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Der Stadtrat von Washington hat sich am Dienstag mit großer Mehrheit für die Legalisierung der Homo-Ehe in der US-Hauptstadt ausgesprochen.

Das Recht, bei der Eheschließung nicht diskriminiert zu werden, sei ein grundlegendes Bürgerrecht, sagte Stadtrat Phil Mendelson. Gleichgeschlechtliche Ehen sind bereits in den US-Bundesstaaten Massachusetts, Iowa, New Hampshire, Connecticut und Vermont möglich.

 Die katholische Erzdiözese Washington und baptistische Geistliche hatten versucht, die Vorlage zu stoppen. Die veränderte Definition der Ehe schade der Familie, kritisierte der baptistische Ethiker Richard Land. Nach Einschätzung des Wirtschaftsmagazins «Washington Business Journal» könnten aufgrund des neuen Gesetzes Tausende heiratswillige Schwule und Lesben jedes Jahr in die Hauptstadt reisen, um den Bund fürs Leben zu schließen. Das Gesetz tritt voraussichtlich Anfang 2010 in Kraft. Zuvor muss der Stadtrat seine erste Abstimmung mit einer zweiten bestätigen.

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 Wegen des überwältigenden Ergebnisses am Dienstag gilt das zweite Ja als gesichert. Auch die Zustimmung des US-Kongresses wird erwartet. Der Kongress hat bei allen Gesetzen in der Hauptstadt ein Mitspracherecht. Im Kongress haben Politiker der Demokratischen Partei die Mehrheit.

(Quelle: epd)