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US-Bischöfe verurteilen Trumps Klima-Entscheidung scharf

Mit Bestürzung hat die katholische Bischofskonferenz der USA auf die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump reagiert, dass sich die Vereinigten Staaten aus dem Pariser Klimaschutzabkommen zurückziehen werden. Dies werde nicht nur den USA Schaden zufügen, sondern vor allem den Armen in der Welt. Die Entscheidung des Präsidenten sei „zutiefst verstörend.“
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Ich kann nur hoffen, dass der Präsident konkrete Wege vorschlagen wird, um etwas gegen den globalen Klimawandel zu zu tun und die Umweltverantwortung zu fördern“, schreibt der Sprecher Bischofskonferenz, Bishof Oscar Cantú (Las Cruces). Die katholische Bischofskonferenz der USA unterstütze die Pariser Vereinbarung gemeinsam mit Papst Franziskus und der gesamten katholischen Kirche „als wichtigen internationalen Mechanismus zur Förderung der Verantwortung gegenüber der Umwelt und der Klimaschutzpolitik.“ Folgen des Klimawandels seien bereits jetzt sichtbar.

In einem Brief an den Kongress hatte die katholische Bischofskonfertenz der USA im November 2015 die Regierung ausdrücklich dazu aufgefordert, dem Pariser Klimaschutzabkommen beizutreten.

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„Katastrophe für die ärmsten Menschen“

Kritik kam auch aus Deutschland. Als „Katastrophe für die ärmsten Menschen“ bezeichnete die Klimaexpertin Sabine Minninger vom evangelischen Hilfswerk „Brot für die Welt“ den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimavertrag. Ein unbegrenzter Klimawandel werde Millionen Menschen in die Flucht vor Umweltkatastrophen treiben, führte Minninger aus. Auch wachse die Gefahr von kriegerischen Konflikten um Naturressourcen. Der Vertrag sei für viele Arme die einzige Hoffnung, von den allerschlimmsten Auswirkungen des Klimawandels verschont zu bleiben, erklärte die Klimaexpertin.

Die USA sind nach China der zweitgrößte Produzent von Treibhausgasen weltweit. Minninger verwies darauf, dass nun die Finanzierung von Klimaschutz und Anpassung in armen Ländern ins Stocken geraten könnte, weil zugesagte US-Gelder nicht fließen sollen.

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Als „Schlag ins Gesicht“ für das Engagement der Kirchen und kirchlicher Gruppierungen kommentierte Peter Weiß, Sprecher für „Nachhaltige Entwicklung und Globale Verantwortung“ beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), den Beschluss des US-Präsidenten. Die katholische Kirche in Deutschland engagiere sich nicht erst seit der Enzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus konsequent für die Bekämpfung des Klimawandels und für Klimagerechtigkeit.

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