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Wer ist Satan? Das steht dazu in der Bibel

Teufel, Luzifer, Satan oder Beelzebul – der Gegenspieler Gottes hat viele Namen und Gesichter. Dabei taucht er in der Bibel gar nicht so oft auf. Die wenigen Bibelstellen verraten jedoch viel über Satans Wesen.

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Von Andreas Käser (Dozent an der Theologischen Akademie Stuttgart)

Was sagt die Bibel über den Teufel? Erstaunlich wenig – um es gleich vorweg zu sagen. Die Bibel äußert sich ausführlich über alles, was wir für unseren Glauben wissen müssen. Sie lehrt uns breit über Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Sie zeigt uns auch ganz deutlich auf, dass Gott die Menschen retten möchte und wie wir mit ihm in Beziehung kommen können.

In der Bibel steht nicht viel über Satan

Die Bibel entfaltet aber keine Lehre über den Teufel. Im Gegenteil: Sie ist hier überaus zurückhaltend. Er bekommt keine Aufmerksamkeit.

Die Bibel gibt uns aber immerhin so viel Information über den Satan, wie wir sie als Christen brauchen. Damit können wir dessen Machenschaften in der gefallenen Welt durchschauen, seine Versuchungen und Verführungsbestrebungen erkennen und ihnen mit Gottes Hilfe widerstehen und etwas entgegensetzen.

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Aber alle diese Aussagen über den Satan stehen stets schon unter dem Urteil: Jesus Christus ist der endgültige und unwiderrufliche Sieger über Sünde, Tod und Teufel.

Was die Bibel über den Satan aussagt ist die Geschichte eines großen und chancenlosen Verlierers, der sich zwar noch aufbäumt, aber dessen unumkehrbarer Untergang beschlossen ist und zur Umsetzung kommt.

Satan bedeutet „Widersacher“

Zunächst zum biblischen Befund: Das Alte Testament enthält rund 30 Belege des Wortes „Satan“ mit der Bedeutung „Widersacher, Gegner“. Manchmal ist das eine Bezeichnung für einen politischen Gegner oder einen falschen Ratgeber (1. Könige 5,18; 11,14.23.25; 2. Samuel 19,23).

In 4. Mose 22 tritt sogar der Engel des Herrn dem heidnischen Seher Bileam und seinem Esel als Satan, das heißt als Widersacher, entgegen (4. Mose 22,22.32 – eine Formulierung, die in den Übersetzungen meist aufgelöst wird und dann etwa so lautet: „um ihm entgegenzutreten“). Neben dieser allgemeinen Bezeichnung ist „Satan“ aber zumeist der Name des Widersachers Gottes.

Drei Namen: Teufel, Satan und Beelzebul

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Die griechische Version des Alten Testaments, die sogenannte Septuaginta (LXX), übersetzt „Satan“ an fast allen Stellen mit diábolos. Das hat die Bedeutung „Auseinanderbringer, Durcheinanderwerfer“. Auf das griechische diábolos geht auch – über altsächsisch diubal und mittelhochdeutsch tiuvel – unser deutsches Wort „Teufel“ zurück.

Im Neuen Testament ist der Satan stets der Gegenspieler Gottes. In 37 Belegen wird er dort diábolos genannt, in 36 Belegen „Satan“ und an sieben Stellen begegnet er uns als „Beelzebul“. Letzteres ist ein phönizischer Begriff mit der Bedeutung „erhabener Herr“, der in den Evangelien als „Oberster der Dämonen“ näher bestimmt wird. Die drei Bezeichnungen Teufel, Satan und Beelzebul werden bedeutungsgleich gebraucht.

Weitere Bezeichnungen des Satans im Neuen Testament geben schon ersten Aufschluss über sein Wesen und seine Machenschaften: er ist „der Böse“, „der Verderber“, „der Versucher“ bzw. „Verführer“, „der Feind“, „der Fürst dieser Welt“, „ein Lügner und der Vater der Lüge“, „der Verkläger“.

Hiob: Satan gehört zum Hofstaat Gottes

Der prominenteste Text im Alten Testament, der den Satan namentlich thematisiert, ist der Prolog zum Hiobbuch (1,6-12 und 2,1-7). Der Satan gehört dort in den Kreis der bene-elohim. Wörtlich übersetzt heißt das „Gottessöhne“, wobei „Söhne“ hier – wie an vielen anderen Stellen – als „Zugehörige“ zu einem bestimmten Bereich oder einer bestimmten Gruppe zu verstehen ist.

Es handelt sich also um eine Gruppe derjenigen, die den Hofstaat Gottes bilden und die dadurch Zugang zu den himmlischen Beratungen haben. Der Satan hat dort keine Macht- oder Beratungsbefugnisse, wohl aber kann er in dieser Ratsversammlung infrage stellen, ob Hiobs Glaube an Gott unabhängig ist von seinem Wohlstand und Wohlergehen.

Nicht Satan als Urheber von Hiobs Leid

Gott gibt dem Satan die Erlaubnis, in Hiobs Leben einzugreifen. Doch es wird sich erweisen, dass Hiobs Glaube an Gott sich auch in der Not bewährt.

