand" verbunden. Sie wird am 17. September in Frankfurt verliehen.

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Zerai organisiert Hilfe für Menschen, die auf dem Mittelmeer in Not geraten sind. Nachdem er 2003 in libyschen Gefängnissen gedolmetscht hatte, kursierte seine Telefonnummer unter den Migranten, die auf eine Überfahrt nach Europa warten. Wenn sie in Seenot gerieten, riefen sie den Priester an, der sich daraufhin bei der italienischen Küstenwache meldete und die Rettung veranlasste. 2006 gründete er die Hilfsorganisation "Agenzia Habeshia", die Asylsuchende beim Kontakt mit Behörden und bei der Integration hilft. Seinen Notrufdienst führt er fort und ist rund um die Uhr erreichbar.

Der katholische Geistliche kam selbst 1992 als 16-jähriger Flüchtling nach Italien. Später studierte er Theologie und Philosophie. Nach seiner Priesterweihe entsandte ihn die katholische Kirche als Pfarrer in die Schweiz. Mittlerweile bietet das Monitoring-Projekt "Watch the Med" eine weitere Notrufnummer an für Menschen, die beim Übersetzen aus Afrika in Seenot geraten. Vorbild für dieses Projekt sei das Engagement Zerais gewesen, erklärte die Stiftung Pro Asyl.

Mit dem seit 2006 verliehenen Menschenrechtspreis der Stiftung Pro Asyl werden Personen oder Organisationen ausgezeichnet, die sich in herausragender Weise für die Achtung der Menschenrechte und den Schutz von Flüchtlingen einsetzen. Im vergangenen Jahr wurde der US-Deserteur André Shepherd geehrt.

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Foto: Stephan Röhl, "Father Mussie Zerai" (Agenzia Habeshia per la Cooperazione allo Sviluppo), Wikimedia CC BY-SA 2.0

(Quelle: epd)

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