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Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit: Macht der Glaube einen Unterschied?

Eine aktuelle Studie untersucht die Einstellung von Christinnen und Christen zu Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit – und welche Rolle ihr Glaube dabei spielt.

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Sollten sich Christinnen und Christen gegen Armut, Ungleichheit oder den Klimawandel einsetzen? Was sagt die Bibel dazu? Wie werden solche Themen in Gemeinden behandelt? Diese und viele weitere Fragen stehen im Fokus einer aktuellen Studie zu sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Nachhaltigkeit (Ge-Na-Studie). Die Umfrage wird vom Forschungsinstitut empirica der CVJM-Hochschule in Kassel im Auftrag der Schweizer Nichtregierungsorganisation „Interaction / StopArmut“ durchgeführt und richtet sich an Christinnen und Christen ab 14 Jahren im deutschsprachigen Raum.

Ziel der Studie ist es, die Einstellungen von Christinnen und Christen zu sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Nachhaltigkeit zu untersuchen. Ein Augenmerk liegt laut den Verantwortlichen darauf, welche Rolle der christliche Glaube für die Einstellung und das Verhalten zu Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit hat.

Religiosität als mögliche Ressource

„Wir haben momentan nur stückweise Informationen dazu, inwieweit sich Christinnen und Christen sowie christliche Institutionen in den Feldern ‚Soziale Gerechtigkeit‘ und ‚Ökologische Nachhaltigkeit‘ engagieren“, so Projektleiter Tobias Faix. Es sei daher wichtig, einmal systematisch die bestehenden Motivationen hinter dem Engagement – oder auch keinem Engagement – in diesem Bereich zu untersuchen, so Faix weiter, um dann bei Bedarf eine fachlich fundierte Diskussion anstoßen zu können. Gerade der Aspekt von Religiosität als eine mögliche Ressource sei hier besonders spannend.

Die Teilnahme an der wissenschaftlichen Studie ist ohne Vorkenntnisse möglich und dauert laut empirica rund 25 Minuten. Beteiligt an der Studie sind neben „Interaction / Stop Armut“ als schweizerischem Dachverband von 34 christlichen Entwicklungsorganisationen auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Schweizerische und Deutsche Evangelische Allianz, Brot für die Welt, World Vision Deutschland, die Micha-Initiative in Deutschland sowie der CVJM Deutschland.

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Link: Hier geht es zur Umfrage.

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12 Kommentare

  1. „Religiosität als mögliche Ressource“

    Religiosität kann als ein Zustand geistiger Umnachtung beschrieben werden.

  2. Schade eigentlich !

    „Da sind solche Gedankengänge wenig hilfreich, im Gegenteil, sie zeugen von einem beträchltlichen Mangel n Empathie, Mitgefühl und
    Nächstenliebe“! Gabrielle, wie Sie zu einer solchen Aussage kommen, ist mir sehr schleierhaft. Und ich garniere auch meine Kommentare nicht mit ein wenig Gottes- und Nächstenliebe. Das klingt fast so, als ob ich hier Gott und seinen Namen missbrauche. Diese Aussage – ehrlich geschrieben – kränkt mich sehr. Bei Ihren Stellungnahmen habe ich oft das Erlebnis, dass ich etwas lese, so wie es geschrieben ist, aber es erschließt sich mir auch nicht im entferntesten. Möglicherweise haben Sie eine Sprache und ich eine ganz andere. Im Übrigen habe ich hinsichtlich des Thema
    Schwangerschaftsabbrüche die Auffassung vertreten, dass auch in diesem Zusammenhang Ethik schwierig ist, gleichwohl aber allgemein bekannt ist, dass selbst Christen in ethischen Fragen unterschiedliche Auffassungen haben können. Ich wiege so manches auf zwei Seiten ab, also im Für und Dagegen. Denn in einer komplizierten Welt ist ein solcher Umgang mit Problemen und Sachverhalten nicht absurd. Jedenfalls gedenke ich mich nicht mehr zu ärgern und werde Ihr Geschriebenes nicht mehr beantworten. Schade eigentlich !