Bemerkenswert: Hiob führt das, was ihm an Leid zustößt, nicht auf den Satan als Urheber zurück, sondern auf Gott selbst: „Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen, der Name des Herrn sei gelobt“ (Hiob 1,21; vgl. 2,10).

Satan spielt keine Rolle

Ihm fehlt der Einblick in die Beratungen der unsichtbaren Welt, die uns als Leser gegeben sind, daher weiß er auch nichts über die genauen Hintergründe seines Leids. Doch die Sichtweise Hiobs liegt nicht einfach an seiner Unkenntnis. Der Schluss des ganzen Buches nimmt zwar Bezug auf das Leid Hiobs am Anfang und löst vieles auf: Gott zeigt Hiob seine Überlegenheit und Hiobs Leben wird wiederhergestellt.

Doch auch in dieser „Auflösung“ spielt der Satan keine Rolle! Die Theologie des Hiobbuches braucht den Teufel am Ende nicht mehr; sie kann es sich leisten, ihn fallen zu lassen und alles nur vor Gott her zu deuten.

Satan ist eben nur eines der Geschöpfe.

Als Angehöriger der Gottessöhne gehört der Satan zur geschaffenen Welt. Er ist – und diese Feststellung ist wichtig – ein Geschöpf. Damit ist er kategorial unterschieden von Gott, dem Schöpfer.

Eine dualistische Vorstellung eines Gegenübers von Gott und dem Satan, gleichsam auf Augenhöhe, ist damit von vornherein ausgeschlossen. Er ist Gott nicht ebenbürtig, sondern hoffnungslos unterlegen. Der Satan wird uns als eine personhafte Größe gezeichnet.

Er gehört zum Bereich der unsichtbaren Welt, kann aber in die sichtbare Welt eingreifen. Und er wird uns als willentlich handelnd vorgestellt. Aber Satan ist eben nur eines der Geschöpfe. Damit ist er, was seine Möglichkeiten und seine Macht angeht, Gott in jeder Hinsicht unterlegen.

Satan versucht Jesus in der Wüste

Einer der wichtigsten neutestamtlichen Texte, die uns über den Satan und seine Machenschaften informieren, ist die Geschichte über die Versuchung von Jesus in Matthäus 4,1-11 (vgl. Lukas 4,1-13). Nach seiner Taufe wird Jesus vom Geist Gottes in die Wüste geführt, wo er vom Teufel versucht wird.

Dieser fordert Jesus mit schein-biblischen Argumenten dazu auf, durch Wunder seine Macht zu erweisen: aus Steinen Brot zu machen und sich von den Tempelzinnen zu stürzen, ohne Schaden zu nehmen. Doch Jesus lehnt das mit Hinweisen auf andere Schriftstellen ab.

Jesus widersteht der Versuchung

In einem letzten Anlauf versucht der Satan, zu seinem eigentlichen Ziel zu kommen. Er bietet Jesus „alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit“, wenn er vor ihm niederfällt und ihm huldigt. Das ist der klassische Fall von Götzendienst. Damit würde das erste Gebot gebrochen, dass der Herr der einzige Gott Israels sein soll.

Jesus lehnt mit einem Hinweis auf 5. Mose 6,13 klar ab: „Hinweg, Satan! Denn es steht geschrieben: ‚Dem Herrn, deinem Gott, sollst du huldigen und ihm allein dienen'“. Jesus widersteht der Versuchung, Macht, Erfolg, Reichtum, Ehre und Ansehen für sich in Anspruch zu nehmen.

Mit dem Tod von jesus am Kreuz und seiner Auferstehung ist das Ende des Teufels besiegelt.

Er verweigert die Möglichkeit, das ihm von Gott ermöglichte Machtpotential für egoistische Zwecke zu missbrauchen. Er „wurde versucht wie wir, doch ohne Sünde“, schreibt der Hebräerbrief (4,15).

Der Teufel läuft mit seiner Versuchung ins Leere. Und mit dem Tod von Jesus am Kreuz und seiner Auferstehung schließlich ist das Ende des Teufels besiegelt. Auch die Dämonen erkennen Jesus stets als Messias an und müssen in allen Fällen weichen, wenn er ihnen begegnet.

Satan als Schlange im Paradies

Während Jesus der Versuchung widersteht, fällt der Mensch im Paradies genau auf diese Verführung herein (1. Mose 3,1-7). Als Versucher tritt die Schlange auf – und indem sie die Wahrheit verdreht, hat sie alle Charakterzüge des Teufels. So wird denn auch in Offenbarung 12,8 die Schlange mit dem Satan identifiziert wird.

Sie argumentiert schein-biblisch: Sie sät Zweifel in die Güte Gottes und weckt die Begehrlichkeit, „wie Gott zu werden“ (Vers 5). Das Verführerische liegt darin, dass ein Teil ihrer Argumente Wahrheit enthalten – und doch ist der Satan ein „Vater der Lüge“ und „Mörder von Anfang an“ (Johannes 8,44), und er „sündigt von Anfang an“ (1. Johannes 3,8).

