Was, wo, wieviel: Zahlen und Fakten zum Evangelischen Kirchentag

Natürlich besteht und lebt der Kirchentag in erster Linie durch die Menschen vor Ort. Aber auch ein Blick auf die Zahlen dieser Großveranstaltung ist interessant – und zwar jenseits der Anzahl der Dauerteilnehmer (119.466) oder Tagesgäste (35.322).

Eckart von Hirschhausen und die 5.000 Rosinen

Das Motto des Kirchentags ist falsch, schießt es mir durch den Kopf. Von wegen "So viel du brauchst". Mal wieder sitze ich in einer überfüllten Veranstaltung. Viele Besucher müssen draußen bleiben. So viel man an Platz braucht gibt es dann eben doch nicht. Doch die Bibelarbeit von Eckart von Hirschhausen zeigt, dass man im Mangel mehr hat, als man denkt.

Bischof Ralf Meister: „Vermutlich hätte Jesus Kirchentage gehasst“

Eine steile These, noch dazu von einem Theologen. Landesbischof Ralf Meister (Hannover) stellte sie während seiner Bibelarbeit zur Speisung der 5.000 (Joh. 6, 1-15) im Mariendom auf und lieferte auch gleich die Begründung: "Es wären ihm einfach zu viele Menschen gewesen."

Mein erstes Mal: Wie ich in 15 Minuten vom Zuschauer zum...

Kirchentag ist riesig. Und Sinn des Kirchentages ist es, mit möglichst vielen Christen zusammen Gottesdienst zu feiern. So habe ich mir mein erstes Mal vorgestellt. Manchmal reicht es aber auch, wenn man mit zehn Leuten zusammen auf der Wiese Lobpreislieder singt. So wie ich, als ich für eine Viertelstunde Mitglied einer Ten Sing-Gruppe wurde.

„Party-Höhepunkt“: 65.000 Besucher beim Konzert der Wise Guys

Sie sind ein Phänomen: Die Wise Guys ziehen bei Kirchentagen regelmäßig die Massen an – über die Grenzen aller Konfessionen hinweg. Diesmal kamen rund 65.000 Menschen in den Hamburger Stadtpark.
Nina Hagen Kirchentag 2013

Nina Hagen: „Ich bete ständig“

Die Punk-Ikone Nina Hagen (58) wünscht sich, sie hätte früher mehr gebetet. "Aber ich bin Gott dankbar, dass ich jetzt meinen Weg zu ihm gefunden habe und nicht mehr weiter suchen muss, hallelujah!", sagte sie auf dem "Roten Sofa" der Kirchenpresse beim evangelischen Kirchentag in Hamburg.

Markt der Möglichkeiten: „Mehr als ich mir vorgestellt habe – und...

Ich biege am Weihnachtsbaum mit den fair gehandelten und selbst gestalteten Kugeln ab und bleibe vor dem Brunnen stehen, an dem gerade zwei Damen die Füße gewaschen werden. Der Markt der Möglichkeiten auf dem Kirchentag ist mehr als ich mir vorgestellt habe – und mehr als ich brauche.

„Hier darf man tanzen“: Techno-Gottesdienst in St. Pauli

"Drei", "zwei", "eins" – los geht's! Die Discolichter blitzen, wummernde Bässe lassen die Hosenbeine flattern und die Jugendlichen tanzen ausgelassen. Es ist laut, es ist schrill - Technogottesdienst im Kaiserkeller der Großen Freiheit 36. Aber zwischendurch gibt es auch leise und ernste Töne.

Sechsstelliges Ergebnis: Kollekte der Eröffnungsgottesdienste erbringt 108.000 Euro

Die Kollekte der vier Eröffnungsgottesdienste erbrachte nach Angaben von Kirchentagsorganisator Constantin Knall einen Betrag von 108.039,08 Euro. Insgesamt 84.000 Menschen hätten an den Gottesdiensten am Strndkai, dem Rathausplatz, Fischmarkt und Reeperbahn teilgenommen.
Bibelarbeit Kirchentag 2013

Bibelarbeit in der Fischhalle: „Wir müssen im Gebet dranbleiben“

Eine Bibelarbeit in der Fischauktionshalle? Klingt ungewöhnlich, doch das im Basilikastil erbaute Gebäude in Hamburg-Altona kann es von der Atmosphäre her locker mit so manchem Sakralbau aufnehmen. Fische werden hier nicht mehr verkauft, dafür gibt es am ersten Morgen des Kirchentags viel Lobpreismusik und Gottes Wort.