    • Lieber Bernd Hehner ,
      “ (…) wie Sie zu einer solchen Aussage kommen, ist mir sehr schleierhaft. “

      [gestrichen / MfG, das JDE-Team]

      Mit freundlichen Grüßen.

    • Kein Nonsens

      Nein liebe Gabrielle. Zwar könnte man diesen Nonsens im ersten Augenblick vermuten. Aber worin unserer christlicher Mehrwert besteht, wäre schon eine interessante Frage. Diese wird aber nicht dadurch beantwortet wenn wir wissen, dass Christen sich gegen Armut, Ungleichheit und Klimawandel einsetzen – so wie Nichtchristen oder Andersgläubige auch. Vielleicht wäre es auch wichtig, worin unser besonderer speziell christlicher Anteil an obigen Bemühungen wäre. Aber nicht, weil dieser Anteil wertvoller ist, sondern alle generellen Bemühungen auf seine Weise unterstützt. Vielleicht könnte da gelten der alte Satz „bete und arbeite“ – ora et labora. Beim Bekämpfen des Klimawandels brauchen wir wirklich das Wunder, nicht dass sich das Klima von selbst bessert, sondern dass sich die menschliche Gesinnung weltweit ändert in Richtung absolut mehr zu tun. Die Umfrage gewinnt ein Wert, wenn darüber ein Gespräch entsteht.

      • Doch Nonsens

        Es gibt keinen “ christlichen Mehrwert“, lieber Bernd Hehner.
        Was ist das nur für eine Sprache ! Sie mag Ihrem Denken entsprechen, aber der Mensch ist keine Sache, kein Ding, kein Objekt.
        Ist Ihnen dieser absurde “ Mehrwert “ wirklich wichtig ?
        Was ist dann Ihr Glaube? Ein Gedankenspiel ?

        “ Vielleicht wäre es auch wichtig, worin unser besonderer speziell christlicher Anteil an obigen Bemühungen wäre. “
        Sie meinen, Sie möchten die Schublade `Christ `neu ordnen ?
        Es braucht wache Menschen , und eine Politik, die das Thema ernst nimmt.

        “ Die Umfrage gewinnt ein Wert, wenn darüber ein Gespräch entsteht.“

        Wollen Sie über die Umfrage reden, oder über Ihre Einstellung zum Klima, als Mensch, als Bürger, als Christ ? Ist etwa darüber noch nie geredet worden ? Haben wir noch nie über den Klimawandel gesprochen ? ?
        Genau das ist der Nonsens. Wir reden über nichts anderes.
        Und blockieren damit alles.
        Ich meine, dass wir keine neuen Dauer Studien brauchen , um über Selbstverständlichkeiten zu reden.
        Eine Studie zu machen scheint einfacher , als sich durch das vielfältige bestehende Wissen durchzukämpfen.
        Ignoranz und Naivität gehen hier wohl Hand in Hand.

        Ich hoffe dann, dass Sie also dem Fragebogen der Studie Ihre 25 Min Zeit schon gewidmet haben ?

        • Unterschiedliche Sprachen

          Irgendwie lieber Gabrielle reden wir zwei völlig verschiedene Sprachen. Mehrwert habe ich nicht qualitativ gemeint. Dennoch muss es erlaubt sein zu erörtern oder zu diskutieren, worin sich christliche Ethik und Ethik ohne Christentum unterscheidet – oder ob es diesen Unterschied nicht gibt. Beide Möglichkeiten sind nur Möglichkeiten, wenn sie einigermaßen widerspruchsfrei begründet werden. Also: Soll ich jetzt schweigen um nicht alles zu blockieren ? Oder wenn, was blockiere ich ?

          • „Unterschiedliche Sprachen“ ?
            Unterschiedliche Horizonte …
            “ Friß Vogel oder Stirb „..( Siehe evangelish.de zum Thema Abtreibung ! )
            etc.
            Das alles ist Boden- und Niveaulos , deshalb diskutiere ich hier nicht mehr.