Jesus überwindet Tod

Die grundsätzliche Schieflage, die der Sündenfall in die Welt bringt, findet im Tod ihren entsetzlichen Ausdruck. Doch wird dies durch Kreuz und Auferstehung Jesu schließlich grundsätzlich überwunden: „Er (Jesus) hat … Fleisch und Blut angenommen, um durch seinen Tod den zu entmachten, der die Gewalt über den Tod hat, nämlich den Teufel, und um die zu befreien, die … der Knechtschaft verfallen waren“ (Hebräer 2,14).

Deshalb sagt Jesus über seinen Kreuzestod: „Jetzt wird der Fürst dieser Welt ausgestoßen“ (Johannes 12,31). Damit geht es auch zu Ende mit den Machenschaften des Satans: „Dazu ist der Sohn Gottes offenbart worden, dass er die Werke des Teufels zerstöre“ (1. Johannes 3,8). Das gilt grundsätzlich schon jetzt und wird in der Vollendung, im neuen Himmel und auf der neuen Erde, zur letztgültigen Umsetzung kommen.

Der Satan versucht, Menschen von Gott abzuhalten und Christen von Gott abzubringen.

Das Neue Testament gibt uns an verschiedenen Stellen Einblick, dass der Satan – im Bewusstsein seiner Niederlage – in der Zwischenzeit alles daransetzt, Schaden anzurichten, soviel und solange er nur kann. Und die Gemeinde von Jesus ist in diese Auseinandersetzung hineingestellt.

Der Satan versucht, Menschen von Gott abzuhalten und Christen von Gott abzubringen. Er „geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge“ (1. Petrus 5,8). Er bringt Zerstörung, Vernichtung und Entzweiung in die Welt – und auch in die Gemeinde von Jesus. Dazu „verstellt“ er sich mitunter „als Engel des Lichts“ (2. Korinther 11,14) und versucht, die Gemeinde zu verblenden.

Paulus und die Dämonen

Er nimmt Wort Gottes aus den Herzen und sät Unkraut zwischen die Saat. Innergemeindlicher Streit, Zorn oder Wichtigtuerei bieten Angriffsflächen für den Teufel, dem die Gemeinde aber keinen Raum geben soll. Auch Verführung, Irrlehre, Widerstände gegen Christen und Verfolgung der Gemeinde, alles das geht nach Aussagen des Neuen Testaments auf das Konto des Widersachers.

Paulus rechnet mit dämonischen Realitäten hinter den Götzenkulten (1. Korinther 10,19-22). Für Paulus sind Götzenbilder Einfallstore dämonischer Mächte, und in Offenbarung 9,20 wird Götzenverehrung mit Dämonenanbetung gleichgesetzt. In der Bibel ist eine deutliche Distanzierung vom Okkultismus gefordert. Daher verbrannten auch die Neubekehrten in Ephesus ihre alten Zauberbücher (Apostelgeschichte 19,19).

Gott setzt Satan Grenzen

Der Teufel hat momentan noch ein gewisses Macht- und Zugriffspotential. Doch Gott setzt dem „Teufel und seinen Engeln“ (Matthäus 25,41) Grenzen und bewahrt die Gemeinde: „Gott ist treu, der nicht zulassen wird, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet“ (1. Korinther 10,13).

Er gibt der Gemeinde in Anweisungen, wie sie sich schützen und wehren kann: „Zieht die Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die listigen Kunstgriffe des Teufels bestehen könnt. Denn wir kämpfen nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut, sondern gegen Mächte, Gewalten und die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geistesmächte in der himmlischen Welt“ (aus Epheser 6,10-17).

„Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten … noch Mächte … können uns von der Liebe Gottes scheiden, die in Jesus Christus ist.“

Römer 8,38

Ja, Jesus gibt seinen Nachfolgern sogar Autorität über den Teufel: „Seht, ich habe euch Vollmacht gegeben … über alle Gewalt des Feindes“ (Lukas 10,19). Und Gott schenkt die Gabe der Geisterunterscheidung (1. Korinther 12,10), damit die Gemeinde prüfen kann, was von Gott ist und was nicht (1. Johannes 4,1-6).

In Bedrohung, Verfolgung und selbst im Märtyrertod bleibt den Christen eines gewiss: „Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten … noch Mächte … können uns von der Liebe Gottes scheiden, die in Jesus Christus ist“ (Römer 8,38).

Satan stürzt aus Himmel

Besonders ausführlich wird das endgültige Aus für den Satan im Buch der Offenbarung geschildert. Es geht dort in drei Etappen für ihn zu Ende.

(1) Zunächst muss der Teufel seinen Sitz im Thronrat räumen: „Da entbrannte ein Kampf im Himmel. … Und es wurde hinausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt. … der Verkläger unserer Brüder ist verworfen, der sie verklagte Tag und Nacht vor unserem Gott“ (aus Offenbarung 12,7-10).

Mit diesem Sturz verliert Satan sein Rederecht im Himmel. Er hat nun keine Gelegenheit mehr, seine Anklagen vorzubringen.

Satan in Fesseln

(2) Darum versucht er, wenigstens auf der Erde so viel Schaden wie möglich anzurichten. Er weiß, dass er dazu nicht viel Zeit hat. Er ballt seine letzte Macht und bündelt sie in antichristliche Machenschaften (vor allem in den beiden Bestien von Offenbarung 13–14 und den Lügenpropheten; die Bezeichnung „Antichrist“ finden wir nur in den Briefen des Johannes).

