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Hutu gegen Tutsi: Kirche hat aus Fehlern des Völkermords gelernt

Über 800.000 Menschen starben vor 29 Jahren in Ruanda im Zuge eines Genozids. Die Kirche war damals Teil des Problems und mit in den Konflikt verwickelt. Jetzt könnte sie zum entscheidenden Faktor im Versöhnungsprozess werden.

Von Christine Schliesser (Studienleiterin am ökumenischen Zentrum für Glaube und Gesellschaft der Universität Fribourg)

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Die Religion feiert ein unverhofftes Comeback. „Religion Matters. On the Significance of Religion in Global Issues.“ So der Titel einer gleichnamigen Buchserie.1 Angesichts der Krise christlicher Kirchen in vielen Kontexten westeuropäischer Gesellschaften scheint die Feststellung, dass Religion eine bleibende Rolle im Blick auf aktuelle globale Herausforderungen spiele, bestenfalls gewagt. Und hatte nicht Max Weber bereits vor hundert Jahren eine „Entzauberung der Welt“ postuliert?

Zugleich gehört es zu den empirischen Fakten, dass für 85 % der Bevölkerung auf diesem Planeten Religion in der Tat eine wichtige Rolle spielt (World Population Review 2022).2  Auch stellte das Pew Research Center, eine renommierte Denkfabrik aus den USA, 2015 in einer großangelegten Studie fest, dass das 21. Jahrhundert religiös wird. Fast alle großen Glaubenstraditionen werden an Mitgliedern und Einfluss gewinnen.3

Das Schrumpfen der institutionalisierten Kirchen in Deutschland und überhaupt in Westeuropa ist – global gesehen – die Ausnahme. Und selbst in hiesigen Breitengraden wächst das Interesse an der Rolle von Religion und ihrer Bedeutung für soziale Prozesse und „moderne“ bzw. „spätmoderne“ Gesellschaften. Gar von einer „Desäkularisierung“ (Peter L. Berger) ist die Rede.

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In jedem Fall gilt, dass Religion – jede Religion – zutiefst ambivalent ist. Religion hat enorme destruktive Potenziale, aber zugleich bietet sie auch potente konstruktive Ressourcen. Beide Dimensionen werden ganz besonders sichtbar in Konflikten, aber auch in Prozessen der Konflikttransformation. Am Beispiel des Völkermordes in Ruanda von 1994 und dem sich anschließenden Versöhnungsprozess soll beides veranschaulicht werden.

Zum Kontext: Der Völkermord in Ruanda

Ruanda sprang auf die politische Landkarte, als sich dort 1994 der schnellste Völkermord der jüngeren Geschichte zutrug, während die Welt tatenlos zuschaute. Innerhalb von nur 100 Tagen, von April bis Juni 1994, wurden bis zu einer Million Kinder, Frauen und Männer ermordet. Die meisten der Opfer gehörten der Volksgruppe der Tutsi an (einer Minderheit von rund 15 Prozent der Bevölkerung), obwohl auch zahllose Hutu getötet wurden, die sich weigerten, sich am Blutbad zu beteiligen.

Wichtig ist hier, dass Hutu, Tutsi – und die kleine Minderheit der Twa, die etwa ein Prozent der Bevölkerung darstellen – keine herkömmlichen ethnischen Beschreibungen sind, sondern Bevölkerungsgruppen meinen, die dieselbe Sprache sprechen und derselben Religion und Kultur angehören. Der Völkermord in Ruanda ging nicht nur besonders schnell, er war auch besonders grausam. Vielen Opfern wurden mit Macheten Gliedmaßen abgehackt. Zum Sterben wurden sie dann oft in Latrinen geworfen.

Ruanda gehört zu den kleinsten Ländern in Afrika, ist aber gleichzeitig eines der am dichtesten besiedelten Länder des Kontinents. Das bedeutet, dass sich Täter und Überlebende des Genozids nicht dauerhaft aus dem Weg gehen können. Es zeigt sich hier also eine ganz andere Situation als beispielsweise in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg, wo klare Grenzen die ehemaligen Feinde voneinander trennen. In Ruanda müssen zwangsläufig Wege gefunden werden, um zusammenzuleben.

