Fazit der Allianzkonferenz: Christen, engagiert euch!

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Blick ins Publikum des Schlussgottesdienst der 124. Allianzkonferenz.
Schlussgottesdienst der 124. Allianzkonferenz. Foto: DEA / Norbert Schäfer
Die 124. Jahreskonferenz der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) ist am Sonntag (4. August) zu Ende gegangen. Der Tenor: Christen sollen sich gesellschaftlich engagieren.

Als einen kleinen Vorgeschmack auf „den Reichtum, die Vielfalt und die Schönheit des Glaubens, wie ihn Jesus seiner Gemeinde verheißen hat“ bezeichnete der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) Reinhardt Schink die Allianzkonferenz zum Abschluss der Veranstaltung. 1.900 Christen sind fünf Tage lang in Bad Blankenburg zusammengekommen, wie die Allianz mitteilt. Das waren 200 Besucher mehr als erwartet.

Das zentrale Thema der Konferenz war „Hoch und heilig“, der grundlegende Bibeltext der Hebräerbrief. Unter dem Motto fanden zahlreiche Gottesdienste, Seminare und Workshops statt. Auch politische Themen behandelte die Bibeltagung, beispielsweise zum assistierten Suizid, zum Nahost-Konflikt und zur christlichen Verantwortung in der Demokratie.

Konferenz beteiligte sich an Petition

Der Tenor sei gewesen, dass Christen an der öffentlichen Debatte teilhaben sollten, resümiert die Allianz. Auf der Grundlage des christlichen Glaubens und der christlichen Ethik sollten Gläubige sich an gesellschaftlichen Veränderungen beteiligen: „Glaube und gesellschaftliches Engagement gehören inhaltlich zusammen“, sagte Schink. Unter anderem beteiligte sich die Allianzkonferenz an einer Petition. Diese richtet sich an den hessischen Landtag und spricht sich gegen die Abschiebung einer zum Christentum konvertierten Iranerin aus.

Zum Ende der Konferenz verabschiedete sich Hartmud Steeb, der ehemalige Generalsekretär der DEA, von den Teilnehmern. Er hatte das Treffen geleitet – zum letzten Mal. Die 125. Allianzkonferenz liegt in der Obhut des neuen Generalsekretärs Schink.

Die erste Allianzkonferenz fand 1886 statt. Die Evangelische Allianz ist ein Netzwerk verschiedener evangelisch gesinnter Organisationen und Gemeinden. In Deutschland gibt es etwa 1.000 örtliche Allianzen.

2 DIREKT-KOMMENTARE

  1. „Auf der Grundlage des christlichen Glaubens und der christlichen Ethik sollten Gläubige sich an gesellschaftlichen Veränderungen beteiligen“, sagt Reinhard Schink.
    Sollten Gläubige sich nicht erst mal daran beteiligen, negative Veränderungen abzuwehren und gute Traditionen zu bewahren? Woher kommt Schinks „Veränderungs“-Wahn?

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