In der tausend Jahre dauernden Christus-Herrschaft (Offenbarung 20) wird der Satan in Fesseln gelegt, danach für eine kurze, begrenzte Zeit noch einmal losgelassen.

Satan landet im Feuersee

(3) Den endgültigen und unumkehrbaren Niedergang Satans und seiner Dämonen schildert Offenbarung 20,10: „Und der Teufel, der sie (die Heiligen) verführte, wurde in den See aus Feuer und Schwefel geworfen, wo sowohl das Biest als auch der falsche Prophet sind. Sie werden Tag und Nacht gepeinigt – von Ewigkeit zu Ewigkeit.“

Mit Satan, Teufel, Schlange und mit Sünde, Leid und Tod ist es damit endgültig aus. Gottes neue Welt ist dann sichtbar und für alle Zeit in unvorstellbarer Herrlichkeit aufgerichtet.

Satan ist längst besiegt

Nun ist die Verbannung des Satans aus dem Himmel, wie sie in Offenbarung 12 geschildert wird, nicht ein Ereignis in ferner Zukunft, sondern es liegt bereits in der Vergangenheit. Denn dieser sogenannte Satanssturz ist bereits durch Jesus besiegelt: „Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fahren“ (Lukas 10,18).

Durch Tod und Auferstehung von Jesus ist der Teufel besiegt, und als Jesus in den Himmel aufgenommen wurde, hat der Satan seinen Zugang zur himmlischen Welt verloren. Schritt eins der Entmachtung des Satans ist also schon längst durchgeführt. Und auch die anderen Schritte werden folgen.

Andreas Käser ist – nach Jahren als Professor für Altes Testament an der Internationalen Hochschule Liebenzell – Dozent an der Theologischen Akademie Stuttgart.


Ausgabe 2/22

Dieser Artikel ist in der Zeitschrift Faszination Bibel erschienen. Faszination Bibel wird vom SCM Bundes-Verlag herausgegeben, zu dem auch Jesus.de gehört.

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21 Kommentare

  1. Die Hölle ist insolvent

    „Aber alle diese Aussagen über den Satan stehen stets schon unter dem Urteil: Jesus Christus ist der endgültige und unwiderrufliche Sieger über Sünde, Tod und Teufel“! Dies ist unwiderrufliche Wahrheit. Eine andere ebenso: Der Satan ist nicht eine Art von Gegengott, sondern er ist ein Geschöpf wie wir auch. Dass Gott einen Hofstaat hat, so wie ihn etwa altertümliche Fürsten pflegten, dürfte eine sicherlich zutreffende Vorstellung sein, aber sie wörtlich zu nehmen wäre genauso fatal wie Gott zu einem gegenständlichen physikalischen Wesen zu erklären. Das Geheimnis des Bösen wird immer auf Erden ein Geheimnis des Bösen bleiben müssen. Im Grunde hat der Verfasser recht wenn er andeutet, dass das Hiob-Buch doch einen allesumfassenden Gott schildert, einer der auch in einem modernen Sinne das gesamte unendliche Universum umfasst und der alle Wirklichkeit erschafft alleine durch seinen Willen. Wir sind daher Geist aus Gottes Geist und in unserem eigenen Aufgehen im Willen Gottes, auch wenn dies auf Erden nie vollkommen sein wird, kann uns der Satan nichts anhaben (Er ist ja auch nur ein Geschöpf – eines auf Erden – oder muss man sich ihn vorstellen als eine Art Superintelligenz in den Weiten von Gottes universeller Schöpfung ???) Jedenfalls aber ist Gottes Wesen Liebe und Barmherzigkeit. Damit steht er gegen eine Weltsicht auch von uns heutigen Menschen, Macht zu haben und auf Erden Gewalt auszuüben. Da wird der Teufel viel mehr Erfolg haben, wenn er in unserer Seele den Abgrund bildet, in den wir hineinfallen können. Wie er es mit den seinen Versuchungen in der Wüste auch mit Jedsus versuchte. Er wollte ihm alle Macht auf Erden geben ? Vielleicht ist die Wüste auch dazu angetan, Allmachtsphantasien zu entwickeln. Wenn der Teufel ein Wesen aus Fleisch und Blut ist, dann wäre er realistischer eher ein irdischer Mensch, ein solcher wie der Antichrist zur Zeit Jesu, den die Jesusanhänger im Römischen Kaiser sahen mit seinem unmenschlichen Militärstaat. Die Herren Putin, Hitler, Stalin oder jene aus Nordkorea und aus Bananenrepubliken sind im Sinne von Destruktion, von Antiliebe und Hass, oder anderen Menschen das Leben nicht zu gönnen, gute Kandidaten für den Satan. Solche Teufel machen es uns nicht leichter, aber sie sind möglicherweise dazu da, dass wir durch ihre dunklen Schatten das Licht zu lieben beginnen. Jedenfalls wird Gott niemand in einer Hölle quälen, sondern jedem und jeder die Erlösung durch seine Liebe anbieten. Und wer kann sich solchen Angeboten schon verweigern. Saulus konnte es nicht vor Damaskus. Menschen mit Nahtoderfahrung haben wie Saulus/Paulus so ein unendlich liebendes Licht gesehen. Aber so lange muss niemand warten. Heute ist der Tag des Heils.

