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Bergsport im DAV: Dem Himmel so nah

Im Deutschen Alpenverein gibt es eine neue Abteilung, „Gipfelkreuz“, die Glauben und Bergsport verbinden soll. Einer der leitenden Köpfe dahinter ist Daniel Jägers.

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Es gibt doch fast in jeder Stadt eine Sektion des DAV – warum musstet ihr dann noch eine überregionale Sektion gründen?
Unser Traum war es vor ca. 1,5 Jahren, Glaube, Bergsteigen und Erlebnispädagogik zu verbinden. Der Fokus unserer Sektion sollte es sein, dass Glaube und Bergsport zusammen den Vereinszweck bilden. Wir haben den Verein dann gegründet, ohne zu wissen, ob das Entscheidungsgremium des Deutschen Alpenvereins unsere Aufnahme in den DAV befürwortet. Von dieser Entscheidung waren wir abhängig und sehr, sehr dankbar, als wir Ende 2019 erfahren haben, dass über 75 % der Delegierten für uns gestimmt haben. Im Januar 2020 war es dann so weit, seitdem ist die DAV-Sektion „Gipfelkreuz“ offiziell anerkannt und man kann bei uns Mitglied werden.

Bergsteigen mit Männern: Was ist daran besonders?
Männer wollen in der Regel ihre Kräfte messen und konkurrieren gern am Berg! (lacht)

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Der Unterschied zu Frauen besteht darin?
Für Frauen ist das Bergsteigen eher ein soziales Event, bei dem sie schön wandern wollen und die Gemeinschaft und gegenseitiges Verständnis im Vordergrund stehen.

Ist man auf dem Berg, am Gipfelkreuz näher am Himmel, an Gott?
Rein theologisch gesehen ist man das natürlich nicht, aber emotional glaube ich schon, dass es vielen so geht. Es gibt Orte, wo sich Menschen Gott näher fühlen, wie z. B. beim Lobpreis in der Kirche. Und dazu würde ich zumindest auch die Berggipfel zählen, man hat dort emotional einen anderen Zugang zu Gott. Z. B. hat mir ein Alt-68er und Agnostiker mal bei einer Bergtour gesagt: „Hier spüre ich etwas, hier ist es anders …“ Moses ging auf den Berg, um Gott zu begegnen, Jesus genauso und auch in vielen anderen Religionen haben Berge etwas Transzendentes. Viele Menschen werden im Gebirge einfach offen für den Glauben.

In deinem Rucksack fehlt beim Wandern nie …
Mein Trinksystem, kein Highend-Teil, ein günstiges, je nach Länge der Tour mit 1 oder 3 Litern Wasser. Aktuell ist da außerdem noch ein Kuscheltier von meinem Sohn Bruno, 3 ½ Jahre, Gummibären oder Blaubeeren, die wir zum Suchen verstecken. Wenn das nicht mehr zieht, nehmen wir sein Kuscheltier, laufen vor, verstecken es „hinter der nächsten Ecke“ und er muss es dann suchen. So kriegen wir ihn dann die Berge hoch.

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Ich gehe das erste Mal Bergwandern – was muss ich beachten, einpacken und kaufen?
Für mich ist immer weniger mehr, meine Beobachtung ist, dass die meisten viel zu viel mitnehmen. Je erfahrener die Bergsteiger und je schwieriger die Touren werden, desto kleiner wird der Rucksack. Für mich ist eine Faustregel, dass ich nur 2 T-Shirts pro Woche auf eine Bergtour mitnehme, eins für tagsüber und eins für die Hütte und nachts. Das muss einfach reichen, denn jedes Gramm mehr muss man schleppen und bereut es dann spätestens am dritten Tag.
Schuhe sind das Allerwichtigste, denke ich, und die Tour sollte abwechslungsreich und nicht zu lang sein.

Was wünschst du dir zukünftig für die neue Sektion des DAV Gipfelkreuz?
Ich wünsche mir, dass unsere Arbeit einen möglichst großen Beitrag dazu leistet, dass Beziehungen wachsen und heil werden. Das Kreuz als Symbol für die vertikale Beziehung nach oben zu Gott, und die horizontale Beziehung zum Mitmenschen und zur Umwelt; dass wir einen Beitrag dazu leisten, dass in diese Beziehungen ein Stück weit Frieden reinkommt. Konkret heißt das für die Arbeit der Sektion Gipfelkreuz: Es sollte uns gelingen, gute Angebote zu erstellen, Menschen zu begeistern, zu inspirieren und zu ermutigen, Verantwortung wahrzunehmen. Darüber hinaus Beziehungen zu pflegen und es hinzukriegen, Einheit im christlichen Glauben zu leben und Toleranz zu verwirklichen, damit nicht theologische Differenzen zu Spannungen und Spaltungen führen. Wir möchten als Sektion vom DAV natürlich auch eine gewisse Breite des Bergsports anbieten.


Dieses Interview führte Stefan Mück für das Männermagazin MOVO (Ausgabe 01/2021). MOVO erscheint viermal im Jahr im SCM Bundes-Verlag, zu dem auch Jesus.de gehört. 

 

 

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