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Wie reich machen dich 1.000 Euro im Monat?

Out of the Box – Weil wir wunderbar gemacht sind

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Die zweiwöchentliche Kolumne von Tom Laengner


Lässt sich Reichtum an Zahlen messen oder ist es eine Haltung? Letzteres, meint Tom Laengner und fragt: „Was könnte ich alles tun – und was lassen?“

Als Teenager habe ich gerne Bekehrungsgeschichten von Menschen gelesen, die ihr Leben vor die Wand gefahren hatten. Das war spannend! Nach einigen Kapiteln erkannten diese Leute die Wahrheit. Sie wurden frei! Sie lebten mit Jesus und schlossen sich einer Gemeinde an. Danach wurde es für mich meistens weniger spannend.

Und doch dachte ich neulich wieder über diese Wahrheit nach, die Menschen frei macht. Allerdings war der Zusammenhang ein ganz anderer.

„Du bist ein reicher Knopf“

Als ich früher als Lehrer an einer Gesamtschule in Bochum arbeitete, erzählte ich im Unterricht, dass ich reich sei. Die Jugendlichen konnten es kaum glauben. Schließlich kannten sie mein Auto und hatten meine Klamotten fachkundig taxiert. Okay, sie wussten, dass ich sicherlich nicht nachts zusätzlich Taxi fahren musste, um meine Familie durchzubringen. Aber reich? Das sind doch Menschen wie Jeff Bezos. Dem Amazon-Tycoon wird laut Wirtschaftswoche vom Juli 2021 ein Vermögen von etwa 208,3 Milliarden Dollar bescheinigt. Weltrekord!

Andererseits: Wusstest du eigentlich, wie reich du als Single mit einem monatlichen Einkommen von 1.000 Euro bist? Du gehörst damit zu den 12,8 Prozent der reichsten Menschen auf diesem Planeten. Zu diesen Ergebnissen kommt die Internet Plattform „Giving what we can“. Es gibt dann immer noch viele Menschen, die mehr haben als du. Aber die überwältigende Mehrheit der Erdbevölkerung hat weniger zur Verfügung. Dazu zählen weit über 6 Milliarden Menschen. Sie verfügen über weniger materiellen Besitz als du. Seitdem ich das weiß, fühle ich mich nicht reicher. Ich kneif mich in den Arm und weiß: Ich bin es einfach. Ist das nicht zuallererst einmal eine sensationelle Nachricht? Du bist ein reicher Knopf!

„Das möchte ich lernen“

Die Northpoint  Community Church in Atlanta im US Bundestaat Georgia denkt in eine ähnliche Richtung. Unter dem Motto „Be Rich“ macht die Kirche jährlich eine Kampagne. Sie unterstützt Projekte in ihrem Gemeinwesen und spendet Geld. 2020 kamen dabei fast 7,5 Millionen Euro zusammen. 35.000 Stunden setzen die Kirchenmitglieder für außergemeindliche Arbeit ein. 52 Millionen Euro sind seit Projektstart im Jahre 2007 gespendet worden.

Mehr als die Beträge bringt mich das Motto zum Denken: „Sei reich.“ Sei freundlich, sei dankbar oder sei fleißig. Das kann ich mir vorstellen. Aber „Sei reich“? Das klingt in meinen Ohren unangebracht. Wenn Eltern ihren Kindern sagen „Sei nett zu den Menschen“, dann heißt das etwas. Die Kinder sollen sich Mühe machen. Es liegt zumindest teilweise an ihnen. „Sei reich“ legt nahe, dass es innerhalb meiner Möglichkeiten liegt, ob ich reich bin oder nicht. Oder anders gesagt: ob ich mich als reich empfinde oder nicht.

Reich zu sein ist wohl eine Haltung, die ich erlernen kann. Das möchte ich auch dringend anstreben! Das befreit mich in erster Linie selbst. Wieso? Na ja, ich kenne zum Beispiel Menschen, die sich für mehrere tausend Euro Gartenmöbel angeschafft haben. Sie nutzen sie aber kaum. Das hat nichts damit zu tun, dass der deutsche Sommer traditionell in der Kreisklasse spielt. Der sparsamen Nutzung liegt eine Angst zugrunde. Die weiß, dass bei hoher Sonneneinstrahlung die Möbel an Farbe einbüßen könnten. Da wollte ich eigentlich mal kurz lachen. Tat ich aber nicht. Ich habe mir das verkniffen und nachher gedacht, was es doch für arme reiche Menschen gibt.

Was würde Jesus tun?

Zum Trost fielen mir meine Freunde Claudia und Frank ein. Die wollten ihren uralten Kombi einer bedürftigen Familie schenken. Wegen irgendwelcher Sprachprobleme wurde nichts daraus. Da haben die beiden der Familie kurzerhand den Erlös der alten Rübe überwiesen. Diese Haltung empfand ich als ziemlich reich.

Wie sagte Jesus noch: „Ihr werdet die Wahrheit erkennen. Und die Wahrheit wird dich frei machen.“ Was wäre das für eine Freiheit, in der ich mich als Durchschnittsdeutscher befreit zurücklege in der Erkenntnis, im weltweiten Vergleich reich zu sein.

Materiell gesehen. Was könnte ich alles tun! Und was von Herzen fröhlich lassen!

Alle Kolumnen von Tom Laengner findet ihr hier.


Tom Laengner ist ein Kind des Ruhrgebiets. Nach 20 Jahren im Schuldienst arbeitet er journalistisch freiberuflich und bereist gerne unterschiedliche afrikanische Länder. Darüber hinaus arbeitet er als Sprecher für Lebensfragen und Globales Lernen. In seiner Kolumne „Out of the Box – Weil wir wunderbar gemacht sind“ schreibt er regelmäßig über Lebensfragen, die ihn bewegen.

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1 KOMMENTAR

  1. 1000-€ im Monat würden mich nicht glü-
    cklich machen. Ich würde es sparen für meine Beerdigung, denn man ist meistens schneller tot als gedacht. Die Kosten für eine Bestattung belaufen sich auf 5250-,€ insgesamt.

    Wichtiger sind Freunde ein Pastor und eine Bibel.

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