  2. Ein schöner Artikel. Insbesondere zu Hiob wird das vielen Christen unbekannt sein, dass es dort Gott ist und nur nebensächlich der Teufel (der ja in der Geschichte wirklich schnell wieder verschwindet).

    Man hätte aber für meinen Geschmack noch etwa deutlicher herausarbeiten können, dass es bezüglich des Teufels einen Bruch gibt mit dem NT.

    Im Judentum ist der Teufel nicht böse sondern er untersteht wie jeder Engel Gott und hat seine Aufgaben von Gott. Auch die Diskussion mit Gott bei Hiob ist nicht ungewöhnlich. In den jüdischen Schriften findet man es öfter, dass auch Menschen mit Gott streiten und (auch mit Erfolg) feilschen (Beispiel Gen 18, 23 ff.).

    Folgerichtig taucht Satan auch nicht bei der Ursünde auf. Die Schlange ist eben die Schlange. Im Text wird man nichts zum Teufel finden und der Teufel kriecht meines Wissens auch nicht anschließend auf dem Bauch herum (Gottes Strafe für die Schlange).

  3. Der Teufel ist der Vater der Lüge, und alle, die ihm auf den Leim gegangen sind, werden nach Matthäus 25/46 EWIGE PEIN erleiden. Doch noch ist Gnadenzeit. Die Erde ist derzeit der Kriegsschauplatz des Teufels und seinen Legionen. Noch darf er seine Rebellion fortführen. Er ist ein Meister an List und Verrat. Gott hat das Strafgericht über Satan bislang noch aufgeschoben. Die Geschichte von Luzifers Selbsterhöhung, Rebellion und Fall wird in Jesaja 14, 12–14 in kurzer, klarer Sprache berichtet. Sein Tage sind gezählt. (Offb.12/12) Sein Aufbegehren gegen Gott um mehr Macht brachte ihn zu Fall. Satans These ist bis heute, daß die Menschen ihrem eigenen Ich leben können. Er freut sich diebisch über jeden, der Jesus die Gefolgschaft verweigert. Er erfindet immer neue Aktionen. Er erschien in Gestalt einer Schlange, die zu jener Zeit noch nicht dieses kriechende, widerwärtige Reptil war, wie wir es heute kennen. Erst nach dem Fluch wurde sie dazu verurteilt, auf dem Boden herumzukriechen. Sicher ist die Schlange vorher aufrecht gegangen und möglicherweise das schönste und klügste Tier des Feldes gewesen. 1.Mose 3/ Vers 1 Jesus nannte ihn den Fürsten dieser Welt. Joh.12/31 Er hat sich die Hoheitsrechte des Schöpfers widerrechtlich angeeignet. Er wollte von Jesus Anbetung, dort in der Wüste und wollte sich Gottes Platz aneignen. Er arbeitet mit vielen Dämonen und hat dämonische Charakterzüge. Immer will er Gottes Pläne imitieren. Aber er darf in keinem Bereich die absolute Kontrolle ausüben. Immer wieder wird er ausgebremst. Er ist der Verursacher aller Zerstörung und hat auf dieser verkommenen Welt viel Macht an sich gerissen. Sein Fall ist längst von Gott durchdacht und geplant.

    • Marita, wie erklärst Du Dir die Macht des Teufels in Verbindung mit der Allmacht Gottes? Wie löst Du diesen Widerspruch auf?

      Wie erklärst Du Dir den Dialog zwischen Gott und dem Teufel bei Hiob?

      Und ist Deine Art der Theologie nicht eine Rechtfertigung des Bösen in den Menschen? Schließlich sind es dann nicht sie sondern der Teufel.

      Dient der Teufel da nicht eher zur Verschleierung der eigenen Sünden?

      • Hallo Joerg, Teufel und Dämonen sind besiegt, doch noch immer richten sie viel Unheil an. Siehe Epheser 6 Vers 12 Noch hält sich Gott zurück, ER lässt das Böse ausreifen, obwohl er es in seiner Allmacht sofort beseitigen könnte. Wenn ich in meiner Beziehung und in meinem Glaubensleben mit Gott nicht im Reinen bin, dann weist mich der Heilige Geist darauf hin, was da wieder nicht in Ordnung war, der Verkläger kommt, der Teufel, der uns Tag und Nacht verklagt….dann darf ich Jesu Blut in Anspruch nehmen und ich gebiete auch dem Teufel im Namen Jesu, zu verschwinden.
        Für Hiob war das eine gewaltige Glaubensprüfung. Gott fragte ja den Teufel : Wo warst Du ? Ach, ich bin umhergestreift im Land, habe Hiob entdeckt, für den ist es ja keine Kunst zu glauben, bei all dem, was er besitzt……Gott gab dem Teufel sein OK, ja die Erlaubnis, Hiobs Besitz zu zerstören, Hiobs Kinder starben, Feuer, Stürme, Feinde fielen über alles her , am Ende bekam er noch gewaltige Wundgeschwüre. Dem Teufel war es nicht erlaubt, Hiob selbst zu zerstören. Sein Glaube hat ihn „durchgetragen“ und Gott hat ihn vielfältig und reich belohnt.

