Lutherdenkmal in Wittenberg (Foto: Lutherstadt Wittenberg Lutherdenkmal auf dem Marktplatzby Neuwieser https://flickr.com/photos/neuwieser/6152526123 shared under a Creative Commons (BY-NC-ND) license)
Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) möchte 30 Scouts einsetzen, die verschiedene Programmpunkte des Reformationsjubiläums beobachten und bewerten sollen. Laut evangelisch.de gehört dieser Punkt zur Umsetzung des Arbeitstitels 2017 „Zukunft auf gutem Grund“, der auf der Tagung in Magdeburg vorgestellt wurde.

Ziel sei es, die Botschaft des Evangeliums noch intensiver in die Gesellschaft hinein sagen zu können, daher decken die Scouts verschiedene Bereiche ab, um die Interessen möglichst vieler Gruppen wiederzugeben. Es sollen „Menschen aus Kultur, Wissenschaft und Medien, aus Politik und Bildung, junge Menschen, Menschen aus der Ökumene und religiös Ungebundene“ sein, heißt es im erneuerten Abstimmungsvoschlag.

Reformationsjubiläum aus verschiedenen Perspektiven

Auch Geflüchtete und Atheisten bekommen die Aufgabe ihre Beobachtungen und Eindrücke zu sammeln und der Kirche weiterzugeben. Daher bekommen sie im Vorfeld keine Vorgaben, welche Veranstaltungen sie besuchen müssen. „Sie sollen es sich selbst aussuchen, was sie selbst für wichtig und relevant halten“, betonte Irmgard Schwaetzer, Synodenpräses, in ihrer Rede vor dem Kirchenparlament. Folgende Fragen seien relevant, um den noch offenen Prozess anzustoßen: „An welche Zielgruppe richtete sich das, was Sie besucht haben? Was war die reformatorische Botschaft, die dort zum Klingen gebracht wurde? Welche Zukunftsperspektive vermittelten diejenigen, die diese Veranstaltung organisiert haben, für uns alle?“

Wichtig sei es, die Fragen nicht nur zu stellen, sondern sich im Dialog darüber auszutauschen. „Natürlich wollen wir es nicht nur anschauen, sondern sofort darüber reden, wie wir daraus Leitlinien für die Zukunft entwickeln können.“