Schlagwort: Palästina
Jerusalem: Mehrheit der israelischen Araber will nicht in Palästinenserstaat leben
Selbst wenn die Palästinenser einen eigenen Staat gründen, würde die Mehrheit der israelischen Araber einen Wohnort in Israel bevorzugen. Dies geht aus einer Umfrage des Saban-Zentrums für Nahostpolitik an der amerikanischen University of Maryland hervor.
Israel: Staat muss Entschädigung für Tod von Palästinenserin zahlen
Ein Gericht in Jerusalem hat am Montag den Staat Israel für den Tod eines zehnjährigen palästinensischen Mädchens verantwortlich gemacht. Abir Aramin war im Januar 2007 durch ein von israelischen Grenzpolizisten abgefeuertes Gummigeschoss tödlich verletzt worden.
Streitbarer Präsident: Palästinensischer Bischof an die Spitze des Lutherischen Weltbunds gewählt
Heiße Schokolade hat ihn zum Lutherischen Weltbund (LWB) gebracht: Der Palästinenser Munib A. Younan erinnert sich an seine Jugend als Flüchtlingskind in den 1950er Jahren. Die Tassen mit der Milchschokolade erhielt er damals in der Martin-Luther-Schule in Jerusalem. Seit 1998 ist er Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Jordanien und dem Heiligen Land. Am Samstag wurde er auf der in Stuttgart tagenden 11. Vollversammlung des Lutherischen Weltbunds (LWB) zum neuen Präsidenten des rund 70 Millionen Christen umfassenden konfessionellen Dachverbandes gewählt.
Für den Frieden: Mehrheit der Palästinenser will Annäherungsgespräche und keine Raketenangriffe
Die Mehrheit der Palästinenser befürwortet indirekte Gespräche mit Israel. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Palästinensischen Zentrums für Öffentliche Meinung (PCPO).
Messe in Bethlehem: Papst betont Solidarität mit Leiden der Palästinenser
Papst Benedikt XVI. hat am Mittwoch zu Beginn seines Besuchs der Palästinensergebiete eine Messe in Bethlehem gefeiert. Zuvor war er von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas begrüßt worden. Dabei brachte der Papst seine Solidarität mit den Leiden der Palästinensern zum Ausdruck. Am Nachmittag will das Oberhaupt der katholischen Kirche ein palästinensisches Flüchtlingslager besuchen. Er sei ins Westjordanland gekommen, um an der Seite der Palästinenser zu stehen, sagte Benedikt auf dem Bethlehemer Krippenplatz vor rund 8.000 Gläubigen. Einen besonderen Gruß richtete er an die wenigen aus dem Gaza-Streifen gekommenen Pilger. Benedikt forderte die christliche Minderheit in den Palästinensergebieten auf, trotz schwieriger Lebensbedingungen nicht auszuwandern. Sie sollten eine «Brücke des Dialogs und der konstruktiven Zusammenarbeit beim Aufbau einer Kultur des Friedens» sein. Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Fouad Twal, bekräftigte bei der Messe seine Forderung nach einem Ende der israelischen Besatzung in den Palästinensergebieten. «Niemand hat einen Alleinanspruch auf das Heilige Land», betonte der oberste katholische Kirchenführer der Region. Der Heilige Stuhl unterstütze das Recht «auf eine eigenständige palästinensische Heimat im Land ihrer Vorfahren in Sicherheit und in Frieden mit seinen Nachbarn innerhalb von international anerkannten Grenzen», sagte der Papst zuvor bei der Begrüßung durch Abbas. Auch wenn die Verwirklichung dieses Ziels heute noch fern erscheine, dürfe die Hoffnung auf eine Lösung nicht aufgegeben werden, «die die legitimen Ansprüche beider Seiten, der Israelis und der Palästinenser» erfülle. Die politisch Verantwortlichen sowie die internationale Gemeinschaft ermahnte er, auf einen gerechten und dauerhaften Frieden hinzuarbeiten. Palästinenserpräsident Abbas forderte eine Zweistaatenlösung im Nahen Osten. Dabei müsse Jerusalem Hauptstadt für Israelis und Palästinenser werden. Er rief zu einem Ende der Besatzung und zu einer «gerechten Lösung für die Flüchtlingsproblematik auf der Grundlage von UN-Resolutionen» auf. Benedikt ist nach Johannes Paul II. der zweite Papst, der die Palästinensergebiete besucht. Als Paul VI. 1964 als erstes Kirchenoberhaupt die Region besuchte, existierte die Autonomieregierung noch nicht. In den Palästinensergebieten stellen Christen eine Minderheit von zwei Prozent.