        • Hiobs Frau und Kinder starben. Ich würde also sagen, dass Gottes Erlaubnis ziemlich weit ging. Denen nutze es weng, dass Hiob eine neue Frau und neue Kinder bekam.

          Aber ohne diese Erlaubnis durfte der Teufel nichts tun. Und Er war auch aus der Geschichte schnell raus. Hiobs Prüfungen wurden schnell von Gott selbst übernommen.

          Ich lese daraus, dass der Teufel keine Macht aus sich selbst heraus hat. Er tut, was Gott ihm aufträgt.

          Der Gegenspieler Gottes, der er im Christentum oft ist, den kann ich da nicht erkennen.

          • Die Bibel sagt: Der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, welchen er verschlinge. Einer, der ihm bereits „gehört“, den lässt er in Ruhe. Der Teufel hat derzeit noch sehr viel Macht und stiftet Menschen immer wieder zum Bösen an, aber seine Zeit läuft ab. Wenn es keinen Gegenspieler gäbe, dann wäre doch alles heil hier auf Erden. Warum bekriegen sich die Menschen ? Weil der Böse in ihnen regiert ! Weil wir noch in diesem gottlosen System leben, darum werden die wir als Gläubige dringend aufgefordert, so gut es geht, separiert von der Welt zu leben und nicht alles mitzumachen, was der Teufel anbietet. Das hat keine Beständigkeit. Der regelmäßige Kontakt mit Jesus schärft unseren Glaubensblick. Gott stiftet niemals jemand zum Bösen an, aber ohne IHN werden wir auf dieser Welt scheitern.

          • Marita, gäbe einen Gegenspieler Gottes, dann wäre Gott nicht allmächtig.

            Wenn der Teufel diese Macht hätte, die Du ihm einräumst, dann hätte der allmächtige Gott es ihm erlauben müssen.

            Ich kann schon verstehen, dass Christen mit ihrem NT da ins Schleudern kommen können. Das Judentum, aus dem das Christentum hervor gegangen ist, kennt keinen Teufel als Gegenspieler (der Teufel ist dort eine untergeordnete Kraft, in der Regel auch nicht personalisiert wie bei Hiob). Diese Idee dürfte vom Christentum dem Hellenismus entnommen worden sein. Oder ein Gedanke des Gnostizismus, der ja von einer Dualität ausging.

            Das beißt sich dann natürlich.

          • Ja, mit der Erlaubnis Gottes brachte Satan Unglück über Hiob. Alles, was ihm Gott geschenkt hatte, wurde ihm nun vom Teufel weggestohlen. Das war ihm noch nicht genug. In Hiob 2 : Haut für Haut, war seine schamlose Antwort. Hiob sollte noch MEHR Verluste erleiden und landete im Aschenhaufen. Hiob 13/15 Elberfelder Übersetzung: Siehe, auch wenn er mich tötet, ich werde auf IHN warten. Welch eine Grösse des Glaubens wird Hiob da bescheinigt, und nach dem er die Prüfung bestanden hatte, heilte ihn Gott und gab ihm doppelt so viel zurück, wie er gehabt hatte.
            Wir sehen, daß Satan viel Macht über die Völker ausübt. An der Versuchung Jesu in der Wüste wird deutlich, daß der Teufel die Herrschaft über die Welt besitzt, und so versucht er weiterhin, Menschen mit seinen Lügen zu täuschen. Er ist ein raffinierter Stratege und zieht die Menschen in seinen Bann. Das Strafgericht über den Teufel hat der allmächtige Gott noch aufgeschoben. ER ist nicht überrrascht von den hiesigen Geschehnissen. Das Schicksal Satans ist besiegelt. Seine Rebellion ist fehlgeschlagen und er wurde aus dem Himmel hinausgeworfen. Nun ist er unwiderruflich gezwungen, seinen eingeschlagenen Weg weiterzugehen.
            Wir werden immer in der Spannung stehen, unterschiedliche Ansichten zu vertreten, Joerg. Aus dem Bedürfnis nach Harmonie will man es allen recht machen und schreiben, was Menschen gerne lesen. Das ist eine falsche Rücksichtnahme. Menschen sollten das Heil in Christus finden, es steht so viel auf dem Spiel. Sonst irren sie weiter durch die Wüste. Ich habe in vielen ehrenamtlichen Sterbebegleitungen im Krankenhaus/Pflegeheimen an den Sterbebetten erlebt, wie Menschen vom Teufel gequält und verpetzt wurden und nicht sterben konnten. Zum Teil war es furchtbar und ich musste im Namen Jesu gebieten, daß der Teufel verschwindet. Diese Menschen wussten von Gott, aber sie hatten dem Satan in ihrem Leben gewisse Rechte eingeräumt und die hat er dann eingeklagt. Das war ein schwieriger Akt der Vergebung durch das Blut Jesu am Kreuz. Das ist kein Kindergeburtstag. Das hat Gott alles gekostet. Wir dürfen Satans Verführungen nicht erliegen. Offenbarung 12 Vers 10 sagt uns, daß der Verkläger uns vor Gott Tag und Nacht verklagt, das ist seine gemeine Rolle. Suche Jesus und sein Licht, alles andere hilft uns nicht.