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„Nationale Politik der Versöhnung“

Die gegenwärtige Regierung unter Langzeitpräsidenten Paul Kagame hat die Bedeutung von nachhaltigem Frieden und Versöhnung für die politische Stabilität und die wirtschaftliche Entwicklung des Landes klar erkannt und bereits kurz nach Ende des Völkermordes eine „Nationale Politik der Versöhnung“ ausgerufen. Auf unterschiedlichen gesellschaftlichen Ebenen wird die Politik der Versöhnung bis in den letzten Winkel des Landes durchgesetzt. Dass dabei grundlegende Menschenrechte, wie etwa das Recht auf freie Meinung, freie Presse oder politische Opposition, unter die Räder kommen, wird immer wieder kritisiert. Doch welche Rolle spielt nun die Religion? Welche Rolle spielte sie vor und während des Völkermordes? Und welche danach, in der immer noch andauernden Suche nach Versöhnung und nachhaltigem Frieden?

Ruanda ist ein christliches Land. Über 90 Prozent der Bevölkerung gehören dem christlichen Glauben an. Das war übrigens auch schon vor dem Völkermord so – was noch ganz andere, verstörende Fragen aufwirft. Anders als in Deutschland spielt Religion in Ruanda eine signifikante Rolle im Alltag. Christliche Kirchen sind daher wichtige Akteurinnen in der ruandischen Zivilgesellschaft. Was sie sagen und tun, hat Einfluss – positiv wie negativ.

Für die Analyse und Interpretation der ambivalenten Rolle der Kirchen in Ruanda greife ich auf bereits existierende Modelle zurück, die ich – gemeinsam mit meiner jüdischen Kollegin Pauline Kollontai und meiner muslimischen Kollegin Ayse Kadayifci-Orellana – weiterentwickelt habe (Schliesser et al. 2021).4 Dabei werden sieben unterschiedliche Dimensionen von Religion unterschieden (Schliesser et al. 2021: 25ff.).

Religion und Konflikt: Die Kirchen vor dem Genozid

Es zeigte sich, dass folgende vier Dimensionen von Religion einen besonderen Einfluss auf die Gestaltung der Bedingungen hatten, die letztlich den Völkermord in Ruanda ermöglichten. Dabei ist festzuhalten, dass die religiöse Dimension nur einer von vielen anderen – darunter wirtschaftliche, politische, soziale, ethnische – Faktoren ist, die im ruandischen Völkermord eine Rolle gespielt haben.

Religion als Gemeinschaft

Bis zum Genozid war der größte religiöse Player in Ruanda die katholische Kirche. Über 65 Prozent der Bevölkerung gehörten ihr an. Die katholische Kirche spielte jedoch eine zutiefst ambivalente Rolle im prägenozidalen Ruanda, indem sie sich mit den kolonialen Mächten – zunächst Deutschland, nach dem Ersten Weltkrieg dann Belgien – in ihrer divide-et-impera Strategie verbündete.

Die ehemals durchlässigen Grenzen zwischen den verschiedenen Volksgruppen verhärteten sich, unter anderem, weil die Belgier ID-Karten einführten, auf denen die Volksgruppe festgehalten wurde. Neid, Missgunst und Hass wurden gezielt gesät. Anstatt also die unterschwelligen Rivalitäten zwischen Hutu und Tutsi kritisch anzugehen, wurden diese durch die Kirche teilweise noch gefördert und instrumentalisiert.

Religion als Lehrgefüge

Schaut man sich die theologischen Inhalte der Kirche im Vorfeld des Genozids an, so zeigt sich immer wieder eine zutiefst problematische Theologie. Eine Theologie nämlich, die auf Gehorsam und Unterordnung abzielt. Ruandische Konvertiten lernten wenig zu zentralen christlichen Konzepten wie etwa Verantwortung, Freiheit oder prophetische Kritik an bestehenden Ungerechtigkeiten und viel darüber, wie man sich geistlichen und weltlichen Autoritäten in Demut unterzuordnen habe. Diese problematische Theologie trug dazu bei, dass christliche Überzeugungen als sozial und politisch irrelevant angesehen wurden.

