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Sänger Toni Kraus: „Gott hat mein Leben verändert“

Sein Vater wurde mit dem Song „Lebt denn der alte Holzmichl noch?“ bekannt – er selbst wird wegen seiner Erfolge als Kinderstar in der Schule gemobbt. Den Schmerz versucht Toni Kraus durch Sex und Drogen zu lindern. Eine halbseitige Gesichtslähmung wird zum Wendepunkt seines Lebens.

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Von Markus Kosian (PromisGlauben)

Der Sänger und Songwriter Toni Kraus sprach mit uns im exklusiven PromisGlauben-Interview über seinen spannenden Weg vom Kinderstar in der Volksmusikszene zum Pop-Sänger. Dabei berichtete er vom Wendepunkt in seinem Leben: vom hedonistischen Lifestyle hin zu einem Weltbild mit Tiefgang. Orientierung gibt dem 24-Jährigen heute die Rückbindung an Gott, was er in seiner aktuellen Single „Mein Zuhause einfließen lässt.

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Als sein Vater Thomas „Rups“ Unger als Sänger der Volksmusik-Combo De Randfichten Anfang der 2000er Jahre mit dem Lied „Lebt denn der alte Holzmichl noch?“ einen Megahit in den deutschen Singlecharts landete, avancierte Toni in diesem Umfeld selbst zum Kinderstar in der Volksmusikszene. 2003 trat er in Achim Mentzels Hitparade und bei den Shows von Florian Silbereisen auf und stieg mit dem Lied Ich bi e klaane Flugficht in die deutschen Singlecharts ein, was ihm auch einen Auftritt in Stefan Raabs Kultshow „TV Total“ bescherte.

Vom Mobbingopfer zum Popsänger

Diese Erfolge als Kind waren mit extremem Mobbing zu Schulzeiten verbunden, was TONI immer wieder das Gefühl vermittelte, nicht gut genug zu sein. Für seinen Traum, im Musikbusiness Fuß zu fassen, kämpft TONI sich durch diese Zeit. Als er im Jahre 2013 im Alter von 16 Jahren seinen ersten Song „Sommerregen“ veröffentlicht, traut ihm wohl niemand eine Karriere in der deutschen Popkultur zu. Doch es kommt anders. 2015 erhält er einen Plattenvertrag bei Sony Music im Zuge dessen er als Voract von Max Giesinger und als Gast-Act mit dem DJ-Duo „Gestört aber GeiL“ auf den großen Bühnen Deutschlands spielt. Die Süddeutsche Zeitung betitelt TONI als die „ostdeutsche Hoffnung der Popmusik“ und sogar Deutschrock-Legende Peter Maffay outet sich bei Facebook als Fan, indem er auf Tonis seinerzeitigen Song „Bilder“ aufmerksam macht.

Das Gefühl fehlender Anerkennung, das ihn seit Schulzeiten begleitet, versucht TONI in dieser Zeit durch einen Lifestyle à la „Sex, Drugs & Rock’n’Roll“ zu kompensieren, was ihn auch seine erste große Liebe kostet. Er tut Dinge, die er eigentlich „moralisch gar nicht so cool“ findet. Aus heutiger Sicht bezeichnet er dies als „wahnsinnig traurig“. Dazu erklärt der Sänger: „Ich bin rückblickend total wütend über mich selber und total sprachlos, über das, was ich gemacht habe. Mich schüttelt es manchmal rückwirkend richtig, wenn ich an bestimmte Sachen denke.“

Nach halbseitiger Gesichtslähmung neu singen lernen

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Zum Perspektivwechsel in seinem Leben kommt es im Sommer 2020 nach erneutem Scheitern im privaten Bereich, was ihn „dermaßen aus der Bahn geworfen“ habe. Er erkrankt an einer halbseitigen Gesichtslähmung und muss dabei Singen, Sprechen und Lachen noch einmal neu erlernen. Dazu beschreibt er: „Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben so etwas wie Panik verspürt und eine Art Angststörung diagnostiziert bekommen.“

In dieser Zeit beginnt er, neu und grundlegend über sein Leben nachzudenken. Dabei erinnert er sich an den christlichen Glauben, in dem er erzogen wurde. War dieser zuvor eher „Label“, wird er nun zur Orientierung und gestaltenden Kraft in seinem Leben. Diesen Wendepunkt beschreibt der Musiker wie folgt:

„An einer Stelle, wo ich so krank war und wo man dir im Krankenhaus sagt, dass es keine Garantie dafür gibt, dass das Gesicht wieder so wird wie es war, sind wir Menschen ja doch dazu geneigt, zu fragen: ‚Wer könnte mir denn jetzt noch helfen?‘. Das war der Punkt, an dem ich meine Beziehung zu Gott wieder intensiviert habe.“

Leben nach Gott ausrichten

Er beginnt zu beten, sich mit der Bibel zu beschäftigen und sucht Unterstützung in einer kirchlichen Gemeinde, wo er sich letztes Jahr auch taufen ließ. Diesbezüglich betont TONI:

„Ich habe angefangen mit Gott zu gehen und mein Leben danach auszurichten. (…) Das war mind-blowing und hat mein Leben total verändert.“

Seinem „jungen Ich“ würde er heute zurufen: „Mach die Dinge anders, als sie alle machen, wenn du merkst, dass dich das nicht glücklich macht.“

Heute stehen für ihn die Sehnsucht nach Ehe und Familie und Werte wie Achtsamkeit, Verzicht, Dankbarkeit und Vergebung im Mittelpunkt seines Lebens. Dies möchte er auch in seiner Musik „nicht verschweigen“. So besingt er etwa in seiner neuen Single „Mein Zuhause“ seine Sehnsucht nach Ehe und Familie und seine Hoffnung, die er auch auf Gott richtet.

In den Medien über den Glauben sprechen

Dabei scheut sich TONI auch nicht über seinen Perspektivwechsel, der Einfluss auf sein künstlerisches Wirken hat, in weltlichen Medien wie etwa BILD, Brisant oder Riverboat, wo er eine Akustik-Pianoversion von „Mein Zuhause“ präsentierte, zu berichten.

Seine Erfahrungen machen seine Musik Werte-voll und liefern Stoff für reichlich neue Songs. Nach zwei Alben in Eigenregie entstehen erstmals Songs gemeinsam mit verschiedenen Songwritern, die u.a. auch mit Szenegrößen wie Nico SantosMichael Patrick Kelly und MoTrip arbeiten. Daraus entsteht das neue Album TAG X, welches 2022 erscheinen wird.

Mehr Infos über TONI gibt‘s unter toni-musik.de



Markus Kosian ist Initiator des Projekts PromisGlauben, das über Statements von Promis den Dialog über den christlichen Glauben neu anregen und die öffentliche Relevanz des christlichen Glaubens zeigen möchte.


Anbei unser Interview mit TONI:


Anbei das offizielle Video zur Single „Mein Zuhause“ mit außergewöhnlichem Prolog:

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2 Kommentare

  1. Nein, der Mensch fragt nicht:
    ‚Wer könnte mir den jetzt noch helfen?‘, sondern
    ‚Wer könnte mir denn jetzt noch helfen?‘

    Und Tonis Lifestyle hat nicht „ihm“, sondern ihn die erste große Liebe gekostet (Akkusativ, nicht Dativ).

    „Deutsche Sprach, schwere Sprach!“ – aber wer damit sein Geld verdient, sollte das Handwerk beherrschen.

  2. Ich habe meinen Glauben an Engel revidiert

    Auch wenn ich den Kommentar von Daniel nicht verstehe, so kann ich doch auch in dieser Hinsicht bestätigen: Es gibt keinen besseren Arzt im Universum als Gott. Allerdings kann man mit ihm keine Geschäfte machen etwa nach dem Motto: Du machst mich gesund und ich bin dann fromm. Meine Erfahrung ist vielmehr, dass die Hilfe des Herrn an mir oftmals völlig unverdient war. Die Frucht dieser Erfahrung war dann meine Dankbarkeit und auch eine gewisse Verpflichtung, davon möglichst auch Zeugnis abzulegen. Einmal träumte ich, es stehe jemand vor meinen Bett und sagte, ich solle unbedingt zu meiner Ärztin gehen, ich habe eine schlimme Krankheit. Ergebnis: Man fand ein halb gutartiges aber gefährliches symptomloses Karzinom an der linken Niere, das in einer 5stündigen OP. beseitigt werden musste. Seitdem habe ich meinen Glauben an Engel revidiert. Liebe – auch die Liebe Gottes – kann man sich nicht verdienen und sie wird gewissermaßen verschenkt. Allerdings ist es mir und jedem anderen Menschen, der solches erfährt, unbedingt aufgetragen diese Liebe auch nach eigenem Vermögen wieder weiter zu geben. Wir leuchten nicht wie Fixsterne aus uns selbst heraus, sondern von dem Licht Gottes, mit dem wir – bildlich gesprochen – angestrahlt werden. Dabei ist Gott immer größer als wir ihn denken können.

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