  4. Der Teufel ist aus Fleisch und Blut

    „Satans These ist bis heute, daß die Menschen ihrem eigenen Ich leben können“! Zu den weiteren theologischen Aussagen, eigentlich zum Schriftverständnis von Marita, will ich nicht sehr viel schreiben. Ich meine schon, dass wir die Bibel auslegen dürfen und sogar müssen, denn Gotteswort ist immer Gotteswort durch Menschenwort. Aber dass wir nicht unser eigenen Ich leben dürfen, ist jedenfalls ein völliges sprachliches und/oder inhaltliches Missverständnis: Denn nach meiner festen Überzeugung glauben wir als Christinnen und Christen, dass wir (nur bildlich gesehen) Ebenbilder Gottes sind. Etwas vereinfacht: Wir Menschen sind Geist von Gottes Geist. Simpler: Gott hat alles und auch uns aus sich erschaffen. Dann sind wir ein Stück aus Gott. Dabei auch noch seine geliebten Kinder. Er ist und will sein wie ein Vater und eine Mutter, insoweit es die Beziehung betrifft und Jesus ist seine menschgewordene Liebe. Eine solche Liebe lässt m.E. eine ewige Verdammnis überhaupt nicht zu. Jesus Christus ist für die Erlösung aller Menschen und der ganzen Schöpfung gestorben. Unsere Verfehlungen wurden ans Kreuz genagelt und sind himmlisch-notariell ungültig. Die hier beschriebene Überhöhung des Satans oder Teufels ist auch nicht schriftgemäß. Da wird das Böse in einer Person so etwas wie ein negativer Gegengott. Mein himmlischer Vater, der Schöpfer eines unendlichen Universums, der alle Wirklichkeit umfasst, kann man weder erklären noch irgendwie verirdischen. Es mag ja vielleicht bildlich gesehen richtig sein, den Schöpfer so etwas wie einen himmlischen Hofstaat zuzugestehen und vielleicht ist das aus der Denkweise des Altertums auch nachvollziehbar. Aber die Geschichte von den abgefallenen rebellierenden Engeln darf man dann auch geistig verstehen, aber nicht wörtlich. Der Sinn vieler biblischer Texte und Aussagen wird mit einer Wortwörtlichkeit falscher statt wirklich richtig. Die Herren Hitler, Stalin, Putin und viele andere mögen sich die Hoheitsrechts Gottes vielleicht nach deren eigenem Verständnis angeeignet haben, etwa wenn sie sich so über alles und alle Menschlichkeit erhoben haben, aber sie sind alle Geschöpfe. Der Antichrist war für die Urchristenheit die Verkörperung des Satans in der Person und dem System des Römischen Kaisers. Nach den Zeugnissen der Bibel ist der Teufel ein Geschöpf Gottes, also ein Wesen aus Fleisch und Blut. In Zeiten der (noch bescheidenen) Raumfahrt könnte man aus ihm, wenn auch als ein Geschöpf, so etwas wie eine Superintelligenz machen, was aber weit hergeholt wäre. Wenn nich,t dann ist er einfach ein irdischer Mensch aus Fleisch und Blut, sodass dann die Hölle hier auf Erden das ist, was solche Personen und Machtstrukturen anrichten und aufrecht erhalten. Mich tröstet, dass Jesus für mich Durchschnittssünder ans Kreuz gegangen ist, aber auch für die größten Kriegsverbrecher. Die Liebe Gottes ist eben die Liebe Gottes und daher grenzenlos. Beim Lesen von Maritas Text bekommt meine Seele Pickeln. Denn wenn Gott so schematisch handeln würde, wäre er nicht wie der Vater im Gleichnis vom Verlorenen Sohn. Der nimmt seinen Sohn immer wieder auf, denn auch himmlische Eltern sind so, besser als hier die irdischen. Der Teufel als himmlich abtrünniger Superengel, der uns möglicherweise einer Gehirnwäsche unterzieht, würde uns eher willenlos machen. Wir sind aber für unsere Entscheidungen selber verantwortlich. Das entspricht unserer Würde der Gottebenbildlichkeit. Schon die Schöpfungsgeschicht erzählt von der Schuldverschiebung bei der Geschichte mit der tabuisierten Frucht im Paradiesgarten: Die Schuld schob Adam auf Eva und diese schließlich auf die Schlange.

  5. Zitat @“Satan als Schlange im Paradies“: „wie Gott zu werden“ (Vers 5)…..

    in anderen Schriften wird die Schlange im Baum der Erkenntnis auch mit Adams erster Frau Lilith assoziiert.

    Das könnte erklären, weshalb im Baum des Todes -an dessen Zielpunkt die Selbstvergöttlichung steht- Lilith die unterste (erste) „Schale“ beherbergt.

