Zwei Soldaten salutieren
Das Leben beim Militär ist hart. Umso wichtiger ist es, dass die Soldaten stets einen Seelsorger als Ansprechpartner haben. Foto: Getty Images / huettenhoelscher

Die Bundeswehr will Militärrabbiner einstellen, um auch für jüdischgläubige Soldaten einen Seelsorger anbieten zu können. Dazu will die Bundesrepublik mit dem Zentralrat der Juden einen Staatsvertrag verhandeln, der die Zusammenarbeit regelt. Für den Anfang soll eine „niedrige einstellige Zahl“ an Rabbinern beauftragt werden, heißt es vonseiten des Militärs.

Auch für Muslime sind verbesserte seelsorgerische Angebote geplant. Allerdings gibt es derzeit in Deutschland keine zentrale Institution, die den muslimischen Glauben bei einem Staatsvertrag vertreten könnte. Muslimische Geistliche sollen deshalb über sogenannte Gestellungsverträge an die Bundeswehr gebunden werden. Das heißt, dass der Geistliche zwar für die Bundeswehr tätig ist, ohne jedoch als Arbeitnehmer angestellt zu sein.

Derzeit dienen etwa 300 Juden und ca. 3.000 Muslime bei der Bundeswehr. Etwa 53.000 Soldaten sind Protestanten und 41.000 Katholiken. Zuletzt gab es vor rund 100 Jahren Militärrabbiner bei der Bundeswehr.

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