Religion als Institution

Kirche und Staat waren eng miteinander verflochten und die Beziehungen zwischen Kirche und Staat ließen oftmals jegliche kritische Distanz vermissen. Nicht nur galt die Kirche oftmals als Eintrittskarte zu politischer Macht, auch war die Kirche nicht selten die Hauptarbeitgeberin in einer Region, die nicht nur den Zugang zu Jobs, sondern auch zu Bildung, Gesundheitsvorsorge und anderen wichtigen Ressourcen kontrollierte. Viel Macht lag in wenigen Händen, was auch zu internen Machtkämpfen innerhalb der Kirche führte. Die politischen Unruhen boten daher nicht zuletzt auch einen nicht ganz unwillkommenen Vorwand, alte Hierarchien zu stützen und zu schützen.

Religion und kulturelle Mythen

Während einerseits christliche Begrifflichkeiten für politische Zwecke instrumentalisiert wurden, war die Kirche zugleich nicht in der Lage, die kulturelle Gewalt zu bearbeiten, die sich in zahlreichen kulturellen Mythen widerspiegelte. Im kulturellen Gedächtnis Ruandas war die Verherrlichung von Gewalt fest verankert und die Kirchen erwiesen sich als unfähig oder vielleicht auch uninteressiert, dieses Thema kritisch anzugehen.

Es wäre verkürzt, die Religion als alleinige Urheberin des ruandischen Völkermordes zu sehen. Aber die Religion spielte eben auch eine Rolle. Durch die genannten Dimensionen trug sie auch dazu bei, die Atmosphäre und die Bedingungen zu schaffen, in denen ein Völkermord letztlich möglich wurde. Zugleich wäre es ebenfalls einseitig, wenn man alle religiösen Akteurinnen und Akteure kollektiv als in den Völkermord verwickelt darstellen würde.

Es gab zahlreiche kirchliche Initiativen und Einzelpersonen, die zu Frieden und Versöhnung aufriefen. Noch zur Jahreswende 1993/94, wenige Wochen vor Beginn des Blutbads, gab es große Friedensmärsche in der Hauptstadt Kigali sowie in weiteren Städten des Landes, zu denen die Kirchen gemeinsam einluden. Und auch während des Völkermordes gab es Stimmen, die sich dem Morden entgegenstellten. Viele bezahlten dafür mit ihrem Leben.

Die Kirchen und die Suche nach Versöhnung

In Ruanda zeigt sich nicht nur das Grauen der Vergangenheit, sondern man begegnet auch ganz bemerkenswerten Initiativen und Aktivitäten, die Ruanda in eine neue Zukunft führen sollen. Es geht um eine Zukunft, die dem Land – so der Plan – wirtschaftliche Entwicklung, politische Stabilität und nachhaltigen Frieden bringt. Die von der Regierung angeordnete „Politik der Versöhnung“ wurde bereits erwähnt. Welche Rolle spielen dabei nun die christlichen Kirchen?

Die von oben quasi „top-down“ gesteuerten Versöhnungsprojekte werden von den christlichen Gemeinden im ganzen Land mit „bottom-up“-Initiativen ergänzt. Denn Versöhnung und Vergebung, Friede und Gerechtigkeit gehören zu den Kernanliegen der christlichen Botschaft. Im Folgenden soll es daher um einige der Ressourcen gehen, die christliche Akteurinnen und Akteure in die Friedens- und Versöhnungsarbeit vor Ort einspielen.

Offener Umgang mit Schuld 

Der Völkermord hat die christlichen Kirchen in Ruanda schwer erschüttert, auch was ihre Glaubwürdigkeit und moralische Autorität angeht. Viele Massaker fanden in Kirchen statt. Bis heute ist die Rolle der Kirchen während des Genozids und die Frage nach einer möglichen Mittäterschaft der Kirchen nicht restlos geklärt. Damit Vertrauen untereinander wieder wachsen kann, ist nicht nur der Blick nach vorne nötig, sondern auch der Blick zurück.

