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Erzbischof: „Die Kirche in Syrien stirbt“

Der syrische Erzbischof Mourad warnt: Die Kirche in Syrien steht vor dem Aus. Christen fühlen sich wie Fremde im eigenen Land.

Der syrisch-katholische Erzbischof von Homs, Jacques Mourad, hat gegenüber dem katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN) die politische und rechtliche Situation in Syrien scharf kritisiert. Die Bevölkerung leide unter Gewalt und Repressalien. Mourad zog einen Vergleich zu Afghanistan: „Es gibt zwar nicht diese Gewalt wie in Afghanistan, aber wir sind nicht weit davon entfernt.“ Der Weg zur Demokratie sei noch lang.

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Besonders betroffen sei die christliche Minderheit. „Die Kirche in Syrien stirbt“, sagte Mourad. Die Abwanderung halte trotz internationaler Hilfe an. Ohne ein stabiles Regierungssystem und klare Sicherheitsstrukturen sei eine Eindämmung der Migration nicht möglich. Die Kirche versuche, aktiv zur Zukunft des Landes beizutragen. In Aleppo würden Christen ausgebildet, um politische Rollen zu übernehmen. Mourad betonte: „Es ist unerträglich, dass sich Christen wie Fremde fühlen, obwohl sie seit Jahrhunderten Bürger dieses Landes sind.“

Angesichts der jüngsten Anschläge und Konflikte forderte Mourad eine klare Haltung der Weltgemeinschaft. Politik, Bildungseinrichtungen und Hilfswerke müssten zusammenarbeiten, um Angst zu überwinden und Gerechtigkeit zu fördern.

Link: Kirche in Not (Homepage)

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3 Kommentare

  1. Frieden unter Nachbarn

    Syrier die hier in Deutschland Ärzte sind, haben in einem anderen Zusammenhang erzählt, dass dort Christen und Moslems Haus an Haus wohnen und gute Nachbarn sind. Warum sollte dies nicht stimmen, wenn dies jemand so erlebt? Vielleicht sind nicht alle Katzen grau und dieses Fremdsein ist nicht landesweit verbreitet. Aber der betreffende Mensch berichteten auch, dass in Familien durchaus auch zwei Religionen vorkommen und daher also verträglich sind. Ich würde dem Dauerkriegsland und allen Bewohner:innen wünschen es sei so, oder es werde so, damit alle gut leben.

  2. Man kann doch sagen, dass im gesamten arabischen Raum die Christen verdrängt werden, sie erleben denselben Albtraum wie die Juden.
    Der radikale Islam mag religiöse Konkurrenz nicht ertragen. Deutsche Politiker und Kirchenführer schauen gerne darüber hinweg und päppeln im eigenen Land den Islam auf, verstehe das wer will !?

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