    Werde wohl nie die Vermessenheit verstehen, als sich kleine Menschen für gottgleich hielten (halten)…. ;o)

    Liebe Grüße,
    Ulric

    • Gott ist Liebe

      „Die Hölle erfüllt schon einen Zweck der anerkannt werden muss. Dieser besteht in der Peinigung der Sünder, die das Wort des Herrn missachten“! Dem muss ich sehr widersprechen, denn auch nach der Bibel wird die Hölle in einen feurigen Pfuhl geworfen, also vernichtet. Die Hölle ist unser eigenes Werk, wenn – streng nach der Schrift – der Satan ein Geschöpf Gottes ist, also ein Wesen aus Fleisch und Blut. Zudem ist Gott Liebe. Er kommt nicht zu uns um zu bestrafen, sondern als ein kleines Baby. Ein größeres Liebesangebot kann es nicht geben. Und Gott als Mensch stirbt am Kreuz, weil er auf Gewalt völlig verzichtet und wie er es von uns erwartet, seine Feinde liebt. Ich glaube eher, dass wir diesen in Wirklichkeit ganz anderes Gott oft nicht begreifen (wollen), der nicht wie die damaligen Herrscher des Altertums Wiederstand und Rebellion mit dem Tode bestraft. Gott handelt gewissermaßen antizyklisch. Er liebt uns, obwohl wir es nicht verdient haben und trotzdem gegen ihn rebellieren. Was ist beispielsweise der Krieg Putins anders als eine Rebellin gegen die Liebe Gottes. Jesus stirbt für mich am Kreuz und ich habe seine Liebe oft auch nicht begriffen. Gott schickt keine Sintflut, er lässt die Sünder nicht qualvoll ertrinken, er befielt und steuert keine Kriege, straft nicht mit Krankheit und quält niemand ewig in einer Hölle. Gott ist Zärtlichkeit für unsere Seelen und ihr Licht. Wenn wir in diesem Licht leben, dann sind wir gerettet. Als Schöpfer will er die ganze Welt retten. Deshalb ist Jesus für alle Menschen am Kreuz gestorben und ich glaube und hoffe, dass sich am Ende aller Zeiten jeder Mensch freiwillig für ihn entscheidet. Wie beispielsweise Saulus vor Damaskus, als der plötzlich einem großen Licht begegnet und eigentlich gar nicht anders kann, als vor diesem Licht der Liebe Gottes zu kapitulieren. Alles was wir tun sollten als Christinnen und Christen, sollte von dem Motiv der Dankbarkeit bestimmt sein. Wie heißt es so schön: „In der Liebe ist keine Angst“!. Angst vor Gott sollte daher niemand propagieren und diejenigen für die dies theoretisch richtig wäre, beachten solches keinesfalls. Poetisch bzw. bildlich hat dies einmal jemand ausgedrückt in dem er sagte: „Jesus ist nach dem Glaubensbekenntnis hinabgestiegen in das Reich des Toten, um auch diesen zu predigen. Er hatte die Schlüssel dabei, um sie zu befreien“!

  6. Die Hölle erfüllt schon einen Zweck der anerkannt werden muss. Dieser besteht in der Peinigung der Sünder die das Wort des Herrn missachten. Daher kann von Abschaffung keine Rede sein und außerdem ist die Hölle ein Teil von Gottes Plan den wir nicht zu hinterfragen wagen dürfen!

    • „Die Hölle erfüllt schon einen Zweck der anerkannt werden muss“….

      muss, muss…..

      mußt Du garnix. Sterben und sche**en, das mußt Du!!!

      Lieber Heidenspaß statt Höllenqual (da gab’s nur Niflheim).

      Dann noch viel Freude beim Stiefellecken….

      Ulric

    • Nur kennt das Judentum keine Hölle (oder wenn, dann eher als eine Art Limbus). Sie ist also erst 2000 Jahre alt, quasi ein Neubau . Schon seltsam.

  7. Dafür hat das Judentum seine Hölle auf Erden erlebt, und ist noch immer nicht völlig frei.
    Das nur zur Erinnerung, denn , Joerg, Sie scheinen mir geschichtlich nicht besonders im Bilde zu sein.
    Einbildung lässt sich leicht mit Bildung verwechseln.

    • Ja, sogar mehrfach. Und meist hatte das Judentum diese irdische Hölle den Christen zu verdanken. Auch im 3. Reich waren 95% der Deutschen Christen und der Judenhass konnte auf Jahrhunderte christlichen Antisemitismus aufbauen.

      Und was meinst du mit frei? Das Judentum ist im Rahmen seines Bundes frei.

  8. „Teufelsaustreibungen“ halte ich für seelischen Missbrauch. Schlimm, kranken Menschen so etwas anzutun.

    Ich habe auch kein Bedürfnis nach Harmonie, ich schaue oft einfach nur, was wirklich in der Bibel steht. Im Ausgangstext von Prof. Käser steht es ja auch so bezüglich Hiob. Man kann sich das natürlich auch immer anders ausdenken, da ist jeder frei.

    > Suche Jesus und sein Licht, alles andere hilft uns nicht.

    Das sehe ich als heutiger Nichtchrist eben anders. Da nutzen auch keine versteckten oder offenen Drohungen etwas. Glaube mir, Du bist nicht die erste, die das mit mir diskutiert. Ich habe für mich die anderen Ansichten sehr intensiv geprüft, gerade auch in der Zeit, wo ich mich vom christlichen Glauben gelöst habe. Ich bezweifle, dass sich die Mehrheit der Christen damit ebenfalls schon mal so intensiv auseinander gesetzt hat.

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