- Werbung -

Open Doors: Christenverfolgung stärker politisch thematisieren

In vielen Ländern stehen Christen wegen ihres Glaubens unter Druck oder werden verfolgt. „Open Doors“-Leiter Markus Rode fordert mehr Aufmerksamkeit – in Öffentlichkeit und Politik.

epd-Gespräch: Matthias Pankau

- Werbung -

Der Leiter des christichen Hilfswerks „Open Doors“, Markus Rode, hat eine zu geringe Wahrnehmung des Themas Christenverfolgung in Deutschland und Europa beklagt. Es fehle häufig an Wissen über das Ausmaß der Verfolgung, sagte Rode dem Evangelischen Pressedienst (epd). Zudem sei Religionsfreiheit hierzulande so selbstverständlich, dass sich viele Menschen die Realität von Gefängnis, Vertreibung oder Gewalt aus Glaubensgründen kaum vorstellen könnten.

„Open Doors“ veranstaltet vom 14. bis 16. Mai in der dm-Arena in Karlsruhe einen Kongress zum Thema Christenverfolgung, bei dem auch Betroffene aus verschiedenen Ländern berichten werden. Nach Einschätzung des missionarisch ausgerichteten Hilfswerks sind weltweit mehr als 388 Millionen Christen wegen ihres Glaubens intensiver Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt (Weltverfolgungsindex 2026). Die Daten liefern den Angaben zufolge kirchliche Netzwerke, regionale Menschenrechtsanwälte, Analysten sowie Experten von „Open Doors International“.

Appell: Diplomatische Möglichkeiten nutzen

Christen würden in vielen Ländern aus unterschiedlichen Gründen bedrängt, etwa durch autoritäre Regierungen, religiösen Extremismus oder gesellschaftlichen Druck, so Rode. Besonders betroffen seien Konvertiten, die sich bewusst für den christlichen Glauben entscheiden und oft aus dem engsten familiären Umfeld heraus verfolgt würden. Besorgniserregend sei zudem die Lage in Teilen Subsahara-Afrikas, wo Christen zunehmend Opfer islamistischer Gewalt würden.

Rode forderte, Religionsfreiheit stärker in der deutschen Außen-, Entwicklungs- und Menschenrechtspolitik zu verankern. Deutschland habe diplomatische und wirtschaftliche Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen und das Thema klar anzusprechen. Zugleich müsse der Schutz Betroffener gewährleistet bleiben. Verfolgte Christen seien nicht nur Opfer, betonte Rode, sondern engagierten sich vielfach selbst in Bildung, Gesundheitsversorgung sowie für Versöhnung und Frieden.

- Werbung -

Open Doors ist ein überkonfessionelles christliches Hilfswerk, das seit 1955 weltweit verfolgte und diskriminierte Christinnen und Christen durch Bibeln, Schulungen, praktische Hilfe und Nothilfe unterstützt. Bekannt ist Open Doors vor allem durch den jährlich erscheinenden Weltverfolgungsindex.

Mehr zum Thema:

Quelleepd

NEWS & Themen

NEWSLETTER

BLICKPUNKT – unser Tagesrückblick
täglich von Mo. bis Fr.
Wir liefern dir die interessantesten NEWS,
Interviews und Geschichten aus der christlichen Welt.
Kompakt, relevant, inspirierend.

Wie wir Deine persönlichen Daten schützen, erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.
Abmeldung im NL selbst oder per Mail an info@jesus.de

Konnten wir dich inspirieren?

Jesus.de ist gemeinnützig und spendenfinanziert – christlicher, positiver Journalismus für Menschen, die aus dem Glauben leben wollen. Magst du uns helfen, das Angebot finanziell mitzutragen?