Schuld und Versagen darf nicht ignoriert oder verdrängt werden, sondern muss aufs Tablett. 1996 haben sich Christinnen und Christen verschiedener Konfessionen getroffen und gemeinsam ein Schuldbekenntnis erarbeitet. Das sogenannte „Bekenntnis von Detmold“ benennt – zum Teil in schwer erträglicher Konkretion – die Schuld von Hutu, Tutsi, wie auch vom Westen.5 Schuld wird hier benannt, bereut und es wird um Vergebung gebeten. Dieses Bekenntnis half, einen Weg nach vorne zu öffnen.

Langfristig Beziehungen bauen 

Im Unterschied zu vielen staatlichen Projekten investieren die christlichen Gemeinden in Langzeitbeziehungen mit Überlebenden und mit Tätern. In dem kleinen Dörfchen Remera beispielsweise hat der dortige Pfarrer, der auch ausgebildeter Mediator ist, eine Gruppe Ehrenamtlicher aufgebaut, die sich die „Lights“ nennen, benannt nach Matthäus 5,14 („Ihr seid das Licht der Welt“).

Die Lights haben es sich zur Aufgabe gemacht, Beziehungen mit Überlebenden und Tätern des Genozids aufzubauen. Ist dies gelungen, werden sie eingeladen, an den wöchentlichen Treffen der Lights teilzunehmen. Dort geht es um biblische Themen wie Versöhnung, Vergebung, Gnade und Neuanfang. Daneben werden auch Grundlagen der Mediation, Traumatherapie und der Konfliktlösung vermittelt. Auf diese Weise werden Wege eröffnet, langsam die Spirale von Hass und Angst zu überwinden.

Theologie der Versöhnung 

Nicht zuletzt auch im Versagen der Theologie angesichts des Völkermords zeigt sich die zentrale Bedeutung von Theologie und theologischer Ausbildung. Die Grundlagen für eine theologisch fundierte Friedens- und Versöhnungsarbeit werden daher bereits in der Ausbildung der angehenden Pfarrpersonen und Gemeindeleiterinnen und -leiter gelegt. Das 2016 gegründete Dietrich-Bonhoeffer-Zentrum für Öffentliche Theologie in Kigali bietet darüber hinaus Pfarrpersonen gezielt theologische Ressourcen für die Weiterbildung in diesen Themen an.

Ganzheitliche Perspektive 

Religionen bringen ihre eigene Anthropologie mit ins Spiel, das heißt ein spezifisches Verständnis von der Natur des Menschen. Für die christlichen Kirchen in Ruanda bedeutet dies, die körperlichen Bedürfnisse der Menschen wie auch ihre geistigen, emotionalen und spirituellen Nöte ernst zu nehmen. Viele christliche Versöhnungsprojekte versuchen daher, diese Dimensionen miteinander verbinden, so etwa die Initiative CARSA („Christian Action for Reconciliation and Social Assistance“).6 Im Projekt „Kühe für den Frieden“ kümmern sich Täter und Überlebende um je eine Kuh. Sie sorgen gemeinsam für das Tier – dadurch können Beziehungen heilen und wachsen. Sie teilen sich den Erlös, zum Beispiel der verkauften Milch – dadurch können sie ganz praktisch ihre Familien unterstützen.

So beeindruckend die Friedens- und Versöhnungsarbeit christlicher Akteurinnen und Akteure nach dem Völkermord in Ruanda ist, so stellen sich doch auch einige kritische Anfragen. Es drängt sich die Frage auf, ob nicht bisweilen ein eher einseitiges Versöhnungsverständnis vorherrscht, in dem Vergebung und Gnade betont werden, Wahrheit und Gerechtigkeit hingegen etwas aus dem Blickfeld geraten. Auch wünschte man sich eine lautere Stimme der Kirchen gegenüber Menschenrechtsverletzungen.

