Das neue, rockige Country-Album von Jenna Raine heißt „Jeans, Boys and Jesus.“ Aber es geht etwas mehr um Boys (und auch Jeans irgendwie) als um Jesus. Gott bleibt hier eher im Hintergrund, während Jenna von ihrem Leben in den südlichen US-Bundesstaaten und ihren Gefühlen als heranwachsende Frau erzählt.
Die Melodien sind abwechslungsreich. Jenna gibt in jedem einzelnen Lied Vollgas. Sowohl von der Stimme als auch von den Melodien klingt sie wie eine Mischung aus Taylor Swift und Olivia Rodrigo. Dabei könnten ihre Lieder genauso gut aus einem Musical stammen, denn auch thematisch geht es in jedem Lied um die ganz großen Emotionen: Herzschmerz, Hochzeit, Loslassen und Dankbarkeit.
Letzteres finden wir in ihren Songs an Gott. In Used To Pray dankt sie Jesus für ihr jetziges Leben: „Too much on my plate. I gotta tell myself, that I used to pray for these days“ (Mein Teller ist zu voll, ich muss mich immer wieder daran erinnern, dass ich für Tage wie diese gebetet habe).
Mein Lieblingslied des Albums ist What Would I Say? , denn es setzt diese Dankbarkeit in den kreativen Rahmen einer zufälligen Begegnung mit Jesus in einem Café. Dort singt sie: „Words would fall short. You’d have to pick me up the floor“ (Mir würden die Worte fehlen und du müsstest mich vom Boden aufheben). Obwohl dankbare Worte an Gott nie genügen werden, zeigt sie hier eine Möglichkeit, wie man ihm trotzdem danken kann.
Außerdem empfehle ich jungen Mädchen das Lied What He’s Not – darin geht es um Selbstwert und male validation. Wichtige Themen!
Fazit: Wer Musicals mag, wird auch ihr Album mögen.
reingehoert_Lina Ellert

