Umfrage: So sehen Christen das C in CDU

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Mehrere Männer halten ein großes, rotes C.
Auch Greenpeace sah das "C" in CDU am falschen Platz - und entwendete es Ende letzten Jahres kurzerhand für ein paar Tage aus der Parteizentrale. Auf dem Foto wird es gerade wieder angebracht. Foto: Paul Zinken/picture alliance/dpa
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45,5 Prozent der Deutschen finden, dass die CDU dem „C“ für „christlich“ im Namen nicht mehr gerecht wird. 20,5 Prozent sind gegenteiliger Ansicht, 23 Prozent wissen die Lage nicht zu beurteilen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitut „INSA Consulere“ im Auftrag der „Tagespost“. Befragt wurden 2.051 erwachsene Personen.

Unterschiede zeigen sich bei der Religionszugehörigkeit. So vermissen 42 Prozent der Katholiken das Christliche bei der Partei, 28 Prozent sind zufrieden. Unter Protestanten sieht es ähnlich aus, für 44,5 Prozent ist „C“ fehl am Platz, 27 sind vom Gegenteil überzeugt. Anders bei den Freikirchlern: 56 Prozent sehen die CDU nicht mehr als christliche Partei, 17 Prozent sind gegenteiliger Meinung. (nate)

7 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Dazu müsste man erst mal klären, was „christlich“ bei einer Partei überhaupt bedeutet.

    Die CDU war niemals eine christliche Partei in dem Sinne, dass sie nur für Christen war und streng nach der Bibel Politik machte. Das war auch nie so gewollt und gedacht. Das ‚christlich‘ meinte vor allem, nicht nur ‚katholisch‘ oder ‚protestantisch‘ zu sein, wie es früher mal in Weimar der Fall war sondern eben überkonfessionell. Wobei man es bei der Gründung nicht betonen musste, dass man sich an Christen als Wähler wandte, schließlich waren über 90 % der Bürger in einer christlichen Kirche.

    Das hat sich inzwischen geändert. Wobei die CDU ja auch betont, auch nur Nichtchristen genauso offen zu sein und auf christliche übergeordnete Werte abstellt, denen auch Nichtchristen gut zustimmen können. So wählen heute wohl auch viele Muslime CDU, weil sie sich in dem konservativen Wertebild gut wieder finden.

    Die CDU ist dabei ebenfalls eine Partei des Grundgesetzes, das eben keine Bevorzugung einer Religion erlaubt und für Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit steht. Zum Glück.

    Für Christen, denen das zu wenig ist, gibt es ja den Nachfolger der PBC, das Bündnis C. Mit Stimmergebnissen bei Landtagswahlen zwischen 0,0 und 0,1 %. So groß scheint also das Bedürfnis danach nicht zu sein.

    • Dem kann ich nur zustimmen. Wobei ich mich frage, wie wohl Parteien wie das Bündnis C handeln würden, wenn sie selbst Regierungsverantwortung trügen. Wie weit wären sie bereit, mit Blick auf ihre selbst gesteckten Ziele manche „christlichen“ Werte zu opfern – so wie auch z.B. die Grünen einen Teil ihrer als unverrückbar geltenden Ziele opfern mussten.

      Eine wirklich „christliche“ Partei kann es schon allein deshalb nicht geben, weil es, zumindest bis zu den Ereignissen in der Offenbarung, niemals einen „christlichen“ Gottesstaat geben wird

  2. Größere Mehrheit der Christen, klar erkennen dass, ihre Partei anderen Herren dient, und sich für Christliche Werte gar nicht interessiert.Also es geht große Gefahr, von dieser Partei aus für die Bevölkerung.Darum dürfen Ungläubige Mensch-en, noch Gläubige nicht mehr regieren, weil die Diskrepanz ist zu groß, und kolaterall Schäden.

  3. Es ist schade, das wir solche Werte bei der Umfrage erzielen. Die Herausforderung ist es, sich wieder auf die Wurzeln zu konzentrieren, die die CDU bei ihrer Gründung festgelegt hat. Diese Herausforderung nehme ich gerne an, als Komunalpolitiker.

  4. Wenn das „C“ im Namen der sogenannten „Christlichen Parteien „CDU“ und „CSU“ eibnen Sinn haben sollte, müßten Sie eine andere Politik in hinsicht Umwelt, Tierschutz und Umgang mit Ausländern mache.

  5. Wahlen werden in der Mitte gewonnen, so ein Standard-Spruch zur Frage des Richtungsstreits in der Union und
    vermutlich gar nicht so falsch . Und die Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren definitiv verändert, ökologisch, bunt, vielfältig soll das „neue Deutschland“ werden. Die 68er und ihre geistigen Kinder sitzen heute am Mischpult und regeln
    den gesellschaftlichen Ton und sie bedienen es mit Leidenschaft Das eigentliche Problem sehe ich aber eher in einer Union die diesen Trend befeuert, statt sich ihm dezent aber selbstbewusst entgegenzustellen. Angela Merkel wurde zum Inbegriff der ideellen Auflösung, „spontaner“ Atomausstieg, Homo-Ehe und offene Grenzen wurden zu ihrem Markenzeichen.
    Wahnsinn was diese Frau aus der ehemals konservativen Partei gemacht hat !
    Die „Urform“ der AFD hätte das Potenzial gehabt diese Entwicklung zu stoppen, doch die geduldete Radikalisierung und daraus resultierende Selbstzerfleischung lässt die Hoffnung schwinden.
    Christliche Maßstäbe scheinen bei der Union nur noch auf menschlich,horizontaler Ebene und auch da nur eine untergeordnete Rolle zu spielen, oder glaubt jemand ernsthaft, dass in dieser Partei jemand nach dem Willen Gottes frägt ?
    Wir Christen stecken wie schon lang in einem Dilemma, zwischen dem kleinerem Übel, christlichen Kleinstparteien und einer schier umwählbaren AFD, sind wir inwendig hin und her gerissen. Kein Wunder, dass sich Gläubige enttäuscht von der Politik ab und sich vermehrt dem Reich Gottes zuwenden. Das könnte man auch als positiven Effekt bezeichnen !

  6. Nach meiner Meinung ist die CDU nicht mehr christlich!
    Merkel spricht vom christlichen Menschenbild und lockt scharenweise Menschen an, die ein ganz anderes Gottesbild und Menschenbild haben! Koran-und scharia-treue Muslime verfolgen seit Mohamed Christen, Juden und sonstige Nicht-Muslime!
    Ferner unterstützt auch die CDU die Genderideologie mit ca. 200 Genderlehrstühlen, mit Abtreibung (Gelder an „Pro Familia“…), Reklame für Homosexualität! (durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung…), ferner fördert bzw toleriert sie antidemokratisches und linksradikales Vorgehen…(siehe Thüringen und Antifa…).
    Mit Unterstützung der Partei bricht Merkel ständig ihren Amtseid (Schaden vom Volk abzuwenden), vernachlässigt das eigene Volk und verteilt Steuergelder an illegal Eingewanderte…und an andere Nationen. Scheibchenweise wird ein EU-Sozialismus eingeführt!…
    Die drei von der „C“DU geförderten Weltanschauungen:
    Genderideologie, Islam und Sozialismus sind christenfeindlich und menschenfeindlich!

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