„Wenn Versöhnung in Ruanda möglich ist, dann ist sie überall möglich.“

Christophe Mbonyingabo

Zugleich ist die Mahnung der Pulitzerpreisträgerin Tina Rosenberg ernst zu nehmen, dass es sich von außen stets leicht kritisieren lässt (Rosenberg 1995: 66).7 Ob der ruandische Versöhnungsprozess dem geschundenen Land langfristigen Frieden und tiefgreifende Versöhnung bringt? Das werden die nächsten Jahrzehnte zeigen. Das letzte Wort soll Christophe Mbonyingabo, Gründer und Leiter von CARSA, erhalten: „Wenn Versöhnung in Ruanda möglich ist, dann ist sie überall möglich.“

Christine Schliesser ist Studienleiterin am ökumenischen Zentrum für Glaube und Gesellschaft der Universität Fribourg und Privatdozentin für Systematische Theologie und Ethik an der Universität Zürich. Zudem ist sie Research Fellow am Lehrstuhl für „Historical Trauma and Transformation“ der Universität Stellenbosch, Südafrika.

1Religion Matters. On the Significance of Religion in Global Issues. https://www.
routledge.com/Religion-Matters/bookseries/RELMAT. 

2 World Population Review. 2022. Religion by Country 2022. https://worldpopulationreview.com/country-rankings/ religion-by-country. 
3 Pew Research Center: The Future of World Religions: Population Growth Projections, 2010-2050, religious-projections-2010-2050/, 2015. 
4 Christine Schliesser, Ayse Kadayifci-Orellana, Pauline Kollontai: Religion Matters – On the Significance of Religion in Conflict and Conflict Resolution, London: Routledge Press 2021. Open-Access Version unter: ;
5 Das Bekenntnis von Detmold. https:// www.kirchenkreissaarostbutare.de/detmolder-bekenntnis-deutsch-uenglisch/. 
6 https://www.carsaministry.org
7 Tina Rosenberg: The Haunted Land. Facing Europe’s Ghost after Communism, New York: Random House 1995.


Ausgabe 2/23

Dieser Artikel ist im Magazin für Psychotherapie und Seelsorge (P&S) erschienen. P&S ist Teil des SCM Bundes-Verlags, zu dem auch Jesus.de gehört.

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5 Kommentare

  1. Du hast dir also dein eigenes Christentum geschnitzt.

    Und du wirfst mir einen erfundenen Glauben vor…

    • ging an Ulrich.

      Irgendwie ist das schwierig, auf dem Handy Postings richtig anzuhängen

  2. Ein Land, in dem ein solcher Völkermord möglich ist, ist kein „christliches Land“.
    Wieder einmal werden fälschlicherweise Kirchenmitglieder mit Christen gleichgesetzt.
    Was ein Christ ist, definiert eindeutig und endgültig nur das Neue Testament, niemand sonst.
    Da Christsein etwas Persönliches zwischen Gott und dem einzelnen Menschen ist, kann es gar keine „christlichen“ Länder geben.
    Und kein wirklicher Christ hätte sich in irgend einer Weise an diesen Völkermord-Massakern beteiligt.
    In der neutestamentlichen Gemeinde gibt es überhaupt keinen Unterschied zwischen Angehörigen verschiedener Volksgruppen, sie sind alle eins.

    • So kann man sich des Unrechts seiner eigenen Religion natürlich auch entledigen.

      Nur keine Verantwortung übernehmen. Auch sehr christlich.

      • Das landläufige kirchlich strukturierte „Christentum“ ist nicht meine Religion.
        Es handelt sich um einen menschengemachten billigen Ersatz für wirkliches Christentum, wie das Neue Testament es lehrt.
        Ein Ersatzchristentum ist im biblischen Sinne Antichristentum.
        Und dafür übernehme ich natürlich keinerlei Verantwortung.
        Ich trage die Verantwortung, mich davon zu distanzieren und zu reinigen und darauf aufmerksam zu machen.

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