            “ Beide Möglichkeiten sind nur Möglichkeiten, wenn sie einigermaßen widerspruchsfrei begründet werden “
            Und ich versuche darauf aufmerksam zu machen, dass der Glaube in erster Linie von Menschen handelt, und ihrem Leid einen Namen gibt.
            Da sind solche Gedankengänge wenig hilfreich, im Gegenteil, sie zeugen von einem beträchltlichen Mangel n Empathie, Mitgefühl und Nächstenliebe.
            Egal , ob sie “ Mehrwert nicht so meinen „. Worte beeinflussen, das müssten Sie doch wissen ?.

            Auf Ihre letzte Frage eingehend:
            Natürlich wäre Schweigen die schlechtere Option, aber Sie könnten doch zumindest versuchen, entgegen Ihrer gewohnten Art, etwas kritischer mit den Themen der Artikel umzugehen. In der Regel nämlich sagen Sie zu allem Ja und Amen, und passen anschliessend, soweit es geht, Ihre Gedanken dazu an.
            Und garnieren diesen Gedanken zusätzlich mit ein paar allgemeinen Floskeln über Gottes Größe und Liebe.
            Womit sich alle möglichen Fehler von vornherein rechtfertigen lassen.
            Vielleicht könnten Sie das mehr reflektieren ?

  3. Ethik mit oder ohne christlichem Glauben

    „Sollten sich Christinnen und Christen gegen Armut, Ungleichheit oder den Klimawandel einsetzen? Was sagt die Bibel dazu?“ Dies steht im Vorwurf zu einer geplanten Studie. Was die Bibel dazu sagt, auch wenn sie kein Rezeptbuch für alle Fragen der Welt ist, so dürfte sie allerdings eindeutige Aussagen machen. Jesus hat sich immer um die Armen gekümmert, auch um die geistlich armen Menschen die nach Gerechtigkeit suchen und aus der Vergebung leben. Dann gibt es noch die Bergpredigt, die sehr eindeutig erscheint, zudem zeitlos, die sich im Prinzip an alle Menschen global wendet. Allerdings muss man auch als Christin oder Christ damit leben, dass es weltweit sehr viele Menschen gibt, die ethisch sich für Werte einsetzen und auch Maßnahmen betreiben, die sich nicht nur gegen Armut, Ungerechtigkeit und den Klimawandel richten. Die Nächstenliebe ist zudem auch anderen Religionen wichtig und gleichermaßen ebenso Atheisten. Unsere Unterscheidungsmerkmale gegenüber Nichtgläubigen müssen daher gewissenhaft und ehrlich besprochen werden. Andererseits sind die Werte der Bergpredigt unzweifelhaft – weil Jesuswort – ja genauso Gotteswort ist. Sich danach mit ehrlichem Bemühen zu richten, dürfte daher ein Wert an sich sein und auch unbedingt dem Willen des Schöpfers entsprechen. Wer dies leugnen würde, bleibt leider nicht widerspruchsfrei. Doch bleibt Luthers innere Erkenntnis über einen gnädigen Gott, den wir mit Werken nicht erst gnädig stimmen müssen, trotzdem bestehen. Vielleicht gibt es darin Übereinstimmung, dass richtige Liebe bzw. Nächstenliebe und daher auch Gottesliebe, und Gottes Liebe zu uns, vorbedingungslos sein muss. Eine Liebe mit vorher erbrachter Leistung wäre kein. Etwas zugespitzt würde sich sogar die Frage stellen, ob Ethik weniger Ethik ist ohne Gottesbezug. Nun könnte man mit einiger Berechtigung anmerken, dass wir als Erlöste uns von jenen Menschen unterscheiden die es noch nicht sind, auch wenn sie deutlich für eine Verbesserung der Welt eintreten. Aber auch da wird es schwierig und die Frage letztlich nicht vollständig beantwortbar. Denn Jesus ist für jeden Menschen gestorben und daher zur Erlösung aller Menschen und des gesamten Universums. Ergo: Gott ist immer größer als wir ihn denken können. Zweitens: Wir sollten nicht eifersüchtig sein auf andere Zeitgenossen ohne christlichen Hintergrund, wenn sie das richtige tun und Jesus davon wahrscheinlich sehr angetan sein würde. Vielleicht ist es christlicher Ansporn, wenn wir auf der Seite all jener stehen, die zu den Guten gerechnet werden können.

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